Mein leben mit der Angst
#1
hallo zusammen,

ich bin neu in eurer kleinen gemeinde und wollte mich erstmal kurz vorstellen

ich bin der kai, 44 jahre alt und hab eigentlich schon mein ganzes leben mit sozialen ängsten zu kämpfen.....
meine vorgeschichte hier zu erläutern würde glaube ich den rahmen sprengen, ich hatte mit 19jahren ungefähr meine erste panikattake, seitdem ist halt nichts mehr wie es mal war, viele freunde verloren, sich zurückgezogen etc.pp.
das einzige glück das ich habe, wenn man es so nennen kann, ist das es bei mir dennoch nicht so stark ist das ich z.b. meinen job nicht mehr machen könnte oder so, das ging komischerweise immer, es gibt halt gute und schlechte tage, ihr kennt das ja.
vor zehn jahren bin ich dann zum ersten mal zum arzt gegangen deswegen, wurde zu einen therapeuten überwiesen, haben es dann mit medikamenten versucht, weils eben nicht so stark ausgeprägt ist bei mir und es ging eigentlich gut vorran damit, die attaken waren gänzlich weg, ein ungutes gefühl war immer da wenn es hies einkaufen gehn oder so, aber irgendwann gings richtig gut......das nur kurz und knapp zu meiner vorgeschichte.

jetzt ist es aber so das sich die angst in den letzten 2-3 jahren wieder eingeschlichen hat und zwar war der auslöser eine beziehung die ich nie hätte eingehen dürfen. was als freundschaft plus anfing entwickelte sich zu einem höllentrip den ich so nie erahnen hätte können....

aber gut....jetzt ist mein dämon halt wieder da......aber irgendetwas hat sich verändert.

ich mein, es ist wieder das beklemmente gefühl da wenn ich zum einkaufen muss....oder wenn mich jemand fragt gehste da oder dort mit hin, du weisst es sind massig leute dort, der gedanke allein macht einem schon fertig, ihr kennt das. komischerweise hab ich jobmäßig nicht wirklich probleme und da hab ich viel mit menschen zu tun und so.
aber ich hatte deswegen keine panikattacken mehr. was in mir panikattacken auslöst ist der gedanke an......sagen wir mal, unendlichkeit......
z.b., ich glaube an die wiedergeburt, ich kann mir nicht vorstellen das, wenn man stirbt das es vorbei ist....was aber wenn auf einmal das ganze universum nicht mehr existiert? es keine erde mehr geben würde oder so, versteht ihr was ich meine? abends nach einem stressigen tag, kennt ihr das wenn ihr zuhause seid, es ist still und ihr habt dann diese ohrgeräusche? und ich denke mir, die gehen nie wieder weg...oder ich krieg einen tinitus, ein lautes pfeifen im ohr und es geht nie wieder weg......sowas löst in mir panik und angst aus.....was ich vorher nie hatte....etwas was ich nie wieder weg bekomme.....auch wenn ich mal in einem stau stehe, da isses auch ganz schlimm, wenn ich nicht weiss warum stau ist, wie lange es dauern wird, komm ich hier je wieder weg, was wenn ich nen notarzt brauch der kommt doch nie hier an.....

