Bin neu hier und benötige dringend Hilfe
#1
Hallo,
dringend Hilfe benötigen hier mit Sicherheit mehr. Ich bin das erste mal mit Panik und Angstzuständen durch meine Freundin in Berührung gekommen.
Ich erzähle euch einfach mal ein wenig....

Sie wird oft aggressiv, so dass ich völlig ratlos bin wie ich damit umzugehen habe. Täglich (ist noch unter trieben) hat Sie Angst-/Panikattacken... Das geht soweit, dass Sie nicht mal die Wohnung verlassen kann, wenn es ein richtig schlechter Tag ist. Selten schafft Sie es weiter als 1 Km von zu Hause weg.

Ich gehe nun mit Ihr ab und zu mal zu einer Psychiaterin... ab und zu, weil es höchstens alle 2 Wochen mal zu einem Termin kommt. Mir ist es ein Rätsel wieso es nicht öfters gemacht wird....

Naja nun während der Feiertage war es für mich als Freund die Hölle. Ich kam mit Ihr überhaupt nicht mehr klar und habe keinen Ansprechpartner, wenn ich der Meinung bin das ich Hilfe benötige! Schlimm! Naja Anfang des Jahres konnten wir wenigstens wieder Ärzte erreichen, die in der Umgebung sind, da Sie nur selten überhaupt aus dem Haus kam.

Nun hat der Arzt, den wird dann endlich bekommen haben Ihr Cipralex gegeben... 5mg einmal am Tag.. das ca. eine Woche lang und dann auf 10mg erhöhen. Dazu bekommt Sie Promenthazinneuraxpharm (Tropfen zum einnehmen). Die nimmt Sie 3 mal am Tag ca. 10 Tropfen.

Seit Sie diese Medikamente nimmt war Sie 3 Tage wirklich auszuhalten... Es war wirklich wieder schön! Nun fängt Sie an wieder Angst und Panik zu entwickeln und will die Medikamente heute nicht mehr nehmen... Sie sagt Sie fühlt sich nicht real? Ihr ist schlecht und hat flimmern vor den Augen.

Ich weiß nicht was ich Ihr raten soll bzw. was ich tun soll. Was kann ich Ihr raten wie Sie sich behandeln lassen soll. Ich möchte doch so gerne mal mit Ihr in den Urlaub fliegen bzw. Ihr mal etwas anderes zeigen als unsere Wohnung. Das kann doch kein Dauerzustand sein? Was kann man tun? Wie habt Ihr diesen Alptraum besiegen können oder wie geht Ihr damit um... Ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar!

Liebe Grüße!
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#2
Hallo du, herzlich Willkommen hier im Forum! Erst einmal zu dir, hast du schon einmal überlegt, dich selbst ein wenig therapeutisch begleiten zu lassen? Denn du musst auch sehen, wo du bleibst! Die Beschwerden deiner Freundin können unter diesen Umständen auch als Nebenwirkung von den Medis kommen, da gilt es dann dies auszuhalten. Wie steht sie denn zu dem Thema Therapie und Medis im allgemeinen? Möchte sie dies angehen aus sich selbst heraus? Und überlegt doch einmal ob eine stationäre Therapie nicht im Moment sinnvoll wäre, oder eine Tagesklinik? Da kann ihr komprimierter geholfen werden. Es gibt Wege aus der Angst heraus, aber das geht nicht von heute auf morgen und erfordert Geduld, Mut und ein ständiges arbeiten an sich selber. Man muss trotz Angst rausgehen, die Angst überall mit hinnehmen und die Erfahrung machen, dass einem nichts passiert. Schau aber in erster Linie mal nach dir selber, damit deine Kraftreserven sich nicht erschöpfen.
033
Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis. Aber wenn wir den Mut haben loszugehen, dann ist jedes Stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg über unsere Ängste, unsere Zweifel und Bedenken.
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#3
Hallo Ch4uv1e,
erst mal herzlich Willkommen hier und ich finde es ganz toll, daß Du auf diese Art und Weise für Euch Hilfe suchst.
Kann mich der Meinung von Merle nur anschließen. Denke auch, Deiner Freundin würde eine stationäre Therapie erst einmal besser helfen. Rede mit ihr darüber und geht die Sache so schnell wie möglich an. Sie muß erst einmal lernen damit umzugehen bzw. daran zu hart zu arbeiten. Hier habt kein Zuckerschlecken vor Euch, aber es ist zu schaffen. Hier gibt es genug liebe Menschen, die Dir das bestätigen können. Mach Druck nach allein Seiten, um einen stationären Aufenthalt zu bekommen und sie muß vor allem auch wollen. Idee
Übrigens, daß mit dem "in-den-Urlaub-fliegen" solltest Du gedanklich erst einmal nach hinten schieben. Das dauert noch eine Weile ...
Lolli  
Unvollkommenheit ist das Individuelle, Einzigartige und Unverwechselbare.
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#4
hallo und ein herzliches willkommen,
also ich kenne das problem nur all zu gut die whg kaum bis gar nicht zu verlassen denn ich stecke auch grad mitten drin und wenn ich mich zwinge zum rausgehen wirds nur noch schlimmer aber wenn ich einen guten moment oder tag hab dann schaff ich es rauszukommen.also ich finde das druck nicht bei jedem ein guter weg ist die a&p zu besiegen das hat mir auch meine therapeutin gesagt. Lass sie entscheinden wann sie will und wie sie es will.versucht gemeinsam einen plan zu entwickeln wie sie sich das rausgehen so angenehm wie möglich gestalten kann. Glg nicci
und falls deine freundin lust hat sich mit mir auszutauschen würd es mich sehr freuen denn mir fällt es auch immer leichter mich mit wem auszutauschen der genau das selbe problem hat.
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#5
Hallo Ch4uv1e,

