Todesängste, Grübelzwang, Depressionen - Hoffnungslos!
#1
Hallo, 

Ich bin neu hier und hoffe mal, dass es hier gleichgesinnte gibt. Ich bin so verzweifelt und möchte euch meine Geschichte schildern. Zu meiner Person: ich bin 20 Jahre alt, arbeitslos und leide seit ungefähr etwas mehr wie einem Monat an einer Akuten Angststörung und teilweise dazukommende Depressionen. 

Wo das herkommt, keine Ahnung. Es fing von den einen auf den anderen Moment mit einer Panikattacke an. Dann hatte ich ungefähr eine Woche immer wieder unerwartete Panikattacken die äußerten sich durch Übelkeit/Übergeben, Schwindel, Zittern am ganzen Körper, schneller Herzschlag etc. aus. Da die Attacken immer plötzlich auftraten fing ich an mich zu verkriechen, nichtmehr unter Menschen zu wollen etc. 

Dadurch kamen dann denke ich mal die Angstzustände. Die haben sich kräftig gesteigert über die Wochen. Panikattacken hatte ich nur 4-5 mal in der ersten Woche seither keine mehr gehabt. Habe aber eine dauerangst bekommen. Anfangs dachte ich immer ich hätte irgendeine Krankheit, mit mir stimmt was nicht etc. Doch als ich mich mehr mit dem Thema beschäftigte merkte ich, dass das nur meine Psyche ist. Dann lies das ein wenig nach doch ich rutschte dann richtig rein. Ich entwickelte einen extremen Grübelzwang (bin vom charakter im normalfall schon etwas ängstlich und mache mir oft sorgen um freunde familie usw.) Dieses Grübeln war so vielseitig und ich dachte zwischenzeitlich, dass ich verrückt werde und den Verstand verliere. Ich steigere mich total in alles rein und verliere dann fast den Bezug zur Realität. Dieses Problem habe ich immernoch. Ich denke sehr viel über den Tod nach, habe extreme Angst davor zu sterben oder dass Menschen, die mir wichtig sind, mich verlassen. Ich stelle mir auch oft die Frage warum alles so ist wie es ist. Einfach Sachen über die sich ein Normaler Mensch keine Gedanken macht und wenn, dann zumindest nicht so intensiv.

Dadurch hat sich dann zusätzlich noch eine Depression entwickelt. Wie schwer sie ist, keine Ahnung. Das weicht ständig ab. Es gibt Tage da sehe ich keinen Sinn in garnichts, verspüre eine totale innerliche Leere und an anderen bin ich zuversichtlich und hoffnungsvoll das alles wieder gut wird. 

Nunja, jedenfalls habe ich mich ständig gewehrt in therapie zu gehen oder ins KH. weil ich freundinnen habe die im KH waren und meinten, dass sie da erst richtig reingerutscht sind und den tag nurnoch mit beruhigungsmitteln überstanden haben. Ich sehe das nur als aller aller letzte Möglichkeit.

Mittlerweile nehme ich seit 6 Tagen Escitalopram (10mg) jeden morgen wenn ich aufstehe eine Tablette. Ich habe totale Angst wegen den Nebenwirkungen gehabt, habe aber keinen Ausweg mehr gesehen und somit trotzdem angefangen. Ich fühle mich mit diesen Tabletten nicht wohl. Am meisten machen mir meine Schlafstörungen zu schaffen. Ich bin ständig erschöpft fühle mich nicht wie 20 sondern wie eine 80 jährige. Komme nur ganz schwer aus dem Bett, kann mich zu nichts aufraffen. Meine Hände Zittern ab und zu von den Nebenwirkungen. Und auch so fällt mir allgemein öfters irgendwas Komisches an meinem Körper auf. Sei es die Atmung, mein Herzschlag, Motorik etc. Mein Tagesablauf sieht eigentlich immer so aus: 9:45 Tablette nehmen, etwas essen (nur wenn ich kann, esse am ganzen tag fast garnichts, obwohl ich hunger habe habe ich 0% appetit.), im bett liegen und mich mit meinem handy beschäftigen/ablenken. 

Ich weiß, dass man jetzt sagen wird dass ich doch spazieren soll oder mich anders, aktiver beschäftigen soll aber ich kriege es einfach nicht hin! Gestern habe ich einen kleinen Spaziergang mit meiner Mama gemacht und war währenddessen und danach total angestrengt und wollte nur nach Hause. 