letzte woche ging es mir dreckig wie noch nie.....eine mischung aus angst, panik, liebeskummer, einsamkeit.....hab direkt wieder einen termin bei meiner hausärztin gemacht, sie hat sofort reagiert, meine medikamente sofort wieder verschrieben, ich bin so durch......
ich dachte mir, das wird nie wieder besser, keiner kann mir helfen, keiner intressiert sich für dich, ich geh jetzt in die offensive, die letzten freunde die ich noch habe wissen was los ist, jeder sagte mir, wenn was ist ruf an ich bin sofort bei dir.......aber was sollen sie tun......für mich sind alle irgendwie nur fremde die ich gar nicht kenne, ich war viel alleine und niemals einsam, heute fühle ich mich einsam obwohl ich nicht alleine bin, so schlimm wie es dieses mal ist war es in 44 jahren noch nie. es gibt in meiner jetzigen welt nur einen menschen der mir irgendwie trost geben könnte, der immer für mich da war, immer zurückgesteckt hat egal was war, immer zur stelle da war, mich in und auswendig kennt, dem ich nichts lange erklären musste.....aber gut, das ist jetzt wohl vorbei, nachdem was in den letzten jahren passiert ist, mich wundert nichts mehr......
wie gesagt, letzte woche war ich kurz vor einer heftigen panikattacke, weil alles auswegslos erschien und ich nie wieder anders fühlen würde, ich hab fast nichts gegessen oder getrunken, auser kaffee und kippen in massen bis ich einen so irren weg gefunden habe, die einzigste tür die mich erlösen könnte.....einschlafen und nicht mehr aufwachen....da war er, der ausweg......also keine seelischen schmerzen mehr, es gibt einen ausweg und ich fühlte mich besser......ich hatte noch nie ernsthaft solche gedanken und schon gar nicht machten sie mir ein gutes gefühl und wenns bei mir mal soweit ist, dann wirds echt zeit was zu tun.
nächste woche donnerstag hab ich meinen ersten termin beim therapeuten.....keine ahnung was mich erwartet, kein plan ob ich das noch schaffe, lassen die mich 2 wochen warten für den termin, die erste woche jetzt kommt mir wie ein monat vor, die zeit geht einfach nicht rum....meine hausärztin wollte mich ja krankschreiben, habs aber abgelehnt, das wäre noch härter, die zeit geht jetzt schon nicht rum, was soll ich zuhause. mir reichts wenn direkt nach dem aufwachen mein hirn direkt auf 100% wach ist und mich vollabert und das als morgenmuffel, da geh ich mir schon selbst auf den zeiger.....
ich weiss nicht obs an den tabletten liegt, ich weiss die brauchen mindestens 14 tagen bis sie anschlagen und vielleicht länger, aber ich bin schon etwas ruhiger geworden, manchmal schaff ich es auch mal für einen kleinen augenblick all meine gedanken zu kontrollieren, aber halt nicht lange, irgendetwas erinnert mich an vergangenes und zack, gehts wieder los, aber nicht mehr so schlimm wenn ich auch manchmal den tränen nahe bin.
wenn ich etwas positives aus der jetzigen situation ziehen sollte......ich hab in den letzten tagen sehr viel über mich erfahren, gelernt, entdeckt und mir ist einiges bewusst geworden....und ich verstehe einiges besser wie es mir geht und was ich habe, was vielleicht die ursache ist....aber die gedanken sind noch sehr verschoben und wirr, ich muss das alles erstmal irgendwie sortieren.

das solls fürs erste mal gewesen sein, danke fürs "zuhören" und sorry wenn alles ein bischen wirr erscheint, ich hoffe bald etwas klarer denken und schreiben zu können
Zitieren
#2
hallo kai!

willkommen in unserer gemeinde!
du bist nicht allein!! ich bin übrigens auch 44 und grad in einer krise dass es am rand des wahnsinns ist....

nehm seit dienstg medikamente und hab am montag den 1.therapeutentermin.
gestern ist es mir so schlecht gegangen und hab medikament umgestellt, ich hoffe es geht mir mit dem anderen besser.

schau dass du dich ablenken kannst so gut es geht bis zu deinem 1.termin und die medikamente werden sicher bald greifen!

wünsch dir alles liebe und kopf hoch es wird wieder,
hab mir gestern einen schönen stein gekauft, da ist ein schneckenhaus drauf, das wird mein begleiter in der schweren zeit.

kannsts gern nachlesen was ich schon hinter mir hab (es gibt schon einige beiträge von mir) .

ich hab das glück dass mich meine familie sehr stützt, meine große tochter (14) ist am nachmittag für mich da, mein sohn hält mich 
lebendig (7) und mein Lebensgefährte arbeitet daheim (selbständig) im keller (nur gestern war er grade nicht da wie es mir so mies ging)

fühl dich verstanden hier bei uns
glg
anita
Zitieren
#3
Herzlich willkommen Kai! Smile

Ich bin etwas jünger, aber ich hoffe ich kann dir trotzdem helfen! Wink

Viel Kraft und einen guten Austausch hier! 016
Prinzipiell erst mal durchdrehen! 021 
Zitieren
#4
hallo leute,
danke für eure nachrichten Smile 

habe mich schon etwas hier umgeschaut bevor ich mich angemeldet habe, hatte nach einem passenden forum gesucht um mich auszutauschen und endlich mal mit leuten zu reden die wissen wie es ist mit der angst zu leben. irgendwie sagte mir mein gefühl hier bin ich richtig, keine ahnung warum Shy 

@anita,
habe deine beiträge und auch die von anderen mitgliedern im vorfeld gelesen und vieles von dem was ich gelesen habe, hatte ich damals als es anfing auch durchgemacht, vielleicht nicht ganz so extrem wie bei dem ein oder anderem, aber ich habe einiges wiedererkannt.
es ist schön das deine familie hinter dir steht und dir hilft und sie verständnis haben, es tut immer gut wenn in einer solchen zeit jemand da ist auf den man sich verlassen kann Smile

