Wieder schlechter geworden :-(
#21
Hallo Henne,

ich würde das mal ganz langsam auf mich zukommen lassen und das positiv sehen, dass ihr verliebt seid.. Der neue Mann ist ja eine andere Person und warum soll das wieder schief laufen, wie deine alte Beziehung? War um auch schon über eine Trennung nachdenken, wenn ihr noch nicht mal zusammen seid?
Versuch einfach mal glücklich im Jetzt zu sein ohne darüber nachzudenken, was in Zukunft sein könnte.
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#22
Genau das ist leider mein Problem, dass ich mir immer Horrorszenarien in meinem Kopf ausmale. Ich möchte es schon auch langsam auf mich zukommen lassen, aber aufmerksam sein.

Da kommen einfach wieder so viele negative Erinnerungen wieder hoch...und ich hab das Gefühl, dass ich das noch gar nicht richtig begriffen habe, dass er ein anderer Mensch ist und nicht mein Exfreund.

Das ist eben genau das, was ich lernen muss: Im Hier und Jetzt zu leben...
Gib niemals auf. Die schönsten Dinge passieren dann, wenn du es am wenigsten erwartest.
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#23
Genau das ist ja eine ganz andere Person. Lass es langsam auf dich zukommen. Das ist ja sowieso nicht verkehrt. Aber dein Satz das du dir das nicht verzeihen würdest wenn der Mann sich was antun würde , ist nicht gut und richtig. Er ist für sein Leben verantwortlich. Nicht du bist dann dafür verantwortlich. Ich weiß es ist leicht gesagt. Aber ich hab die Einstellung das jeder für sich selber verantwortlich ist, und ich mich nicht  für andere verbiegen muss oder ich von anderen abhängig machen kann. Weißt du wie ich das meine?
Natürlich du hast eine ganze Menge Mist erlebt und ich glaub ,wie ich das schon mal glauch ich geschrieben habe, hast du das noch nicht richtig verarbeitet. Vielleicht hast du jetzt mit dem neuen Mann die Chance, das alte wirklich hinter dir zu lassen und damit abzuschließen. Und im hier und jetzt leben ist total super. Das ist oft schwer das finde ich auch. Aber wir üben ja auch noch Wink
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#24
Du hast schon Recht, alle haben mir gesagt, dass es nicht meine Schuld war, dass mein Exfreund sich umbringen wollte. Trotzdem fühlte ich mich so schäbig und schuldig. Aber das stimmt schon, dass jeder selber für sein Leben verantwortlich ist.

Ich habe immer sofort Mitleid mit jedem und gebe mir die Schuld, wenn es anderen schlecht geht.

Aber versuchen kann man es ja wenigstens. Ich denke, ich muss das Beste daraus machen und auch Enttäuschungen gehören nun mal zum Lebend dazu...
Gib niemals auf. Die schönsten Dinge passieren dann, wenn du es am wenigsten erwartest.
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#25
Huhu,

ich geben den anderen recht, du darfst nicht von deinem Ex-Freund auf andere schließen.
Natürlich hat sich das bei dir schwer in den Kopf gebrannt, aber setz dich nicht so unter Druck, das braucht Zeit.
Und jetzt schon in negativen Zukunftsgedanken zu hängen, macht dir nur noch mehr Gedanken, dabei kannst du nicht hellsehen.

Als ich meinen Freund vor 8 Jahren kennenlernten, musste ich auch erstmal ihn kennenlernen. Natürlich vergleicht man dann anfangs mit dem bekannten.
Und das oft nicht gerade positiv, dennoch, wenn du ihn magst, dann sieh nicht deinen Ex ist ihm, denn das ist er nicht.
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#26
Ja, ihr habt schon recht...
Ich hatte auch immer das Ge)fühl, dass mein Exfreund immer nur seiner Krankheit die Schuld gegeben hat, dass er eben so ist wie er ist. Aber meiner Meinung nach lag das nicht an der Krankheit (zumindest nicht nur), sondern hauptsächlich an seinem miesen Charakter. Ich bin mir sicher, ohne seine Erkrankung wäre das alles auch nicht viel besser gelaufen.

Es ist schon unfair, in dem Neuen jetzt wieder meinen Exfreund zu sehen und das versuche ich gerade zu ändern. Es ist zwar nicht einfach aber ich möchte es versuchen, denn es sind ja zwei völlig unterschiedliche Menschen.