Es macht mir so sehr zu schaffen! Ich war immer so ein postivier Mensch, habe jede Sekunde meines Lebens ausgekostet, habe eine Ausbildung zur Friseurin angefangen und musste sie durch diese blöde Krankheit kurz vor der Abschlussprüfung im 3 Lehrjahr abbrechen! Da alle mir gesagt haben Arbeit lenkt ab, habe ich mich mit Mut und Not bei einem Betrieb beworben und habe zu meinem Erstaunen sogar einen Probetag überstanden. Aber es war die absolute Hölle für mich. Ich konnte meine Arbeit nicht so machen wie ich es gewohnt war, und war nicht aufnahmefähig wie sonst. Und bin dann danach einfach nichtmehr hin. Der Chef muss sich ja sonst was denken. 

Ich komme so nicht mehr klar. Gibt es Hoffnung? Ich rede mir immer ein das ich da nie wieder rauskomme und niemals mein Leben auf die Reihe kriege. Das ich nichtmehr Arbeiten kann und keine Beziehung führen kann oder eine Familie gründen. Dann irgendwann meine Eltern verliere und ganz alleine bin. Es macht mich so fertig. Ich war früher so anders und möchte wieder so sein. 

Hat jemand Erfahrungen mit der Art von Ängsten? Wie geht ihr damit um? Was sagt ihr zu der Tabletteneinnahme? Denkt ihr es wird bald eine besserung eintreten? Ich weis nicht was ich machen soll wenn die Tabletten nicht wirken 😕. 

Liebe Leute, ich bedanke mich schon einmal falls irgendjemand hier diesen Text liest und mir antwortet. Es würde mir sehr helfen.

liebe Grüße!
Zitieren
#2
Hallo Marypetit,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich habe alles gelesen Smile
Ist etwas passiert bevor du diese Panikattacken bekommen hast?
Du hast recht, dass du dich von der Angst nicht einschränken lassen sollst und was tun musst oder sollst. Immer ein bisschen mehr. Auch wenn es im Moment sehr anstrengend ist, da man durch die ständige Angst ziemlich fertig ist. Es wird wieder besser. Eine Therapie hilft ganz sicher und vielleicht solltest du auch über eine Tagesklinik nachdenken. Schau dich auch mal in unserem Erste Hilfe Thema um, vielleicht ist ja da etwas für dich dabei.

Gruß
Karin
Zitieren
#3
Danke für die Antwort!

Direkt nicht, ich wachte Morgens ganz normal auf habe etwas gefrühstückt so wie immer. Während ich aß fing es mir schon an übel zu werden. Dann wurde mir heiss, adrenalin stieg, wurde panisch und hatte eine attacke. Danach beruhigte ich mich kurz doch musste mich dann übergeben. Und damit fing das alles an. 

Ja, habe mir schon einige Beiträge durchgelesen. Einigen geht es ja noch schlimmer wie mir Sad oder viele leben schon Jahrelang damit. Ich kann mir ein leben so nicht vorstellen, ich will da rauskommen. Habe übrigens kurz bevor die Panik usw anfing mich durchchecken lassen. Blutdruck EKG etc. Alles normal. Habe zu der Zeit auch noch geraucht, habe das aber durch die Todesangst seit ungefähr 2 1/2 wochen aufgegeben. Sollte ich evtl. Mal zum neurologen?
Zitieren
#4
Ob was passiert war, meinte ich ob du z.b Ärger im Job hattest oder dich mit wem auch immer gestritten hattest oder was auch immer.
Sicher kannst du zum Neurologen, der kann dir eventuell sogar sagen, bei wem du eine Therapie machen kannst. Hast du die Medikamente vom Hausarzt verordnet bekommen?
Zitieren
#5
Ja, von meiner hausärztin. Bei ihr sind ich und meine eltern schon eine ewigkeit. sie hat meinem vater vor einigen jahren auch aus einet jahrelangen depression geholfen.