@zeusli,
danke für den willkommensgruß, auch wenn du jünger bist als ich, wir sitzen alle im selben boot, mehr oder weniger, jeder hat zwar seine eigenen erfahrungen aber irgendwo sind sie doch bei jedem gleich, da ist das alter egal, ich nehme auch gerne ratschläge von jüngeren entgegen 016

ich hoffe wir haben alle die kraft die angst zu besiegen und irgendwann wieder so leben können wie es sein soll, angstfrei und glücklich Smile 


wie ist das eigentlich bei euch so gegangen, gab es einen auslöser für eure angst oder kamen die panikattacken auf einmal irgendwann und sind geblieben?
bei mir ist es so, das ich schon immer irgendwie angst hatte, kann mich noch daran erinnern das ich es als kind schon hatte, meistens nachts wenns ab ins bett ging, konnte nie schlafen, immer angst, hellwach, keine ahnung warum.....ich meine, ich hatte ein gutes zuhause, es ist mir nichts traumatisches passiert oder so, ich hab keine ahnung warum es immer so war.
war auch als kind schon mal beim arzt deswegen, hatte irgendwelche tropfen bekommen, keine ahnung mehr was es war, erinnere mich noch daran das es nach himbeere geschmeckt hatte, war wahrscheinlich himbeer saft, der placebo effekt half wohl, ich weiss es nicht mehr.
auslöser für meine PA war dann mit so 19 jahren, war im krankenhaus zu besuch, meine schwester hatte eine nasen op, erzählt natürlich genau was gemacht wurde und mir wurde schlecht, wollte raus an die frische luft und bin zusammen geklappt, ich kann nunmal kein blut sehen oder sowas hören.
ab da ging es dann bergab....mir wurde öfters schwindelig und so, dachte erst hätte kreislauf probleme.....bis halt irgendwann die erste panikattake kam, tja das wars dann......
hab dann vor ca zehn jahren meine erste therapie gemacht, habens erstmal mit medikamenten versucht, hatte eigentlich auch geklappt, nach ca einem jahr gings mir wieder richtig gut.
bis halt dann vor ca 3 oder 4 jahren....da hatte es sich wieder eingeschlichen, wurde mir jetzt aber erst später bewusst, das letzte halb-dreivierteljahr war dann so heftig das es wieder schlimm wurde...und vorletzte woche ging gar nichts mehr, also, fangen wir wieder von vorne an.

heute war wenigstens ein guter tag, was man halt so als gut bezeichnet, es gab zwar immer momente wo es anfing das es mir richtig mies ging, aber im großen und ganze hielt es sich in grenzen, im gegensatz zu letzter woche.
auf der heimfahrt von der arbeit wurde auf der autobahn der verkehr dichter, die geschwindigkeitsregelung wurde runtergesetzt was eigentlich auf einen drohenden stau schließen lies, normalerweise kommt da schon panik in mir auf und üble gedanken, fahr dann immer gleich die nächste abfahrt ab, ob stau oder nicht, nur dieses mal dacht ich mir, nö, jetzt bleibste drauf, egal was passiert......erste abfahrt dranvorbei gefahren, dann kamen die nächsten schilder mit 80kmh.....es kündigte sich eine leicht PA an, war am überlegen abzufahren, aber ich dachte mir....nö......drauf bleiben, egal......
bin dann auch drauf geblieben....kam mir seit langem mal wieder, wenn auch nur kurz "normal" vor weil nichts passierte.
der stau blieb zwar aus, aber ihr wisst wie gut der kleinste schritt vorwärts tut

das war es jetzt erstmal von mir, wie immer danke fürs "zuhören"
Zitieren
#5
Auch von mir Willkommen bei uns Angsthasen Smile 
Hoffe du kannst hier viel Unterstützung finden.
Das war doch heute ein Super Erfolg das du auf der Autobahn geblieben bist. Ich mag das auch gar  nicht wenn ein Stau auf der Autobahn ist und du bist drauf geblieben als es sich ankündigte. Also dickes Lob von mir . Belohnen nicht vergessen Wink
124
Zitieren
#6
(24.02.2017, 18:15)kai1612 schrieb: wie ist das eigentlich bei euch so gegangen, gab es einen auslöser für eure angst oder kamen die panikattacken auf einmal irgendwann und sind geblieben?

Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft schon sehr lange, man hat diesbezüglich sehr viele Studien gemacht. Es zeigt sich, dass Leute, die im Verlaufe des Lebens an einer Angst- oder Panikstörung erkranken, im Gehirn die Informationen anders verarbeiten. Die Sinnesempfindungen rutschen bei uns in der "Sortiermaschine" viel schneller in den Bereich von Not, Angst und Gefahr, als in den Bereich von Gelassenheit, Sicherheit und Zuversicht. Ein Stück weit ist unsere Krankheit daher "vorprogrammiert", es handelt sich nicht um ein rein psychisches Problem. Smile

Eine Angststörung kommt praktisch nie aus dem Nichts heraus. Häufig spielen negative oder beängstigende Ereignisse in der Vergangenheit eine Rolle, ein Todesfall oder ein anderer Schicksalsschlag, bis dann plötzlich ein Tropf das Fass zum Überlaufen bringt und eine krankhafte Angst ausbricht.

Ich war seit jeher ein eher ängstlicher Mensch. Der Schuss in den Bug kam bei mir mit 15, als ich wie du eine erste Panikattacke erlitt; da wars direkt um mich geschehen. Sad
Prinzipiell erst mal durchdrehen! 021 
Zitieren
#7
guten morgen an alle da draußen Smile 

@taube
danke für den willkommensgruß und dein lob, es ist schön das man verstanden wird und das es menschen gibt die wissen wie wichtig und aufbauend jedes kleine positive ereignis ist. 06

@zeusli
wie ich sehe hast du dich ausgiebig mit diesem thema beschäftigt und tust es wohl noch, ich bin grade dabei mehr darüber herauszufinden und mich intensiver mit dieser krankheit zu beschäftigen, und hier ist echt eine gute plattform, wenn man auch erstmal mit der allgemeinen flutwelle an informationen zurecht kommen muss.

was schonmal sehr hilfreich war, das wissen das es wohl auch an einem bestimmten mangel im körper liegen kann, das war mir noch nie bewusst und da kommen natürlich fragen in mir auf.....
vielleicht ist es ja gar nicht so sehr die psyche bei mir.....ich sags ganz ehrlich, ich wüsste jetzt kein prägendes ereignis in meinem leben das diese zustände in mir auslösen würde, also nichts schlimmes oder traumatisierendes.....und wenn ich so darüber nachdenke wie alles anfing......
ich meine ich war früher sehr aktiv, immer in bewegung, immer draußen ,es fing eigentlich so richtig damit an als ich meinen führerschein hatte und das erste auto, man wurde immer fauler, jeder schritt war zuviel, das übliche also Wink 

ich meine, ich bewege mich seitdem kaum noch sportlich, gesund lebe ich auch nicht wirklich....hm

es ergibt schon alles irgendwie einen sinn, ich denke auch das ich mit sicherheit große mängelerscheinungen im körper habe, werd mich auf jedenfall darauf untersuchen lassen, vielleicht liegt es ja schon im großen und ganzem daran.....will mich jetzt aber nicht so sehr dran klammern, umso größer ist dann die enttäuschung wenn dem nicht so sein sollte und es doch psychischer natur ist....aber auf jedenfall werd ich der sache nachgehen, bin echt gespannt.....
hab ja jetzt durch die tollen tage zwangsurlaub wegen rosenmontag und faschingsdienstag, das passt mir überhaupt nicht, keine ahnung wie ich diese 4 tage überstehen soll, würde lieber auf die arbeit gehen, die zeit vergeht so schon nicht.....mir kommt es noch wie eine ewigkeit vor, hab ja erst nächste woche donnerstag meinen ersten termin beim therapeuten, die zeit vergeht einfach nicht weil ich soviele fragen habe und mich soviele gedanken beschäftigen.....
ich hoffe nur das ich am montag oder dienstag nen termin bekomme, und ich die zeit nutzen kann mich durchchecken zu lassen.
Zitieren
#8
Ich glaube auch das ein Mangen mit Grund sein kann. Aber ich glaube nicht das das der Hauptgrund ist. Also bei mir jedenfalls nicht. Bei mir war es schnell klar, das ich den Tod meiner Eltern, die ziemlich schnell hintereinander gestorben sind der Grund waren. Ängstlich war ich eh schon immer.Und dann hat sich das in den Jahren danach immer mehr gesteigert. Und irgendwann kam der dolle Schwindel der mich zwang nur noch im Bett zu liegen und mich möglichst wenig zu bewegen. Also genau das falscheste war ich tun konnte. Aber da dachte ich auch noch ich hab ein Tumor im Kopf oder keine Ahnung was. MRT Termin und die Angst davor hat das ganze dann so doll verschlimmert das ich , nachdem andere körperliche Untersuchungen ok waren eine Therapie angefangen bin. Mittlerweile sehe ich das inzwischen nicht alles mehr so negativ mit der Angst. Sehe es eher als meinen persönlichen "Freund" der mich warnt wenn ich mal wieder in die falsche Richtung laufe. Smile
124
Zitieren
#9
hallo ihr lieben,

heute hab ich mal wieder ein bischen nen kopf um zu schreiben.