Ich möchte dem Ganzen eine Chance geben und abwarten, was die Zukunft bringt.
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#27
Hallo,

ich bins mal wieder. Zur Zeit geht es mir leider nicht besonders gut, ich bin absolut nicht stabil und bei mir läuft einfach nichts richtig. Vor einigen Wochen habe ich von meiner Psychiaterin eine Schockdiagnose bekommen: Paranoide Schizophrenie. Sie hat mir dann auch noch gesagt, dass sie sich das schon letzten Sommer gedacht hat, als sie mich zum 1. Mal sah und das ich das so wie es aussieht, schon seit einigen Jahren habe. Leider durchlebe ich diese Krankheit momentan im vollen Programm: Stimmen hören, Geräusche hören, Verfolgungsängste, Wahrnehmungsstörungen, Paranoia usw... (alles was dazu gehört).

Es geht mir aber nicht wegen der Diagnose im Moment nicht gut, den genauen Grund kann ich auch nicht sagen. Ich habe absolut keinen Antrieb, keine Tagesstruktur, ständige Angstzustände, bin völlig kraftlos und momentan machen mir die Wahrnehmungsstörungen am meisten zu schaffen...

Seit ca. 3-4 Wochen darf ich nur noch in Teilzeit in die Arbeitsmaßnahme gehen (die ich hier schon öfter erwähnt habe) und mir ist dort alles zu viel...Das ständige am PC sitzen macht mich kaputt. Ich gehe täglich panisch dorthin, quäle mich aus dem Bett und bin danach völlig erschöpft. Am Freitag Mittag kann ich dann endlich entspannen und abschalten, aber schon Samstag Nachmittag kommen wieder diese Ängste und ich fühle mich furchtbar, weil ja bald wieder Montag ist. Dabei wollen mir die Leute in der Maßnahme ja nur helfen.

Ich möchte so gern wieder Stabilität im Alltag haben, aber wie soll ich das machen? Diese ständigen Ängste sind so schwer zum aushalten...


:-(
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#28
Das tut mir leid das es dir nicht gut geht. Hast du mit der Arbeitsmaßnahme dort mal drüber gesprochen? Vielleicht können dir da irgendwie helfen?
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#29
Ja, meine Bezugsperson weiß bescheid, aber die hat nur Interesse daran, dass ich so schnell wie möglich wieder in Volllzeit in der Maßnahme bleiben kann. Wie soll ich das denn schaffen, wenn für mich Zähne putzen schon anstrengend ist?

Ich habe am Dienstag einen Termin beim Psychologen und hoffe, dass er mir weiterhelfen kann.
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#30
Hallo,

mir sollte es eigl. gut gehen und ich sollte zufrieden sein, doch irgendwie kann ich das nicht so richtig, was mich wirklich traurig macht.
Ich bin bald fertig mit meiner beruflichen Rehamaßnahme, von der ich öfter hier berichtet habe und werde bald anfangen, in einer Werkstatt für psychisch Kranke zu arbeiten.

In dieser Werkstatt gibt es verschiedene Abteilungen (Montage, Büro, Bücher übers Internet verkaufen uvm.). Habe dort auch vor Kurzem ein Praktikum gemacht und wirklich sehr nette Leute kennengelernt. Es hat mir gut gefallen und endlich habe ich eine Arbeit, wo ich nicht täglich Angst haben muss, hinzugehen.

Dennoch geht es mir nicht so gut. Meine Stimmung schwankt jeden Tag, morgens nach dem Aufstehen geht es mir gut, zwei Stunden später schlecht.

Hinzu kommt, dass ich seit einiger Zeit etwas Seltsames entwickelt habe: ich rede mir dauernd ein, dass ich mir nichts gönnen darf. Am Montag habe ich angefangen zu putzen und Hausarbeit zu machen und allem Anschein nach übertreibe ich maßlos. Ich gehe wenig raus, da ich denke, ich soll mich nicht vergnügen, sondern etw. leisten. Ich gehe auch keinen Kaffee irgendwo trinken, denn ich sollte lieber Hausarbeit erledigen. So geht das die ganze Zeit. Ich war letzte Woche paar Tage im Wellnessurlaub und musste fast die ganze Zeit an die Hausarbeit denken.

