Da sein.
#1
(Hatte den Beitrag erst im Rat und Tat Thread geschrieben, aber ich glaub es gehört hier hin...)


Hallo alle zusammen,

ich bin aktuell selbst nicht betroffen, habe aber eine Frage an das Forum. Meine Frau hat seit einigen Wochen Angst und auch Panikattacken und größere Probleme das Haus zu verlassen.

Wir sind zuletzt öfters zu zweit rausgegangen und haben versucht uns abzulenken und auf andere Gedanken zu kommen. Das hat aber stets nur kurzfristig funktioniert.
Daher würde ich gerne wissen, was ich als ihr Partner am besten tun kann, um für sie da zu sein und sie in dieser schwierigen Phase zu unterstützen.

Auch plagen mich Zweifel und Grübeleien, ob und inwieweit ich für die Angst mit ursächlich sein könnte. Leider habe ich das Gefühl,
dass diese Frage gerade nicht sehr hilfreich ist in der akuten Situation .Aber ich habe eben das starke Bedürfnis, alles zu tun, dass es ihr besser geht,
auch oder gerade wenn ich dafür bei mir selbst anfangen muss. 

Mir ist bewusst, dass jeder Mensch anders ist. Trotzdem würde mich freuen Eure Einschätzungen und Erfahrungen dazu zu hören.

Danke und Grüße
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#2
Hallo bottili,

hatte deine Frau die Panik/Angst früher schon einmal? Wie äußert sich das denn bei ihr?

Du musst auf jeden Fall viel Geduld mit ihr haben.  016
Leider kann man das so oft jemandem ohne Angst erklären, wie sich das anfühlt. Aber am Ende ist es wahrscheinlich zu verquer  50
Finde ich aber schon mal gut, dass du dich kümmerst. Ob du nun möglicherweise "daran schuld" bist oder nicht spielt da erstmal keine Rolle.
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#3
Hallo bottili
Schön zu hören, dass du dich um deine Frau kümmerst Smile das ist sehr wichtig.
Ich persönlich brauchte immer einen Menschen, bei dem ich mich “ausheulen“ und anlehnen konnte, wenn es mal wieder über mich kam. Wichtig ist aber auch, dass du ihr nicht alles abnimmst und nur noch zu Hause bleibst. Sie darf nicht “abhängig“ von dir werden, weil dann wird es für dich und für sie echt schwierig.
Zu beurteilen, ob du da mit dran Schuld bist, das spielt erst mal keine Rolle. Unterstütz sie wo du kannst.
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#4
hallo!

und wichtig: immer nur kleine schritte vorangehen.
sich an kleinen erfolgen freuen, und wenn es nur ist, dass sie überhaupt rausgeht - auch das ist
schon ein schritt. gemeinsam um den häuserblock zb.

versuchen, nicht zu verzweifeln und einfach da zu sein, wenn sie was braucht.
zb. während einer attacke fühlt man sich nicht so ganz verloren wenn jemand einfach da ist
und hilft, wieder runter zu kommen. halten, gemeinsam herumgehen und gut atmen hat mir geholfen. 

und helfen lassen. einen therapeuten suchen, der über die schwierigen phasen hilft.

alles gute!
anita
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#5
Vielen Dank für die netten Rückmeldungen! Das bestärkt mich noch mehr für sie da zu sein. Auch wenn es im Außen nur Kleinigkeiten sein können im Moment.
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#6
Ja,das kann ich als Betroffene nur unterstreichen. Zumal es bei mir leider nicht so ist - es gibt niemanden, der da wäre oder da sein wollte.
Doch genau das ist wichtig - deine Frau wird dich ja noch sehr lange erkennen, weil du auch ein Teil ihrer Vergangenheit bist, die zuletzt erlischt.
Ich kann nur ahnen, wie schwer das ist für Angehörige, aber ich ahne es zumindest, denn ich finde es selbst ja schon schwierig genug, mich selbst auszuhalten, wenn das Chaos im Hirn sich ausbreitet.
Aber solange du es kannst, bleib an ihrer Seite, das gibt ihr Sicherheit.
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