Naja es ist schon viel passiert. Denke mal das das alles von damals nun hochkommt. Seit meiner kindheit habe ich meinem vater seine depressionen mitbekommen, filmreife dramatische streitszenen meiner eltern mitbekommen, habe 2009 meinen opa sterben sehen (was ich aber gut verarbeitet habe, nach diesem ereignis find meine positive einstellung zum leben an) meine erste große liebe hat mir mein herz gebrochen und ich habe monatelang hinterhergetrauert, bin dann auch ein wenig abgerutscht habe sehr viel alkohol konsumiert allerdings "nur" am wochenende. Und wurde jahrelang von meiner besten freundin ständig immer wieder angelogen und hintergangen. Habe ihr dennoch immer wieder verziehen und haben einen urlaub gebucht für diesen sommer den wir aber jetzt storniert haben weil sie mich einfach sitzen lassen hat. Also schon sehr viel stress. Aber damit konnte ich eigentlich immer umgehen da ich viele personen im leben haben die mir kraft geben. Bin so ratlos..
Zitieren
#6
Das alles war wohl einfach zu viel und hat sich in dir angestaut und irgend wann kam dann die Angst.
Ich denke eine Therapie wäre schon sehr sinnvoll, um das alles aufzuarbeiten und wieder Land zu sehen, was deine Ängste betrifft.
Zitieren
#7
Hallo Marypetit, auch von mir herzlich willkommen.
Ich würde dir auch aufjedenfall eine Therapie empfehlen. Du bist ja noch sehr jung und so kann sich das ganze auch nicht so festsetzen. Du hast ja schon einiges mit gemacht und das hat sich wahrscheinlich alles festgesetzt. Oftmals kommt das ganze erst sehr viel später hoch. So war es auch bei mir. Viele Jahre hat es in mir geschlummert und ist dann rausgekommen. Ich dachte auch am Anfang ich habe eine schlimme Krankheit, ein Gehirntumor oder sowas. Man kann lernen damit umzugehen. Je schneller man die Angst akzeptiert und wieder los läuft  je schneller kommt man da raus. Das bedeutet nicht das du dein Leben lang so in diesen Zustandt leben musst. Es wird weniger. Der Spaziergang war schon mal sehr gut. Auch wenn sich das noch sehr doof angefühlt hat. Je öfter du das machst desto besser wird es.
Alles Gute.
124
Zitieren
#8
(12.07.2016, 12:03)Marypetit schrieb: Hallo, 

Ich bin neu hier und hoffe mal, dass es hier gleichgesinnte gibt. Ich bin so verzweifelt und möchte euch meine Geschichte schildern. Zu meiner Person: ich bin 20 Jahre alt, arbeitslos und leide seit ungefähr etwas mehr wie einem Monat an einer Akuten Angststörung und teilweise dazukommende Depressionen. 

Wo das herkommt, keine Ahnung. Es fing von den einen auf den anderen Moment mit einer Panikattacke an. Dann hatte ich ungefähr eine Woche immer wieder unerwartete Panikattacken die äußerten sich durch Übelkeit/Übergeben, Schwindel, Zittern am ganzen Körper, schneller Herzschlag etc. aus. Da die Attacken immer plötzlich auftraten fing ich an mich zu verkriechen, nichtmehr unter Menschen zu wollen etc. 

Dadurch kamen dann denke ich mal die Angstzustände. Die haben sich kräftig gesteigert über die Wochen. Panikattacken hatte ich nur 4-5 mal in der ersten Woche seither keine mehr gehabt. Habe aber eine dauerangst bekommen. Anfangs dachte ich immer ich hätte irgendeine Krankheit, mit mir stimmt was nicht etc. Doch als ich mich mehr mit dem Thema beschäftigte merkte ich, dass das nur meine Psyche ist. Dann lies das ein wenig nach doch ich rutschte dann richtig rein. Ich entwickelte einen extremen Grübelzwang (bin vom charakter im normalfall schon etwas ängstlich und mache mir oft sorgen um freunde familie usw.) Dieses Grübeln war so vielseitig und ich dachte zwischenzeitlich, dass ich verrückt werde und den Verstand verliere. Ich steigere mich total in alles rein und verliere dann fast den Bezug zur Realität. Dieses Problem habe ich immernoch. Ich denke sehr viel über den Tod nach, habe extreme Angst davor zu sterben oder dass Menschen, die mir wichtig sind, mich verlassen. Ich stelle mir auch oft die Frage warum alles so ist wie es ist. Einfach Sachen über die sich ein Normaler Mensch keine Gedanken macht und wenn, dann zumindest nicht so intensiv.

