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Normale Version: Brauche Rat wegen neuem Medikament
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Liebe Forenmitglieder,

ich habe vergangene Woche von meinem Hausarzt Opipramol als 20er-Packung verschrieben bekommen. Seine Diagnose war Anpassungsstörung. Ich habe jetzt schon achtmal abends eine (50 mg) genommen. Wenn die Packung aufgebraucht ist, dauert es ein paar Tage, bis ich wieder zu ihm kann, um zu sehen, ob er es mir weiter verschreibt. In der Zeit, wo ich mal 14 Tage Einnahme hinter mir habe, die Tabletten aber noch nicht aufgebraucht sind, hat er Urlaub.

Jetzt frage ich mich zum Einen, ob es überhaupt Sinn macht, so etwas nur 20 Tage lang einzunehmen, zumal meine Probleme nicht nur kurzfristig sind. Zum Anderen frage ich mich, ob es ein Problem ist, nach den 20 Tagen ein paar Tage Einnahmepause zu machen und dann wieder anzufangen. Geht da nicht jeglicher Wirkeffekt von der ersten Einnahmezeit wieder verloren? Wäre es besser, ich würde schauen dass ich vorher noch Nachschub bekomme?
Hallo Dünnhäuter,

Opipramol soll im Gehirn wirken, ähnlich wie Antidepressiva auch. Opipramol wirkt aber nicht auf den Serotoninhaushalt, sondern in ähnlicher Weise an anderen Stellen im Gehirn.

Deshalb ist es aber wichtig, dass ein Wirkspiegel aufgebaut wird. Der lässt sich nur erreichen, wenn das Medikament regelmässig eingenommen wird. Macht man zwischendurch eine Pause, sinkt der Wirkspiegel wieder, mal abgesehen davon, dass man Opipramol auch ausschleichen muss und nicht einfach abrupt absetzen soll.

Wenn der Hausarzt eine längerfristige Behandlung mit Opipramol machen will, soll er dir Packungen verschreiben, die die Zeit zwischen den Terminen überbrücken können, die Tabletten gibts auch als 50er oder 100er Packung.


lg

Smile
Danke für die Antwort.

Ob mein Hausarzt eine längerfristige Behandlung möchte, ist halt noch die Frage. Ich nehme erstmal auch nur 50 mg abends, wie er sagte, damit ich abends besser runterkomme und dann besser schlafe. Scheint auch bereits zu funktionieren.

Er scheint erstmal nur ein vorübergehendes Problem gesehen zu haben in Form einer Anpassungsstörung aufgrund aktueller Ereignisse. Mein Hinweis, dass meine Probleme mit dem Schlafen und mit meinen schlechten Nerven schon länger bestehen, scheint dabei untergegangen zu sein. Meine immer wieder unterschwelligen diffusen Ängste habe ich noch gar nicht angesprochen. Darüber möchte ich dann auch mit ihm sprechen, wenn ich wieder bei ihm reinschneie. Bis dahin möchte ich aber das Medikament weiter nehmen. Dann sieht man wieder.