panik wegen dem herz
#1
hallo alle miteinander,
ich bräuchte dringend eure hilfe oder euren rat oder auch einfach nur ein paar aufbauende worte.ich habe schon sehr langem mit panik vor krankheiten zu tun und gerade im moment ist es besonders schlimm.in einem ausmaß so wie ich es bisher noch nicht kenne,panikattacken usw.

angefangen hat es während einer praktischen fortbildung im januar.ganz plötzlich bekam ich herzrasen,puls bis 150,schwindel,zittern usw als sich dieser zustand nicht besserte sind 2 kollegen mit mir ins krankenhaus wo ich auch zur beobachtung über nacht bleiben musste.am nächsten tag durfte ich nach hause.es wurde nichts festgestellt und man führte dieses verrücktspielen des vegetativum auf ein sinus cartos syndrom zurück,sprich meine kollegin hatte mir zu viel am hals rumgedrückt.laut arzt nicht bedenklich.

dieser zustand war für meine angst natürlich ein gefundenes fressen und so war es mir nicht möglich die erste woche nach dem krankenhausaufenthalt alleine in meiner wohnung zu schlafen.,aus angst mit meinem herz könnte etwas sein.im laufe der zeit,erwischte ich mich immer wieder dabei,wie ich mich ganz genau auf mein herz konzentrierte,kleinste veränderungen riefen sofort schwindel und herzrasen herbei.ich machte mir daraufhin also einen termin beim kardiologen.ergebnis,alles in ordunung.

vor ca 1 1/2 wochen bekam ich eine schöne erkältung und schleppte mich noch die ersten 3 tage durch die arbeit.am 4. tag ging einfach gar nichts mehr und ich musste zuhause bleiben.die woche darauf wolte ich meinen krankenschein eigentlich um 1-2 tage verlängern,bin dann aber doch auf die arbeit,weil der chef stress  gemacht hat.montags fühlte ich mich schon nicht gut,keine ahnung ob von der erkältung oder ob gewisse symptome von der angst hevorgerufen worden waren.dann noch ein kommentar von einer patientin bzgl herzmuskelentzündung und abends war die panikattacke da.am nächsten tag bin ich dann auf die arbeit udn mir war einfach nur zum heulen zumute.die ganze zeit hatte ich angst,herzrasen,herzstiche,das gefühl nicht richtig luft zu bekommen,bei der kleinsten anstrengung schwindel,zittern,das gefühl im nächsten moment einfach umzukippen.
irgendwann nachmittags bin ich zu meinem chef und sagte ihm, das ich nach hause und zum arzt muss.meinem hausarzt erzählte ich am nächsten tag von meinen attacken und bat um ein mittel gegen die angst.er hörte mir lange zu und verschrieb mir citalopram welches ich noch von früher kenne.
zuhause angekommen,nahm ich mir die packungsbeilage und fing an zu lesen.als ich dann genau diesen einen satz laß mit plötzlichem herztod war es vorbei.ich konnte die tabletten nicht nehmen.

es ist zum verrückt werden,auf der einen seite würde ich sie gerne nehmen damit es mir besser geht,auf der anderen seite ist da diese scheiß angst die mich lähmt.ich kan einfach nicht mehr zwischen tatsächlichen symptomen untescheiden und symptomen die meine psyche hervorruft.immer diese gedanken "was ist wenn die symptome doch echt sind und ich doch eine entzündung am herzen habe"
wie kann ich diesen teufelskreis durchbrechen??mein tag wird nur noch von der angst bestimmt das ich eine herzmuskelentzündung oder etwas anderes am herz habe.mitlerweile kann ich schon fast keine pflanzlichen medis mehr nehmen,aus angst vor einer allergischen reaktion mit herzstillstand.ich fühle mich einfach grässlich und hilflos im moment 52 