Dadurch hat sich dann zusätzlich noch eine Depression entwickelt. Wie schwer sie ist, keine Ahnung. Das weicht ständig ab. Es gibt Tage da sehe ich keinen Sinn in garnichts, verspüre eine totale innerliche Leere und an anderen bin ich zuversichtlich und hoffnungsvoll das alles wieder gut wird. 

Nunja, jedenfalls habe ich mich ständig gewehrt in therapie zu gehen oder ins KH. weil ich freundinnen habe die im KH waren und meinten, dass sie da erst richtig reingerutscht sind und den tag nurnoch mit beruhigungsmitteln überstanden haben. Ich sehe das nur als aller aller letzte Möglichkeit.

Mittlerweile nehme ich seit 6 Tagen Escitalopram (10mg) jeden morgen wenn ich aufstehe eine Tablette. Ich habe totale Angst wegen den Nebenwirkungen gehabt, habe aber keinen Ausweg mehr gesehen und somit trotzdem angefangen. Ich fühle mich mit diesen Tabletten nicht wohl. Am meisten machen mir meine Schlafstörungen zu schaffen. Ich bin ständig erschöpft fühle mich nicht wie 20 sondern wie eine 80 jährige. Komme nur ganz schwer aus dem Bett, kann mich zu nichts aufraffen. Meine Hände Zittern ab und zu von den Nebenwirkungen. Und auch so fällt mir allgemein öfters irgendwas Komisches an meinem Körper auf. Sei es die Atmung, mein Herzschlag, Motorik etc. Mein Tagesablauf sieht eigentlich immer so aus: 9:45 Tablette nehmen, etwas essen (nur wenn ich kann, esse am ganzen tag fast garnichts, obwohl ich hunger habe habe ich 0% appetit.), im bett liegen und mich mit meinem handy beschäftigen/ablenken. 

Ich weiß, dass man jetzt sagen wird dass ich doch spazieren soll oder mich anders, aktiver beschäftigen soll aber ich kriege es einfach nicht hin! Gestern habe ich einen kleinen Spaziergang mit meiner Mama gemacht und war währenddessen und danach total angestrengt und wollte nur nach Hause. 

Es macht mir so sehr zu schaffen! Ich war immer so ein postivier Mensch, habe jede Sekunde meines Lebens ausgekostet, habe eine Ausbildung zur Friseurin angefangen und musste sie durch diese blöde Krankheit kurz vor der Abschlussprüfung im 3 Lehrjahr abbrechen! Da alle mir gesagt haben Arbeit lenkt ab, habe ich mich mit Mut und Not bei einem Betrieb beworben und habe zu meinem Erstaunen sogar einen Probetag überstanden. Aber es war die absolute Hölle für mich. Ich konnte meine Arbeit nicht so machen wie ich es gewohnt war, und war nicht aufnahmefähig wie sonst. Und bin dann danach einfach nichtmehr hin. Der Chef muss sich ja sonst was denken. 

Ich komme so nicht mehr klar. Gibt es Hoffnung? Ich rede mir immer ein das ich da nie wieder rauskomme und niemals mein Leben auf die Reihe kriege. Das ich nichtmehr Arbeiten kann und keine Beziehung führen kann oder eine Familie gründen. Dann irgendwann meine Eltern verliere und ganz alleine bin. Es macht mich so fertig. Ich war früher so anders und möchte wieder so sein. 

Hat jemand Erfahrungen mit der Art von Ängsten? Wie geht ihr damit um? Was sagt ihr zu der Tabletteneinnahme? Denkt ihr es wird bald eine besserung eintreten? Ich weis nicht was ich machen soll wenn die Tabletten nicht wirken 😕. 

Liebe Leute, ich bedanke mich schon einmal falls irgendjemand hier diesen Text liest und mir antwortet. Es würde mir sehr helfen.

liebe Grüße!

Guten Tag , kleine Mary ,

ich bin auch nigelnagelneu hier , ich habe  mich noch nicht mal richtig vorgestellt - das hole ich noch nach .
Als Erstes las ich deinen Beitrag . Und als Erstes fragte ich mich woher du so genau weißt, dass du "erst" seit vier Wochen unter Angst- und Panikstörungen und Depressionen leidest.
Konnte das jemand so genau diagnostizieren, zeitlich so genau benennen ? Und wenn ja, wer war das ?
Zitieren
#9
(12.07.2016, 12:39)Marypetit schrieb: Danke für die Antwort!