@taube:
ich denke auch das ein mangel nur mit ein grund sein kann und nicht DER hauptgrund ist, weil ich ja wie bereits erwähnt schon immer eher der ängstliche typ bin, mir war allerdings nie bewusst das auch körperliche mängel mitunter schuld an sowas sein könnte, alleine deswegen war es schon gut sich hier auszutauschen und beiträge von anderen leidensgenossen und genossinen zu lesen, hab mich nie wirklich damit auseinander gesetzt, warum auch immer.
bis ich allerdings meine angst als freund ansehen kann und es nicht mehr als negativ empfinde, ist glaub ich noch ein weiter weg.aber zu sehen wie teilweise "locker" einige damit umgehen, macht mir mut und ich spüre schon, es gibt einen ausweg, dafür danke ich allen hier.

nun mal ein kleines update zu meiner derzeitigen situation, die tabletten die ich grade nehme scheinen so langsam anzuschlagen, wenn ich sie auch noch keine 14 tage nehme, ich spüre weder nebenwirkungen noch sonst was negatives, eher das es mir von tag zu tag etwas besser geht, was ich vor knapp 2 wochen als unmöglich ansehen konnte, das war echt in der ganzen zeit das schlimmste gefühlschaos meines lebens gewesen und da will ich nie wieder hin.
es gibt zwar immer noch auf und ab`s, aber sie werden weniger und kontrollieren mich nicht mehr so sehr. was allerdings noch geblieben ist, das ich sehr schnell aggresiv werde, bis vor 3-4 jahren konnte mich nichts aus der ruhe bringen, aber ich fahre sehr schnell aus der haut, wenn es jemand übertreibt in einem streitgespräch habe ich echt mühe mich zu kontrollieren, aber ich habe und würde niemals jemandem was antun, um gottes willen, aber eigentlich kenne ich mich so gar nicht, keine ahnung ob es was mit den angstzuständen zu tun hat, vielleicht zuviel in mich reingefressen und nie wirklich darüber gesprochen oder was auch immer....ich weiss auch nicht ob es schlimmer geworden ist, ich könnt zwar recht schnell austiken, aber es beruhigt sich auch wieder sehr schnell. das macht mir ein wenig zu schaffen. mal schauen ob mir mein therapeut da mehr darüber sagen kann.

heute hab ich dann meine mutter zum zahnarzt gefahren, war ganz gechillt, normal war es ja immer so, oh gott ich muss wohin, hoffentlich ist das wartezimmer nicht so voll, hoffentlich gehts schnell etc.pp. kennt ihr ja.....
wartezimmer war gerammelt voll, bin ohne überlegen rein, hab mir den unangenehmsten platz genommen und alles war gut. hoffe der zustand bleibt so und wird besser, hab sogar an dinge gedacht und bewusst wahrgenommen, die mir sonst unbehagen bereiten würden, aber ich war ganz locker und entspannt, kein anflug einer panik, liegt bestimmt an den tabletten, aber es tat gut sich mal wieder normal zu fühlen. geniese da jeden augenblick weil in einer sekunde könnte es schon wieder vorbei sein und ne neue PA aufkommen.

aber trotz aller fortschritte kann ich mich nicht so sehr drüber freuen, weil ich nicht weiss was als nächstes kommt, was noch tief in mir schlummert was ich vielleicht verdränge und was mich vielleicht wieder zurück werfen wird, ob ich vielleicht an etwas klammere das mir helfen soll und sich dann vielleicht als "nicht hilfreich" erweisen wird, das ist wie wenn du ne vorschau von nem neuem film siehst, denkst, boah den muss ich sehen der wird super und dann siehste ihn und das beste war die vorschau der rest ein megaflop, versteht ihr was ich meine?

nun gut, ich muss jetzt erstmal einen termin machen bei meiner hausärztin, den heutigen und morgigen freien tag hinter mich bringen, dann ist schon wieder mittwoch und ich kann zur arbeit und am donnerstag ist dann endlich mein termin beim therapeuten, das waren so lange tage gewesen, hoffe ich krieg die letzten 3 auch noch rum.

