Ich will nicht verrückt werden!
#1
Shy 
Dieser Gedanke (siehe oben) quält mich seid wochen, monaten.

Hallo Leute!
Ich bin froh solch ein forum gefunden zu haben.
Ich bin ganz neu hier und dies ist mein aller erster post.

Alles beginn mit 10 jahren wo ich anfing unter angstzuständen zu Leben ich konnte nicht alleine bleiben und hatte warnsinnige verlust ängste was meine familie betrifft.
Es wurde so schlimm das ich jeden Tag heulte und anfing mir krankheiten einzubilden und schließlich ging ich 1 Jahr in therapie.

Nach dieser Zeit gings mir 1 (bin mir bei den zeiten nicht mehr so sicher) Jahre prima, bis es schließlich wieder anfing. Die therapeutin meinte damals das dies an der pupertät liegen kann.
Ich ging nochmal 2 1/2 jahre bis ich so ca. 13 war.

Jetzt bin ich 17 4 Jahre therapie frei. Die ersten jahre war alles Top, dann fing es im winter an das es mir immer in dieser Jahres zeit schlechter ging. 

Und dann fing etwas ganz gruseliges an (2013) ich fing an vor U Bahn und S Bahnsteigen Angst zu haben, warum kann ich mir nicht erklären, ich habe keine platzangst oder so..

Ich dachte es würde bald wieder weggehen, teilweise ging es wieder teilweise war die Panikattacke furchtbar. Ich fing an Bahnsteige also u bahn usw. Zu meiden und stieg nur noch in Busse und Tram Bahnen ein die überhaupt kein problem darstellen.


Mittlerweile stehe ich so lange an der treppe bis die s bahn einfährt, dann gehe ich runter und steig mit klopfendem Herzen ein... 

Am schlimmsten ist dies an bahnsteigen im Untergrund.

Seid dem fing ich an angst zu haben verrückt zu werden, und die angst vor krankheiten steigt.

Mittlerweile war ich so verzweifelt das ich freiwillig gesagt habe das ich wieder in Therapie möchte. Seid 2 Monaten bin ich schon auf der Suche..

Manchmal habe ich auch in den entspannendsten Situationen Panik attacken dies ist mit zittern, herzrasen und erstickungsgefühlen. Vor was genau ich angst habe weis ich nicht.. Abee zurzeit ist meine größte Angst verrückt zu werden.

Heut war ein besonders schlimmer Tag deshalb habe ich gegoogelt und bin auf dieses Forum gestoßen.

Es tut gut die ängste anderer zu lesen, das Gefühl nicht allein zu sein.

Glaubt ihr wirklich das man das wieder in den Griff bekommen kann? Ich habe angst das mein Leben für immer aus Angst bestehen wird.. Ich will mein altes unbeschwertes Leben zurück nur wie?

Übrigens gehe ich ohne Neurexan und Bachblüten drops nicht mehr aus dem Haus.. Ich fühle mich wie ne abhängige die ohne tabletten nicht kann.. Crazy

Ach ja und das ganze beginn so schlimm wieder seid ich von der schule bin (Abschluss) und jetzt eine ausbildung mache..


Unnnnd letzen sommer gings mir noch prima 😔


Mursgurl
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#2
Guten Morgen und herzlich Willkommen Smile

Eins vorweg: Du bist und du wirst nicht verrückt. Ganz bestimmt nicht. Ich weiß, dass sich Panikattacken furchtbar anfühlen und du das Gefühl hast bald durchzudrehen, aber das wird nicht passieren. Wenn du dich noch ein wenig mehr durch das Forum durchliest wirst du sehen, dass alle ähnliche Symptome haben und noch keiner dabei verrückt geworden ist. Wink
Gut, dass du dir noch einmal Hilfe suchen möchtest. Einen Rat den ich dir trotzdem geben mag ist, dich so schnell wie möglich mit den Ängsten die du hast zu konfrontieren. Versuche nichts zu vermeiden und deine Angst auszuhalten. Kämpfe nicht gegen sie an sondern lasse sie sich austoben und sie wird schnell wieder verschwinden. Es ist nicht einfach das auszuhalten aber sie wird sich sonst leider immer weiter ausbreiten je mehr du anfängst sie zu vermeiden. Dafür brauchst du keine Helferlein (Bachblüten etc.) sondern nur dich. Darum soll es gehen: Dein Vertrauen zu dir selbst finden. 
Und ja, es gibt auch ein Leben ohne Panikattacken, ein Leben ohne Angst gibt es allerdings nicht, für niemanden. Setze dich mit dir und deinen Ängsten auseinander, überlege dir was du für dich brauchst im Leben und mache genau das. 

Alles Gute für dich Smile
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#3
Ja also verrückt bist und wirst du dadurch eher nicht Smile Sowas kann Jedem passieren.