herzlich Willkommen. 24
Ich hätte da "nur" einen ganz profanen Rat: Deine Freundin soll dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben...Die ersten Wochen mit Medis sind oft ziemlich eklig, zumal es bei einigen Medis Wochen dauert, bis sie "richtig" wirken. 24

LG, Gustl
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50 "Vertrauen Sie mir, ich weiss was ich tue !" 50
[Sledge Hammer]

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#6
Ein herzliches Hallo auch von mir.

Was deine Freundin jetzt durchmacht, kennt hier wohl jeder. Auch das mit dem nicht "real" fühlen ist für viele ein typisches Begleitsymptom dieser Krankheit. Bei mir wurde es nach ca 3 Wochen Medikamenteneinnahme allmählich besser. Ich empfehle deiner Freundin dringend eine Therapie zu beginnen und die Medis versuchen trotz Nebenwirkungen weiter zunehmen. Es wird schon wieder........dauert eben.

Gruß Francia
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#7
Hallo :3

Wie wärs wenn du deiner Freundin mal dieses Forum hier zeigst? Um Angst zu verstehen ist es eine große hilfe und wirkt oft auch beruhigend! Big Grin

Lieben Gruß
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#8
Guten Morgen,

@ @Merle
ich habe in der Tat schon darüber nachgedacht. Sie befindet sich in Behandlung und ich komme immer mit. Ich werde parallel immer ein wenig mit aufgefangen, werde mir aber über eine intensivere Behandlung Gedanken machen.

Wir haben uns jetzt zusammen entschlossen, dass Sie die Medikamente nun erstmal ein paar Wochen nimmt und wir dann sehen was wir machen bzw, was der Doc. dazu sagt.
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Ich denke stationär ist aufgrund Ihrer Ängste (noch) nicht das ultimative oder?
Ich meine, Sie würde sich von 0 auf 1000% in einer unheimlichen Streßsituation wiederfinden mit einer unglaublichen Panik reagieren. Ich bin mir nicht sicher ob das wirklich so gut wäre.
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@ nicci32
Du hast eine PM Wink


Möchte mich bei euch für den unglaublich netten Empfang bedanken!


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#9
Hallo Ihr beide,
ich persönlich dachte auch am Anfang, "das kriegst Du wieder alleine hin". Damals gab es noch kein Internet. Somit konnte ich mich nicht austauschen. Später habe ich um einen Platz gebettelt und mich selbst eingewiesen. Die Erfahrung zeigt, je eher stationär gleich nach dem Ausbruch behandelt wird, desdo höher sind die Chancen, es völlig weg zu bekommen.
Aber ihr werdet schon für Euch beide den richtigen Weg finden.
Lolli  
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#10
Will euch nun weiter auf dem laufendem halten. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen auch ein wenig weiter!