also bis bald dann, lg kai 124
Zitieren
#10
hallo ihr lieben,

heute gibts mal wieder ein neues update....
gestern hatte ich termin beim therapeuten, den ersten nach zehn jahren wieder.....
bin ein bischen zwiegespalten zur zeit, klar, war ja erstmal wieder vorstellung, passiert eh nicht viel,
dennoch weiss ich nicht wirklich ob er mir großartig helfen kann.
ich mein, gut, die tabletten wirken echt gut, im moment bin ich "angsfrei" und PA hatte ich bisher gar keine,
irgendwie merke ich zwar ab und zu da will was raus, aber ich weiss nicht was es ist oder ob eine PA durch die tabletten nur abgeblockt wird.
aber da sind ja auch noch andere dinge die mich bechäftigen, will nicht das das noch eine depression wird, keine ahnung ob ich mir jetzt direkt einen neuen therapeuten suchen soll, ich weiss ja nicht mal zu welchem ich gehen sollte weil ich gar nicht weiss was tief in mir noch schlummert, nur ist er irgendwie nicht wirklich auf die nebensachen drauf eingegangen hab ich so das gefühl. nächster termin hab ich erst in 3 wochen wieder, keine ahnung ob ich solange warten soll, nehme die tabletten jetzt erst 2 wochen, keine ahnung ob ich noch durchhalten soll oder was auch immer.
die woche über gings mir zwar recht gut, aber an manchen tagen, so wie heute ist wieder ein durcheinander in meiner gefühlswelt und ich weiss dann nicht wohin.
habs auch noch nicht geschafft einen termin bei meiner hausärztin zu machen zwecks blutwerte durchchecken lassen, ich müsste nur das telefon in die hand nehmen, anrufen und nen termin machen. ich krieg das nicht gebacken.
manchmal kommt mir das alles so sinnlos vor, da hab ich keine lust mehr auf alles, ist echt schlimm und ich hoffe ich halte noch durch.
ist irgendwie, ein problem im griff, drei neue kommen und es geht nichts wirklich vorwärts.

naja, mal schauen was noch so passiert, wenn jemand nen tipp zwecks was ich in sachen therapeuten machen könnte hat, immer raus damit.

bis bald dann mal, lg kai
Zitieren
#11
hallo kai!

schön wieder einmal von dir zu hören! 
also was therapie betrifft: ich finde einen abstand von 3 wochen sowieso zu kurz! hat das der therapeut vorgschlagen?
ich würde auf ein engmaschigeres treffen bestehen - und nach 1 mal kann man nicht so viel sagen, außer ob er dir sympatisch ist oder nicht.

ich hab morgen meine 1.stunde und bin schon sehr gespannt wie es werden wird.

und was arzt betrifft: ich hab es auch geschafft und hab total viel angst vor ärzten, bekomme immer schlimme symptome, wirklich.
und wenn ICH das schaffe, schafftst du das auch, glaub mir!!

bei mir war alles in ordnung und ich bin jetzt soooo froh daß ich war!

wünsch dir eine gute zeit - und das gefühlschaos kann auch von den tabletten kommen.
aber schön daß sie dir helfen, freut mich!


alles liebe
anita
Zitieren
#12
guten morgen zusammen,

@anita
danke für deine nachricht, was den therapeuten angeht, ja da steck ich jetzt in einer zwickmühle......
momentan weiss ich gar nich wie ich mich ausdrücken soll, es ist grad alles so verworren das ich gar nicht weiss wo und wie ich anfangen soll!
kommen ja täglich mehr baustellen auf und einiges überwiegt so sehr das ich meine ängste und panik gar nicht mehr wahr nehme.
und das geht schon solange das ich mich frage, wann nimmt das mal ein ende, kann ja nicht sein das ich einen schritt vormache und 3 wieder zurück falle.
das gefühlschaos kommt definitiv nicht von den tabletten, glaube die sind das einzigste was mich noch am leben hält. irgendwie......
vielleicht ist es ganz gut das es noch ein bischen dauert bis ich meinen nächsten termin habe, vielleicht sind dann meine gedankengänge etwas geordneter und ist für mich dann hilfreicher, im notfall denke ich das sich kurzfristig ein termin woanders oder beim therapeuten selbst machen lässt, solange es irgendwie aushaltbar ist steh ich das irgendwie durch.

was den arzt betrifft, ich hab keine angst davor hinzugehen, auch nicht vor dem ergebnis, will schon wissen ob da was ist und ob es was damit zu tun hat, nur schaff ich es einfach nicht den hörer in die hand zu nehmen und anzurufen, fühlt sich für mich wie schwerstarbeit an auf die ich keine lust habe und verschiebe es auf morgen sozusagen....aber das ist ja nicht nur wenn es darum geht einen termin zu machen, das ist auch bei den einfachsten täglichen dingen so, weiss dann nicht wo ich anfangen soll und dann wird mir das einfach zuviel.
und täglich wirft mich etwas aus der bahn was das ganze nur noch verschlimmert, ein teufelskreis also.
gedult war eben nie so meine stärke....mal sehen was die nächsten tage noch so passiert
Zitieren
#13
Hallo ihr lieben, 

Wird mal wieder zeit für einen kleinen zwischenstand..... 