Direkt nicht, ich wachte Morgens ganz normal auf habe etwas gefrühstückt so wie immer. Während ich aß fing es mir schon an übel zu werden. Dann wurde mir heiss, adrenalin stieg, wurde panisch und hatte eine attacke. Danach beruhigte ich mich kurz doch musste mich dann übergeben. Und damit fing das alles an. 

Ja, habe mir schon einige Beiträge durchgelesen. Einigen geht es ja noch schlimmer wie mir Sad oder viele leben schon Jahrelang damit. Ich kann mir ein leben so nicht vorstellen, ich will da rauskommen. Habe übrigens kurz bevor die Panik usw anfing mich durchchecken lassen. Blutdruck EKG etc. Alles normal. Habe zu der Zeit auch noch geraucht, habe das aber durch die Todesangst seit ungefähr 2 1/2 wochen aufgegeben. Sollte ich evtl. Mal zum neurologen?

"Kurz vor der Abschlussprüfung im dritten Lehrjahr abbrechen" ..........................
Kleine Mary , das steht da so in deinem Text .
Ist es das u.U.?
Die Abschlussprüfung ??
kann es denn sein, dass du genau davor Angst hast ??
Sei nicht sauer, dass ich dich kleine Mary nenne .  Den Namen hast du dir selbst gegeben . Marypetit. Warum ?
Gibt es Momente in deinem Leben, in denen du dich selbst klein machst ?
Das wäre sehr sehr schade .
Denn, wenn du die drei Jahre Ausbildung bis hierhin geschafft hast , dann schaffst du auch die Abschlussprüfung ( falls es das sein sollte, was dich quält) .

Mal was Anderes : wo bitte kann ich mich denn mal "ordentlich" vorstellen? Ich bin neu hier . Gibt es sowas wie ein Willkommensportal, oder kann ich einfach drauf losschreiben ?

Liebe Grüße

Gaby
Zitieren
#10
Hallo Gaby,

herzlich willkommen bei uns im Forum.
Unter dem Punkt: Stellt euch mal vor, indem du ein neues Thema eröffnest, kannst du dich vorstellen. Welches aber dann erst frei geschaltet werden muss, was aber manchmal etwas dauern kann.

Gruß
Karin
Zitieren
#11
Hallo Gaby,
Auch dir danke ich für die Antwort :-) Also vorab, ich "weiß" das, weil ich eben erst seit diesem Zeitpunkt die erste Panikattacke in meinem Leben hatte. Und seit diesem Tag alles anders wurde. Ich war zwar schon immer ein nachdenklicher und sich sorgen machender Mensch, aber auf keinen Fall in so einem riesigen Ausmaß. Bin eigentlich Charakterlich ziemlich stark. Vielleicht hat sich das unterbewusst schon gezeigt aber gemerkt habe ich es erst zu dem Zeitpunkt.

Und mit dem Namen hat das nichts zutun, fand einfach das sich das niedlich anhört :-)
Zitieren
#12
Guten Morgen , Marypetit,

wie schauts denn nun aus mit dem Gedanken , dass du eine Abschlussprüfung hättest machen müssen ?
Ich frage aus dem Grund, weil ich weiß, das solche einschneidenden Situationen oft Angst und Panik auslösen können .
Immerhin handelt es sich um eine richtige Prüfung , und Prüfungen sind nie einfach . Manchmal werden da Ängste freigesetzt , die man sich vorher nicht vorstellen konnte , nicht einmal in seinen kühnsten Träumen . Und oft ist es auch so, dass sich Ängste manifestieren, wenn man vor ihnen flieht - das erleb(t)e ich wie oft selbst . Hast du denn eine Möglichkeit, die Prüfung doch noch nachzuholen ? Das wäre doch toll .
Zitieren
#13
(13.07.2016, 09:30)Gaby schrieb: Guten Morgen , Marypetit,

wie schauts denn nun aus mit dem Gedanken , dass du eine Abschlussprüfung hättest machen müssen ?
Ich frage aus dem Grund, weil ich weiß, das solche einschneidenden Situationen oft Angst und Panik auslösen können .
Immerhin handelt es sich um eine richtige Prüfung , und Prüfungen sind nie einfach . Manchmal werden da Ängste freigesetzt , die man sich vorher nicht vorstellen konnte , nicht einmal in seinen kühnsten Träumen . Und oft ist es auch so, dass sich Ängste manifestieren, wenn man vor ihnen flieht - das erleb(t)e ich wie oft selbst . Hast du denn eine Möglichkeit, die Prüfung doch noch nachzuholen ? Das wäre doch toll .

