Schlimme Ängste und Panikattacken
#1
Hallo,
ich heiße Christian und bin 30 Jahre alt. Leide seid ca. 12 jahren an A&P mal mehr mal weniger.
War 2010 zu einer REHA und 2011 in einer Klinik. Es konnte leider kein grund festgestellt werden warum ich unter A&P leide.

Nehme auch schon seid anfang an Citalopram (jetzt Escitalopram) 30mg und im Notfall Prometazin Tropfen.
Ich hatte es auch soweit im griff bis anfang des jahres.
Nun leide ich seid 5 Monaten fasst täglich unter Ängsten und das macht mich einfach fertig Sad

Die Symptome (Schwitzige Hände, Brennen im Brustkorb, Schwindel, Zittrig, Übelkeit) sind da das kleinere Problem.
Das schlimmste für mich ist dieses ängstliche Gefühl im Körper, einfach umzufallen oder sogar zu sterben.
Ich wache morgens auf und diese Gefühle sind sofort wieder da und ich schaffe es sogut wie garnicht sie loszuwerden.

Habe erst ende nächsten Monat ein gespräch beim Therapeuten und das ist auch nur ein Erstgespräch.
Ich habe auch Angst noch einmal in die Klinik zu gehen da meine Gedanken sind: Mir wird dort nicht geholfen, ich werde alleine gelassen wenn es mir schlecht geht,
2-3 mann zimmer man hat also nie seine ruhe. Natürlich habe ich mir auch die Bewertungen durchgelesen was das ganze nicht wirklich besser macht.

Ich weiß einfach nicht was ich machen soll ?!

Mfg
Christian
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#2
Hallo Christian,

herzlich willkommen bei uns im Forum.
Vielleicht wäre ja eine Tagesklinik eine Möglichkeit für dich.
Hast du schon mal überlegt, was in deinem Leben schief läuft oder nicht passt. Das wäre dann ein Ansatzpunkt für dich daran zu arbeiten.

Gruß
Karin
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#3
Hallo Christian

genau so hatte ich mich auch gefühlt und ich hatte sogar Angst ein Stockwerk nach unten zu gehen um meine Post aus dem Briefkasten zu holen. Mir war schon immer bewusst, dass mir bei einer Panikattacke nichts geschehen kann und falls ich doch mal umkippen sollte (was aber 100% nicht passiert) wird man die Ambulanz rufen. Ich habe dann angefangen Schritt für Schritt vorwärts zu schauen. Es kam auch schon vor dass ich einkaufen musste (will ja nicht verhungern) und ich im Parkhaus Angst bekam und kurz vor einer Panikattacke stand. Ich setzte mich sofort wieder ins Auto und fuhr 1x um den Laden. Fuhr dann wieder ins Parkhaus und beim Aussteigen wieder diese Angst. Setzte mich wieder in mein Auto und fuhr 2x um den Laden. Dann wieder ins Parkhaus und das Gefühl kam wieder hoch. Ich begann dann mit mir selber zu reden und war wütend auf mich selber. Ich sagte mir: was soll dass. Seit Jahren gehe ich in diesen Laden und was soll mir nun geschehen. Mehr als umkippen kann ich nicht und schliesslich brauche ich Lebensmittel. Ich hatte extremes Herzrasen doch ich ging in den Lift, betrat den Laden und ging dann das notwendige einkaufen. Ok, ich bin fast durch den Laden gerannt, war aber stolz dass ich es geschafft habe.

Vielleicht wäre das auch eine Überlegung wert für dich. Diese Angst kommt nur vom Kopf. Auch heute habe ich noch mein Kopfkino und habe Angstzustände oder Panikattacken (Panikattacken zum Glück viel weniger) doch ich versuche meine Gedanken umzulenken (klappt zwar nicht immer...aber immer öfter :-) ) und atme tief ein und aus.

Ich drück dir die Daumen.

LG Anerom
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#4
Hallo Christian,

erstmal herzlich willkommen bei uns  124 
Für mich persönlich ist der erste Schritt ja immer, sich mit dem zu befassen, was bei einem passiert. Darüber zu reden oder zu schreiben hilfe mir zumindest schon mal sehr weiter. Und damit sind wir ja nicht alleine.

Das was Anerom macht ist dann schon einen Schritt weiter  50
Aber beschrieben ist es echt gut. Das muss ich mir auch immer sagen... Meine Güte, dann kipp ich halt um... werd ja schon wieder aufwachen. Manchmal interessiert unseren Körper das aber auch nicht. Er fühlt es trotzdem. Wichtig ist nur das du für dich selbst deine Tricks rausbekommst, dich selbst zu überlisten.
Dafür gibt es dann unseren Austausch  Tuschel
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#5
Vielen Dank für die schnellen und lieben Antworten.

Ich habe wirklich schon vieles versucht doch leider habe ich im moment einfach das Gefühl das nichts hilft.
Ich verliere einfach den Mut dagegen zu kämpfen weil es tagtäglich gleich ist Sad

Eine Tagesklinik hatte ich auch schon überlegt, doch leider besitze ich keinen Führerschein und mit Bus oder Bahn ist für mich die Hölle.
Habe sogar schon bei der Klinik angefragt ob die einen Fahrservice haben, doch den haben die leider nicht.

Ich sitzte hier jetzt schon wieder unter Ängsten und schreibe diesen Text.
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#6
Dieses Tagtägliche Kämpfen ist furchtbar. Aber letztendlich bleibt einen ja nichts anderes über damit umzugehen. 
Ich hatte es mal in einer ganz schlimmes Phase da war ich draußen am Wäsche aufhängen und mich überrollte die Panik. Ich hab so eine Wut gespürt in mir , das nicht mal das mehr möglich war ohne Angst und Panik zu bekommen. Hab mich richtig auf die Wut konzentriert und innerlich geschimpft mit meinem innerlichen "Freund". Und schwups war alles weg. 
Auch das tiefe Ein- und Ausatmen hilft mir sehr oft. Aber alles ist mit langem Üben verbunden bis das wirkt. 
Wünsche dir alles Gute.
124
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