Also wir haben eine Einweisung bekommen und haben uns nun auch schon eine Klinik ausgesucht. Die Sie versuchen möchte zu besuchen. Die Unterlagen machen wir am Abend zusamm3en fertig. Selbst das ist Ihr teilweise schon zuviel. Aber ich möchte das Sie das alles macht und ich Ihr nur dabei helfe. Nicht das Sie das Gefühl bekommt, dass ich Sie einliefern möchte. Dem ist nämlich nicht so.

Ich bin gespannt, wie es Ihr dort gefällt und wie Ihr dort geholfen wird. Auch über die Dauer sind wir uns noch nicht im Klaren. Vielleicht mag mir jemand erzählen, was auf Sie zu kommt?

LG
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#11
Hallo,
welche Erwartungshaltung habt Ihr denn Rotwerd
Das ist in jeder Klinik anders. Geschultes Personal wird sich um sie kümmern. Es kommt ja drauf an, welche Art von Therapie durchgeführt wird. Mit Sicherheit lernt sie dort viele verschiedene Menschen mit den gleichen Problemen kennen. Über die Dauer des Aufenthalts entscheiden die Ärzte und Psychologen dann schon.

Was sie mitbringen muß ist eine positive Einstellung und der eiserne Wille wieder gesund zu werden. Alles daran setzen, daß sie den Klinikaufenthalt mit großem Erfolg hinter sich läßt, alles für sich mitnimmt, was sie kriegen kann.

Ich wünsche Ihr/Euch ganz viel Kraft dafür und lasst mal wieder was von Euch hören, wie es ihr so ergangen ist. Neugier
Lolli  
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#12
Hallo zusammen, nach einem langem Kmpf melde ich mich nun mal wieder zurück.

Sie hat am Anfang des letzten Jahres einen Aufenthalt in einer Kurklinik gehabt und es ging ihr besser. Nach dem langem Kampf hat Sie auch angefangen mit einer neuen Ausbildung, die Ihr sehr gut gefällt. Sie kommt auch einigermaßen gut mit meiner neuen Arbeit klar. Nur der Leistungsdruck in der Berufsschule ist natürlich jeden Tag eine Herausforderung. Sie hat über ein Jahr Cipralex bekommen, das Sie nun wieder absetzen soll. Das hat Sie auch gemacht. Nur jetzt geht es ihr sehr schlecht. Sie berichtet mir von Schwindelgefühlen und Unwohlsein. Ihr ist richtig schlecht. Der Arzt sagte zu Ihr, Sie solle dann die Cipralex wieder nehmen.... Sie möchte aber weg von den Dingern... Habt ihr mit diesen Cipralex auch solche schlechten Erfahrungen gemacht... kennt Ihr die Nebenwirkungen?

Besten Gruß
Ch4uv1e
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#13
also ich weiß nicht wer die Entscheidung mit den Medis getroffen hat, finde es nur irgendwie komisch, gerade wenn solche großen Veränderungen anstehen. Wäre sie gefestigt und mittendrin, könnte ich es nachvollziehen...aber so??

Ich meine Absetzen findet im Kopf statt, deshalb bestimmt wieder Symptome.
Lg Arielle1
**********************************************************
Verbiege dich nie um anderen zu gefallen, denn daran kannst du zerbrechen!

Wenn Du schon fällst, dann reiß Dich zusammen und steh auch wieder auf!
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#14
Hi, die Information habe ich natürlich vergessen.
Der Arzt hat Ihr gesagt, sie solle die Dinger absetzten und die Ausbildung macht Sie jetzt schon ein 3/4 Jahr.

Aber nach deiner Aussage, finden diese Erscheinungen nur im Kopf statt?
Gestern Abend hat Sie gefroren und wollte immer noch feuchte Handtücher haben, weil Sie etwas kaltes immer noch für ihr Wohlempfinden benötigte. Ich habe da keine Ahnung von, aber für mich sieht das aus wie ein kalter Entzug.

Oder nicht?