Nein daran liegt es nicht. Da wäre ich sogar froh drüber. Ich habe ja auch schon die zwischenprüfung gemacht und das läuft nach dem selben Schema ab wie die Abschlussprüfung. Davor habe ich eigentlich keine Angst wenn dann normale Aufregung. Denn ich bin schulisch und Handwerklich ganz gut unterwegs Smile leider kriege ich es bloß einfach nicht hin zu arbeiten oder mir eine neue Stelle zu sichern :-( ich hätte die möglichkeit meine ausbildung nur schulisch zu ende zu machen, aber da bräuchte ich eine bescheinigung vom psychologen, der bestätigt dass ich nicht fähig bin zu arbeiten. Das scheint mir gar unmöglich.
Zitieren
#14
Das klingt gut .
Also, ich meine , es klingt gut, dass du dir schulisch und handwerklich so Einiges zutraust . Schon mal ein guter Anfang . Dann weißt du demnach um deine Qualitäten . Das ging mir beruflich ganz genauso . Gott sei Dank . Wohingegen ich z. B. den Weg zur Arbeit nur unter großen Mühen geschafft habe , manchmal musste ich sogar eine Stunde eher von zu Hause wegfahren, weil ich Umwege mit einplanen musste . Zeitweise war es mir nicht möglich den normalen Weg zu fahren , weil dort so viele rote Ampeln waren und ich dort nicht in der Schlange stehen konnte . Auch bei mir kam die Angst damals aus heiterem Himmel . Meine Amygdala spielte komplett verrückt , ich konnte das anfangs gar nicht glauben , was da mit mir geschah . Jung , gesund , leistungsfähig , beruflich auf der sicheren Seite ....und plötzlich machte es PENG und die Welt war nicht mehr dieselbe . Ich habe bis heute nicht herausgefunden, was der Auslöser war . Vermutlich kann man das auch nicht genau herausfinden . Das Einzige, was ich genau weiß, das ist der Fakt, dass in mir sowas wie eine Instanz ist, die mir immer wieder dazwischenfunkt , so eine Art Störsender , der das , was ich von mir weiß, immer wieder durchkreuzt und überlagert .
Mal ist es laut, mal ist es leiser , aber es ist immer da . Irgendwie schafft es dieses Monster immer wieder mein Vertrauen in mich selbst zu unterwandern . Vielleicht habe ich es aber auch deshalb schwer, weil ich keine Medikamente nehme . Die kommen mir nicht ins Haus . Vor denen habe ich Angst . Mal schauen, ob ich es nicht doch mal damit probiere . Bin mir noch nicht ganz schlüssig .
Mich nerven augenblicklich am allermeisten diese Schwindelattacken , von denen mein Arzt mein , dass sie psychogen sind . Bin ganz unsicher auf den Beinen . Und denke alleweil, dass ich jede Sekunde umfalle . Ein Scheißgefühl . Das verunsichert mich total.
Im Hellen ist es ganz besonders schlimm . Weil ich denke, dass alle anderen Leute das sehen . Vermutlich ist das gar nicht so .
Aber , wie ich sehe , befindest du dich ja gerade total in einer Zwickmühle. Das kenne ich . Das ist ganz fies .
Zitieren
#15
(13.07.2016, 13:18)Gaby schrieb: Das klingt gut .
Also, ich meine , es klingt gut, dass du dir schulisch und handwerklich so Einiges zutraust . Schon mal ein guter Anfang . Dann weißt du demnach um deine Qualitäten . Das ging mir beruflich ganz genauso . Gott sei Dank . Wohingegen ich z. B. den Weg zur Arbeit nur unter großen Mühen geschafft habe , manchmal musste ich sogar eine Stunde eher von zu Hause wegfahren, weil ich Umwege mit einplanen musste . Zeitweise war es mir nicht möglich den normalen Weg zu fahren , weil dort so viele rote Ampeln waren und ich dort nicht in der Schlange stehen konnte . Auch bei mir kam die Angst damals aus heiterem Himmel . Meine Amygdala spielte komplett verrückt , ich konnte das anfangs gar nicht glauben , was da mit mir geschah . Jung , gesund , leistungsfähig , beruflich auf der sicheren Seite ....und plötzlich machte es PENG und die Welt war nicht mehr dieselbe . Ich habe bis heute nicht herausgefunden, was der Auslöser war . Vermutlich kann man das auch nicht genau herausfinden . Das Einzige, was ich genau weiß, das ist der Fakt, dass in mir sowas wie eine Instanz ist, die mir immer wieder dazwischenfunkt , so eine Art Störsender , der das , was ich von mir weiß, immer wieder durchkreuzt und überlagert .
Mal ist es laut, mal ist es leiser , aber es ist immer da . Irgendwie schafft es dieses Monster immer wieder mein Vertrauen in mich selbst zu unterwandern . Vielleicht habe ich es aber auch deshalb schwer, weil ich keine Medikamente nehme . Die kommen mir nicht ins Haus . Vor denen habe ich Angst . Mal schauen, ob ich es nicht doch mal damit probiere . Bin mir noch nicht ganz schlüssig .
Mich nerven augenblicklich am allermeisten diese Schwindelattacken , von denen mein Arzt mein , dass sie psychogen sind . Bin ganz unsicher auf den Beinen . Und denke alleweil, dass ich jede Sekunde umfalle . Ein Scheißgefühl . Das verunsichert mich total.
Im Hellen ist es ganz besonders schlimm . Weil ich denke, dass alle anderen Leute das sehen . Vermutlich ist das gar nicht so .
Aber , wie ich sehe , befindest du dich ja gerade total in einer Zwickmühle. Das kenne ich . Das ist ganz fies .
Hallo Gaby,