lg keks
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#2
Hallo Keks,
bevor ich wusste, dass ich unter Ängsten leide, dachte ich auch immer, dass ich schwer herzkrank war und öfters sogar einen Herzinfarkt kriegen würde, weil sich Panikattacken bei mir so anfühlen. Habe dann mit der Diagnose Angststörungen viele Bücher und Fachartikel gelesen. Das hat mir geholfen, meine Körpersymptome zu verstehen. Dennoch geht es mir immer noch ähnlich wie dir. Immer die Frage, ob man nicht doch körperlich etwas hat. Auch ich lese mir Packungsbeilagen durch und schon denke ich bei den Nebenwirkungen "oh je", und kriege sie oder bilde sie mir zumindest ein. Ich versuche das positiv zu sehen, dass wir alle hier so auf unseren Körper hören und achten. Schau dir mal die vielen Menschen an, die nur Fast Food essen, sich nur stressen und keinen Sport treiben.
Tipps kann ich dir kaum geben, da es mir wie gesagt ähnlich geht. Aber ich jogge regelmäßig und das ist für mich ein Beweis, dass ich gar nicht so herzkrank sein kann. Tut auch der Psyche unheimlich gut, speziell der Amygdala. Medikamente fürs Gehirn nehme ich nicht, aber einen Betablocker in geringster Dosis. Lässt mein Herz ein wenig langsamer schlagen.
Alles Gute und frohe Ostern, Caro
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#3
Hallo Keks

1. Es ist nie gut als Angstkranker irgendwelche Beipackzettel zu lesen.

2. Bitte lösche doch die Info hier wieder, denn ich glaube du könntest anderen damit ebenfalls Angst machen

3. Lass dir ein anderes Medi verschreiben, wo dass nicht dabei steht

LG Cloud
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#4
Hallo caro,danke für deine antwort.
Kannst du mir ein gutes buch empfehlen?
Lg
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#5
Hallo caro,danke für deine antwort.
Kannst du mir ein gutes buch empfehlen?

@Cloud ich weiß leider nicht wie ich es rauslöschen kann.... 

Lg
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#6
(26.03.2016, 19:16)Keks schrieb: Hallo caro,danke für deine antwort.
Kannst du mir ein gutes buch empfehlen?

@Cloud ich weiß leider nicht wie ich es rauslöschen kann.... 

Lg

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#7
(26.03.2016, 19:13)Keks schrieb: Hallo caro,danke für deine antwort.
Kannst du mir ein gutes buch empfehlen?
Lg

Roger Baker: Wenn plötzlich die Angst kommt
In diesem Buch wird sehr schön erläutert, woher die Angstsymptome kommen, wie zum Beispiel die Herzbeschwerden, aber auch Atemnot, Schwitzen, Zittern u.s.w. Was mich ein wenig störte war nur, dass der Autor meinte, dass wenn man erstmal weiß, dass Attacken harmlos sind und sich außerdem der Angst stellt, man sieht, dass ja nichts passiert und schon ist die Angst weg. So ist es allerdings leider meistens nicht.

Borwin Bandelow: Das Angstbuch
Auf fast 400 Seiten steht hier alles Mögliche zu Ängsten, jedoch auch etwas kritischer. Der Autor hat sich viel mit Studien zu den einzelnen Therapien (von Psychotherapie über Entspannungstechniken, Tanztherapie, Alternativmedizin bis hin zu Pharmazie) beschäftigt. Da beschreibt er zum Beispiel, dass es laut einer Studie bei 60% aller Patienten mit einer generalisierten Angststörung nach einer stationären Therapie zu einer Verschlechterung kam. Ist nicht jedermanns Sache so etwas zu lesen, da es nicht Mut macht, aber ich möchte da keine Verschönerungen lesen und fand dieses Buch dadurch besser als das obige.

Mutiger Angsthase: Soziale Phobie: Die Krähe und der Papagei
Ein Buch von einem Angstpatienten geschrieben. Teils ein sehr komischer Schreibstil, aber liest sich gut und einige sehr gute Aspekte drin. Für mich sehr hilfreich. Wer allerdings nie von Aspekten wie Selbstmordversuche, Sucht und eben speziell die Sozialphobie betroffen war oder ist, könnte das Buch ein wenig zu speziell sein.

Zu anderen Sachen habe ich mir eher etwas aus dem Netz herausgesucht. Aber als Einstieg kann ich die ersten beiden Bücher sehr empfehlen.

Weil es hier gerade reinpasst: Kennt jemand noch andere Bücher, die aus Sicht von Patienten geschrieben sind?
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