Ich kann dir sagen, ich hab an sich große Höhenangst, sobald ich keinen festen Boden unter den Füßen habe ist es vorbei Smile Ich hab mir Abhilfe geschaffen, indem ich mich auf eine sehr krasse Art und Weise mit dem ganzen konfrontiert habe. Ich bin ganz viel Achterbahn gefahren, viel mit Höhe, viel mit Loopings ... und glaub mir .. es war grausam Smile Aber jetzt nach und nach kann ich immer besser damit umgehen. Die Angst ist natürlich nicht weg, aber sie ist deutlich greifbarer geworden und ich hab sie viel besser im Griff.
"Never look back!"
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#4
Hallo Mursgurl Smile

Wie die anderen ja schon geschrieben haben, bist du nicht allein.
Ich hatte im letzten Jahr auch permanent Ängste, was Krankheiten betraft.
Das meiden von U-Bahn, Bus etc. ist nur ein ausbreiten der Angst.
Je mehr Angst + je mehr Vermeidung = Verkleinerung des Wohlfühlbereiches.

Ich hab damals erstmal alles soweit abklären lassen (Schilddrüse, Nährstoffmängel), um dann zumindest erstmal eine Bestätigung zu haben, dass ich nicht plötzlich tot umfalle.
Dann hat mir geholfen meiner Angst einen Namen zu geben, sie heißt Annabell.

Du musst wissen, dass jeder Mensch Angst hat. In der Steinzeit war sie nötig, damit unsere Vorfahren sich nicht einfach den Löwen zum Fraß vorgeworfen haben oder auch jetzt ist Angst ein Schutz des Körper, nicht einfach von einer Klippe zu springen oder vor ein fahrendes Auto zu laufen.

Angst gehört zu uns, deshalb hat frauiltis recht, es bringt nichts gegen sie zu kämpfen, weil sie damit das Zeichen bekommt "Oh hier stimmt was nicht, sie kämpft, das heißt die Situation ist lebensgefährlich" und zack gipfelt es in einer Panikattacke.
Es hat mir wirklich sehr geholfen, mir Annabell vorzustellen, wie sie neben mir steht. Wenn ich irgendwas vorhatte, hab ich mir vorgestellt, wie ich sie an die Hand nehme und ihr sage, dass sie mit mir kommen soll, um zu sehen, dass nichts passiert.

Mittlerweile kommt sie eher selten zu Besuch und wenn, dann lass ich mich von ihr nicht erschrecken, dass versucht sie manchmal ^^
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#5
(20.04.2016, 14:46)BriniLe88 schrieb: Hallo Mursgurl Smile

Wie die anderen ja schon geschrieben haben, bist du nicht allein.
Ich hatte im letzten Jahr auch permanent Ängste, was Krankheiten betraft.
Das meiden von U-Bahn, Bus etc. ist nur ein ausbreiten der Angst.
Je mehr Angst + je mehr Vermeidung = Verkleinerung des Wohlfühlbereiches.

Ich hab damals erstmal alles soweit abklären lassen (Schilddrüse, Nährstoffmängel), um dann zumindest erstmal eine Bestätigung zu haben, dass ich nicht plötzlich tot umfalle.
Dann hat mir geholfen meiner Angst einen Namen zu geben, sie heißt Annabell.

Du musst wissen, dass jeder Mensch Angst hat. In der Steinzeit war sie nötig, damit unsere Vorfahren sich nicht einfach den Löwen zum Fraß vorgeworfen haben oder auch jetzt ist Angst ein Schutz des Körper, nicht einfach von einer Klippe zu springen oder vor ein fahrendes Auto zu laufen.

Angst gehört zu uns, deshalb hat frauiltis recht, es bringt nichts gegen sie zu kämpfen, weil sie damit das Zeichen bekommt "Oh hier stimmt was nicht, sie kämpft, das heißt die Situation ist lebensgefährlich" und zack gipfelt es in einer Panikattacke.
Es hat mir wirklich sehr geholfen, mir Annabell vorzustellen, wie sie neben mir steht. Wenn ich irgendwas vorhatte, hab ich mir vorgestellt, wie ich sie an die Hand nehme und ihr sage, dass sie mit mir kommen soll, um zu sehen, dass nichts passiert.

Mittlerweile kommt sie eher selten zu Besuch und wenn, dann lass ich mich von ihr nicht erschrecken, dass versucht sie manchmal ^^

Wie witzig, ich habe meiner Angst auch einen Namen gegeben: Egon. Der war praktisch um ihn zu beschimpfen und ihm mal wieder zu sagen er sei ein Arschloch und soll sich endlich aus meinem Leben verpissen, Egon als etwas freindliches zu sehen fehlt mir momentan schwer...
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