Ich finde ständig irgendwas, was es in der Wohnung zu tun gibt und erlaube mir so gut wie gar nichts mehr. Ich denke immer, dass ich es nur verdient habe, glücklich zu sein, wenn ich etw. leiste und fleißig bin. Aber das ist doch kein Leben mehr...oder?

LG
Henne92
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#31
Hallo Henne,

glücklich sein hat doch nichts damit zu tun, das man fleißig ist.
Ist erster Linie geht es darum, dass man sich an dem erfreut, was man hat.

Klar findet man in der Wohnung immer was zu tun.
Ich bin vor 3 Wochen umgezogen und es sind noch 6 Kisten auszupacken.
Aber aktuell habe ich kein Geld noch weitere um passende Möbel zu kaufen.

Und wenn du schreibst, du gönnst dir nix, weil deine Gedanken meinen, du bist zu faul, dann liegt das Problem in deinem Selbstbewusstsein.
Das ist aktuell anscheinend nicht existent. Ich kenne das sehr gut, da ich früher mit Angst genauso war.

Irgendwann bin ich nirgends mehr hin, weil ich dachte, nichts davon verdient zu haben.
Da kann ich nur raten, dir Kleinigkeiten zu gönnen. Nicht sofort der Kaffee in der Stadt, sondern am Abend mal dein Lieblingsessen oder eine neue Pflanze.
Irgendwas kleines, um dir zu zeigen "ich bin es mir wert".

Es wäre gut wieder ein Gleichgewicht zu finden.
Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit, der Körper braucht auch mal Ruhephasen.
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#32
Ja, das stimmt schon, mein Therapeut hat mir auch die Aufgabe gegeben, mir tägl. eine Kleinigkeit zu gönnen und momentan versuche ich auch, ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Erholung zu finden.

Leider habe ich seit einigen Wochen wieder mit schlimmen Angstzuständen zu kämpfen. Ich habe seit einiger Zeit von meiner Psychiaterin Aripiprazol bekommen. Das hat mir sehr gut geholfen gegen die Stimmungsschwankungen und ich hatte auch mehr Antrieb, aber die Tabletten haben mich leider extrem unruhig gemacht, sodass ich sie wieder absetzen musste.

Seit ein paar Tagen nehme ich jetzt Citalopram. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Medikament?
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#33
Hallo, ich melde mich nach einiger Zeit wieder zurück.
Seit dem 1. Juni arbeite ich jetzt in der Werkstatt für psychisch kranke Menschen und mir tut die Arbeit dort sehr gut. Leider musste ich aber feststellen, dass ich 6 Std. tägliches Arbeiten noch nicht gewohnt bin.
 
Jedes Mal, wenn ich nach Hause komme, geht gar nichts mehr; keinerlei Antrieb. Ich würde mich nach der Arbeit am liebsten nur noch ins Bett legen und da den Rest des Tages bleiben. Mir ist alles zu viel: ich gehe zur Zeit leider nicht regelmäßig Sport machen, bin überfordert von meinem Wochenplan, Hausarbeit geht gar nicht. Ich mache meistens nichts, außer depressiv im Bett zu liegen. Mir ist wieder jede Kleinigkeit zu viel (duschen, Zähne putzen...).

Ich weiß, ich sollte mich mehr zusammenreißen; das mach ich im Moment kein bisschen.

Hinzu kommt auch noch, dass mein Freund und ich seit einigen Wochen eine Fernbeziehung haben. Er macht drei Monate ein Praktikum in einer Stadt, die ca. 70-80 km entfernt ist. Wenn sie ihn übernehmen, wrid er dort bleiben. Wir sehen uns nicht mehr jedes Wochenende. Ich habe einfach Angst, dass er mich vergisst oder jemand anderen kennenlernt. Wir sind jetzt ein halbes Jahr zusammen, doch es gibt nicht nur positive Seiten. Er nimmt ein Neuroleptikum (Clozapin) und er schläft so wahnsinnig viel. Z. B. geht er um 10 Uhr abends ins Bett und steht erst um 1 Uhr mittags auf. Danach legt er sich oft wieder hin, wenn er sein "Frühstück" gegessen hat, oder soll ich sagen Mittagessen...

Es zieht mich total runter, weil wir uns eh kaum sehen. Habe deswegen schon oft geweint. Was kann ich denn tun, damit er nicht mehr so viel schläft?

Was macht ihr gegen diese Antrieblosikeit und Müdigkeit?
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