Gegen Medikamente war ich auch immer, aber als icj an dem Punkt war, dass meine Gedanken irgendwann mein ganzes Leben kontrollierten, ich aber nicht ins Krankenhaus wollte, sah ich keine andere Lösung. Mittlerweile nehme ich Escitalopram und bin am 11 Tag. Mir geht es damit schon besser muss ich sagen. Obwohl die Nebenwirkungen die ersten Tage alles nur schlimmer gemacht haben. Am 3. Tag hatte ich sogar Selbstmordgedanken. Aber das war eine Nebenwirkung. Anhaltend sind Händezittern und wenig schlaf. Das nehme ich aber gerne in Kauf anstatt 24/7 zu Grübeln. Also eine Überlegung wäre es sicherlich wert...
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Werden Angststörungen/Depressionen von Außenstehenden oft nicht ernst genommen?? SE1996 3 254 19.06.2017, 08:08
Letzter Beitrag: Jeruslinay
  Schlimme Ängste und Panikattacken ChrisCross 5 338 24.05.2017, 10:20
Letzter Beitrag: Taube
  Angst,panikattake, zukunftsängste Catalayna 3 348 14.05.2017, 21:17
Letzter Beitrag: Suahara
  Ängste besiegen!!! Suche leidensgenossen! andrea 9 1.776 25.12.2016, 20:14
Letzter Beitrag: Copper
  innere Unruhe und Ängste Peppalotta 9 898 15.12.2016, 18:54
Letzter Beitrag: BriniLe88
  Angst und Depressionen pinacoladaa 12 958 23.10.2016, 12:03
Letzter Beitrag: BriniLe88
Sad Panik und Depressionen Mike83 0 345 06.10.2016, 09:38
Letzter Beitrag: Mike83
  Lavendelöl bei Depressionen? Kleeblatt 2 439 12.09.2016, 16:38
Letzter Beitrag: BriniLe88
Sad Ängste nehmen immer mehr zu was kann ich tun irritierte ich 6 1.659 18.04.2016, 06:24
Letzter Beitrag: Taube
  Hallo bin neu hier und hab schlimme ängste Ms.Angst 8 1.145 12.04.2016, 14:21
Letzter Beitrag: Sabinchen33