Die Angst  und PA bleibt bisher weiter aus, werd aber langsam mal anfangen mich auszutesten, um zu sehen wie gut es wirklich gerworden ist. Leider hab ich nocj das Problem das ich mich zu nichts aufraffen kann, weiss noch nicht an was es liegt, ich habe soviel pläne und dinge im kopf die ich verwirklichen möchte, aber der innere schweinehund steht mir im weg. 
Mir gehen auch noch soviele üble gedanken durch den kopf vorallem wenn ich daran denke was noch auf mich zukommt und damit meine ich nicht Therapie und so, sondern andere Termine die noch vor mir liegen und die nicht wirklich schöner natur sind. Hoffe das ich bis ende april gut stabil bin, könnte sonst in einer Katastrophe enden. 
Aber wenigstens hab ich es endlich geschafft einen Termin bei meiner Hausärztin zu machen, morgen um 17:30,wenigstens einen wichtigen punkt in meiner to do liste denn ich abhaken kann. 
Da bin ich mal gespannt was dabei raus kommt, werde wieder berichten sobald es was neues gibt. 

Bis dahin, noch einen schönen Tag euch allen
Zitieren
#14
Hallo Kai,
ich weiß auch nur zu gut wie Du Dich fühlst..... mir ging es über ein Jahr wirklich gut soweit und ich nahm nur noch 10 mg AD..... Ende 2016 ging es leicht bergab und die Dosis wurde auf 20 mg erhöht. Es lief soweit, aber Ende Februar bekam ich auf der Arbeit solche Panik, das ich erstmal zum Arzt bin. Er meinte es würde Sinn machen die Dosis für ein paar Wochen auf 30 mg zu erhöhen. Gesagt, getan - aber ich stand völlig neben mir und die Symptome wurden schlimmer. Am Montag bin ich dann zu dem Vertretungsarzt, der sagte das ich da wohl leider durch müsste bis der Körper sich daran gewöhnt hat und schrieb mich bis heute krank.
Nun muss ich heute um 16 h nochmal zu meinem Arzt und seit gestern sind meine Angstgefühle wieder laufend da. Hab Angst das Autofahren nicht zu schaffen. Hier zuhause kann ich mich nicht zu der kleinsten Kleinigkeit aufraffen und mach mir Gedanken, ob es jemals wieder besser wird :-(

Was nimmst Du jetzt genau ?

Grüße,
Jeannie
Zitieren
#15
hallo jeannie,

tut mir leid das es dir wieder schlechter geht, was hat der arzt heute gesagt?
vielleicht ist die dosis zu hoch weil die symptome schlimmer geworden sind, oder der körper mus sich wirklich erst daran gewöhnen, ich kenn mich da nicht so aus damit Kratz 

ich bekomme zur zeit Moclobemid, 2x 150mg täglich, eine morgens und eine mittags, hab keine nebenwirkungen und merke schon wie es mir tag für tag besser geht. die hatte ich damals auch schon bekommen und halfen mir da auch sehr gut.

warum ich mich zu nichts aufraffen kann, weiss ich zwar immer noch nicht, vielleicht ist es burnout, vielleicht nagt das letzte jahr an mir, vielleicht der zu geringe schlaf, kein plan.
vielleicht liegt es auch an was organischen, aber das bin ich ja gerade dabei abzuklären.
ob es jemals besser wird, darüber denk ich nicht nach, ich geh einfach davon aus das es besser wird irgendwann, vielleicht nehm ich es auch nur hin wie es ist, irgendwie bin ich es leid zur zeit darüber nachzudenken oder zu müde dafür oder die tabletten bewirken langsam ein LMAA gefühl in mir.
ja, meine stimmungsschwankunken haben es zur zeit in sich, aber bis jetzt gehts trotzdem irgendwie bergauf.
also kämpfe ich mich weiter dadurch und übe mich weiterhin in gedult. Wink
Zitieren
#16
hallo zusammen, 
wieder mal ein sehr kleines update.......
heute war ich bei meiner hausärztin, hab ihr gesagt das ich gerne auf vitamin- nährstoffmängel, schilddrüse untersucht werden möchte, wurde darüber belehrt das die krankenkasse das nicht zahlt, ich hab sie darüber belehrt das es mir egal ist.
donnerstag, spätestens freitag hab ich hoffentlich die ergebnisse.....
schilddrüse wurde schon untersucht bei mir, letztes jahr, wusst ich gar nicht, weiss noch das mir schon öfters blut abgenommen wurde, aber so wirklich was untersucht wurde, wusste ich nie, aber schilddrüse war dabei, läuft 016
hab heut ausnahmsweise gute laune, ich genieße sie, man weiss ja nie wie lange sie bleibt, in diesem sinne, bis bald  Shy
Zitieren
#17
hallo zusammen Shy 