Lieben Gruß
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#15
Wenn sie sich so quält, dann sollte sie sich vielleicht doch dazu entscheiden, die Medis ein Stück ihres Weges weiterzunehmen. So bringt es doch auch nichts. Absetzen sollte einfacher gehen.
033
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#16
Bin auch der Meinung, sie sollte die Tabletten erst einmal weiter nehmen. Bei solchen Entzugserscheinungen ist es auch nicht gut ... Wie soll sie da einen klaren Kopf für ihre Ausbildung haben? Und da wird immer gesagt, diese Mittel machen nicht abhängig. In meinen Augen Lug und Trug. Das kann nicht alles nur im Kopf stattfinden ...
Lolli  
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#17
Hallo,

bis jetzt habe ich alles nur mitgelesen und kann auch nur aus meiner Erfahrung mit Cipralex und Paroxetin berichten.

Ich hatte insgesamt 3 Absetzversuche hinter mir, kaum habe ich das Medikament abgesetzt kamen meine ursprünglichen Symtome zurück inkl. derbster Albträume, Muskelzucken etc. Sie haben mich "gezwungen" wieder damit anzufangen.

Da ich nun aber ende letzten Jahres wieder eine Therapie (Verhaltenstherapie) angefangen habe in der ich mich auch unendlich wohl fühle habe ich den versuch erneut gewagt (auf meinen wunsch) und siehe da. Keine Rückfälligkeit oder zusätzlichen Symptome etc. Mir geht es mit Medi genau wie ohne.

Man sagt vielleicht noch das es daran liegen kann wie schnell man diese medikamente runterdosiert. ich kann aber von mir behaupten das ich in ALLEN absetzversuchen über monate ausgeschlichen habe. Kaum waren die medikamente komplett weg ging es wieder los.

Aus meiner Erfahrung her denke ich, wenn die medikamente vernünftig runterdosiert wurden es sich wirklich eher um Kopfsache handelt. Und das meine ich überhaupt nicht vorwurfsvoll. Mir ging es da ja nicht anders.

Vielleicht ist sie einfach noch nicht so weit und das ist überhaupt kein problem. Bevor sie sich quält und wieder so tief runtergezogen wird sollte sie wohl besser wieder zu cipralex zurückgreifen.

Ich für meinen Teil habe in der Zwischenzeit viel erreicht, zu sagen es wäre alles super kan ich nicht und es kommen immer wieder verstärkte phasen. Ich habe allerdings gelernt mir dann erstrecht in den a.... zu treten. Das kostet mut aber es lohnt sich.

Ich wünsche deiner Freundin alles gute und denk auch bitte an dich-ich weiß von meinem partner auch das es für ihn nicht immer leicht ist mit mir umzugehen
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#18
Hallo zusammen,
nach einer langen Abwesenheit melde ich mich zurück. Ich mache die Krankheit meiner Freundin nun schon eine lange Weile mit. Sie hat sich sehr verändert und ich weiß nun auch schon garnicht mehr wie ich dazu stehe. Es hat sich zwar gebessert... aber Sie ist nicht mehr der Mensch, den ich einmal kennengelernt habe. Sie leidet sehr an den langen Abweseheitszeiten die meinem Job geschuldet sind. Es ist aber auch keine Besserung in Sicht. Sie sagt mir immer das Sie unglücklich ist. Ich bin ratlos.... was kann ich da machen. Es wird sich nicht so schnell etwas ändern, wenn überhaupt. Sie gibt mir oft das Gefühl nur noch mit mir zusammen zu sein, weil ich zur Ihr stehe und sie halte. Aber ist das nur noch meine einzige Aufgabe ?! Habt ihr änliche Erfahrungen gemacht?

Besten Gruß
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#19
Hallo,
ich habe deine Geschichte gelesen und weiss jetzt nicht, ob du überhaupt noch hier auf den Seiten aktiv bist, egal.
Ich habe meinen Freund zwar schon mit AuP kennengelernt, aber ich finde unsere Beziehung auch oft sehr schwierig. Wir sind jetzt schon insgesamt 4,5 Jahre zusammen und ich hab immer wieder so viele Fragen, wie eine gute Beziehung gelingen kann. Hab auch meine Macken und  schwierigen  Seiten, aber es fällt mir so verdammt schwer, meine Bedürfnisse z. B. nach Reisen oder Elternbesuche zurückzunehmen und für ihn da zu sein und dann auszuhalten, dass er dann aber auch nicht glücklich ist. Die Angst hat ihm so oft im Griff und ich hab das Gefühl, er ist nur mit mir zusammen, weil er dann nicht allein sein muss. Das fühlt sich nicht gut an.
Wie geht es dir momentan mit deiner Freundin? 
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