heute hab ich das ergebnis meiner blutuntersuchung gesagt bekommen, zwar noch keine genauen werte, aber was rauskam wenigstens.
soweit ist alles im grünen bereich, bis auf das mein vitman D und die folsäure viel zu niedrig sind.
nachdem ich mal geschaut habe was folsäure mangel ausmachen kann, jep, erklärt einiges......ich glaub bis auf schlaganfall hab ich alles was dieser mangel bewirken kann. ist eine erklärung meines derzeitigen befindens, obs was mit meiner sozial phobie zu tun hat weiss ich nicht und glaub ich auch nicht, aber alles andere was so neu war und ich vorher nie kannte denke ich liegt wohl daran.
ich hab ja nie besonders gesund gelebt und ich hätte auch niemals im leben gedacht was so ein vitaminmangel auslösen kann, erst dadurch das ich mich hier angemeldet habe bin ich darauf gestoßen, danke ans forum, danke an euch alle die ihren beitrag hier leisten und offen darüber sprechen und ihre erfahrungen hier mitteilen, ohne euch wüsste ich nicht wo ich jetzt wäre. 033


jetzt hoffe ich das es wirkich daran liegt und ich darauf aufbauen kann und "nur noch" gegen meinen alten widersacher der angst ankämpfen muss, ich bin so froh das ich diese untersuchung gemacht habe und etwas gefunden wurde was meine depressive phase und noch mehr erklärt, weil ich sowas noch nie hatte und auch alle anderen symptome nicht. jetzt kanns in der hinsicht ja nur noch aufwärts gehen, hoffen wir mal das beste  016
Zitieren
#18
Freut mich, dass wir helfen konnten Smile

Ja, Mängel machen sehr viel.
Ich zB bin hochsensibel und bei heftigen Mängeln, bekomm ich auch en Sozialphobie.

Kleine Info: der Tagesbedarf an Vitamin D eines Erwachsenen liegt bei 7.000 IE.
Um deinen Mangel zu beheben, braucht es also mind. 10.000 IE pro Tag.
Und gutes Magnesium, zB Magnesiumcitrat, weil Vitamin D es sonst aus den Knochen zieht und das mach Muskelschmerzen
Zitieren
#19
Guten morgen  Smile
Wie gesagt, hab noch keine genauen werte, werd die nächste Woche nochmal mit meiner Ärztin sprechen, warte ja noch auf einen laborwert der erst nächste Woche kommen wird, dann geht das alles in einem Wink

Bin erstmal einfach nur froh das was gefunden wurde. 
Wie lange  wird das dann ungefähr dauern bis die besserung einsetzt, geht das relativ zügig oder dauert es ne weile? Und kann so ein vitamin mangel über jahre schon sein oder merkt man sowas frühzeitig? Kenn mich damit absolut nicht aus.! Es erklärt nur vieles wenn ich darüber nachdenke.....
Zitieren
#20
hallo kai! 

es freut mich daß es bei dir aufwärts geht!!
es ist schon ein großer schritt, blutbild zu machen und mal zu schauen,was da ev.
nicht stimmen könnte.

alles gute!
glg
anita
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Körperempfinden beenträchtigt mein Leben :( Patrick1984 3 600 22.01.2017, 09:46
Letzter Beitrag: Kerry
  Die Angst soll nicht mein Leben bestimmen natini 22 2.898 18.11.2015, 13:05
Letzter Beitrag: milkyb82
  neu hier mit Panik atacken und angst um mein leben teddy 2 888 18.10.2015, 09:25
Letzter Beitrag: teddy
  Angst bestimmt mein leben nikki89 1 876 28.03.2015, 05:38
Letzter Beitrag: Karin
  Hallo zusammen - GZSZ im echten Leben. Cunny 5 1.343 06.02.2015, 09:18
Letzter Beitrag: Rena