Sich konfrontieren mit der Alltäglichen Angst
#1
Hallo Zusammen, 

Ich leide seit Jahren unter P&A, habe schon eine Verhaltenstherapie gemacht.
Seit  Fast einem Jahr bin ich jetzt Alleine, also ohne Partnerin, das war eine Wirkliche Emotionale Stütze, so will ich es mal nennen.
Ich weiß ich muss alleine Klar kommen mit den P&A nur ist es für mich momentan schwierig.
Ich versuche in der Angstsituation zu beleiben, es klappt nicht immer, da es mich sowas von Umhaut, danach bin Total fertig.



Ich weiß vermeiden ist Falsch, 

Frage an euch:wie motiviert ihr euch weiter zumachen?
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#2
Wenn man sich der Angste gesellt hat, und man merkt es wird irgendwann besser so ist das für mich eine große Motivation. Außerdem stellt sich die Frage irgendwie nicht, es bleibt einen doch nicht anderes über oder?
Stellt man sich der Angst nicht, wird sie auch nicht einfach so weg gehen. Also heißt es immer wieder weiter zu machen. Hatte auch Phasen wo ich dachte, ich hab gar keine Lust mich dem zu stellen. Bis ich merkte der Kreislauf in dem ich mich bewegte wurde immer kleiner und da wollte ich raus. Wollte auch nicht nur von anderen abhängig sein und mich nur auf die Hilfe anderer verlassen können.
Und wenn ich dann noch von Freunden, Familie höre, schön das du hier bist. Dann weiß ich, sie verstehen mich und wissen was es für mich bedeutet mich zu stellen. Und das motiviert dann auch noch. Smile
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#3
(28.02.2016, 14:38)Taube schrieb: Wenn man sich der Angste gesellt hat, und man merkt es wird irgendwann besser so ist das für mich eine große Motivation. Außerdem stellt sich die Frage irgendwie nicht, es bleibt einen doch nicht anderes über oder?
Stellt man sich der Angst nicht, wird sie auch nicht einfach so weg gehen. Also heißt es immer wieder weiter zu machen. Hatte auch Phasen wo ich dachte, ich hab gar keine Lust mich dem zu stellen. Bis ich merkte der Kreislauf in dem ich mich bewegte wurde immer kleiner und da wollte ich raus. Wollte auch nicht nur von anderen abhängig sein und mich nur auf die Hilfe anderer verlassen können.
Und wenn ich dann noch von Freunden, Familie höre, schön das du hier bist. Dann weiß ich, sie verstehen mich und wissen was es für mich bedeutet mich zu stellen. Und das motiviert dann auch noch. Smile

der Ansatz mit dem Kreislauf klingt Plausibel.
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#4
Als mich damals mein Ex-Freund verlassen hat stand ich auch auf einmal da und wusste nicht, was nun.
Taube hat recht, du kannst nichts daran ändern, der Partner kommt eher selten zurück, also kann man nur versuchen sich wieder mit sich selbst zu beschäftigen.

Du kannst dir ein genauso guter Partner sein, dich lieb haben und dich um dich kümmern.
Natürlich ist das immer noch ein Unterschied zu einer anderen Person, der man Gefühle schenkt und welche (hoffentlich) zurück erhält.

Ich hing damals auch in einem Kreislauf fest, der eher einer Spirale glich in der ich nach unten gezogen wurde.
Hab mich dann einfach mit ner Gruppe fremden Leute getroffen - war damals ein Single-Gruppe bei der alle sich ganz ungezwungen getroffen haben.
So hab ich auch meinen jetzigen Partner kennen gelernt und damit hatte ich nicht gerechnet, noch wollte ich eine neue Partnerschaft eingehen.
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#5
[quote='BriniLe88' pid='118816' dateline='1456673009']

Hi,
ja n neue Partnerin zu finden, ist noch ga nicht mein Ziel,
Ziel ist es Alleine Klar zukommen, von Alleine Leben rede ich nicht, daran hab ich mir gewöhnt.
Aber die P&A Auszuhalten & Danach Alleine zu sein, da war immer die Ex da, die einen In den Arm genommen hat.
Das was Balsam für die Seele Wink

es ist ja wie du schon Gesagt hast, es ist jetzt so! 
Ich Muss das Lernen, Alleine damit fertig zu werden, was mir nicht so leicht fällt.
Momentan, ist es so wenn ich n Anfall bekomme, bin ich danach Total fertig, Körperlich & Psychisch sowie so!
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#6
(28.02.2016, 17:48)Thompson schrieb: Ziel ist es Alleine Klar zukommen, von Alleine Leben rede ich nicht, daran hab ich mir gewöhnt.

Das finde ich einen tollen Satz, "alleine klar zu kommen".
Für mich persönlich ist es wichtig
ohne fremde Hilfe durchs Leben zu kommen.
Sich immer von Anderen abhängig machen wäre für mich nichts.
Wenn es alleine schaffe
meine Unruhezustände ( früher waren es handfeste Panikattacken)
wieder hin zu biegen, ist das ein unheimlich tolles Gefühl.
Leider, oder zum Glück (?)
bewältigt man die Angst nur, wenn man sie aufsucht,
drin bleibt und merkt, eigentlich passiert ja gar nichts.
Klappt leider nicht immer, aber manchmal.
 Es sind nicht die Dinge die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.
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#7
Hallo Thompson,
es geht Dir zur Zeit wirklich nicht besonders, aber ich finde, Du hörst Dich sehr mutig und entschlossen an. Du wirst alleine klarkommen. Das ist wichtig und Du hast es Dir zum Ziel gesetzt. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.
Lolli  
Unvollkommenheit ist das Individuelle, Einzigartige und Unverwechselbare.
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#8
bewältigt man die Angst nur, wenn man sie aufsucht,
drin bleibt und merkt, eigentlich passiert ja gar nichts.



Ja das stimmt, allerdings ist dann der
Stresspegel bei einem Anfall, sehr hoch das man denkt Wahnsinnig zu werden,
danach bin ich Total fertig.
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#9
Sagte mir mal eine Therapeutin:
Man lernt auch schwimmen nur dann,
wenn man als Nichtschwimmer ins Wasser geht.
Also MIT der Angst etwas tut.

Es kommt natürlich auf die Art und Ausprägung der Angst an.
Aber bei den meisten Ängsten muss man (leider) die angstbesetzte Situation aufsuchen.
Wenn ich im vollen Einkaufzentrum unruhig werde,
und ich würde " flüchten"
wäre das für den Moment vielleicht hilfreich,
aber so überwindet man die Angst/ Unruhe nicht.
Ich vermute man kann nicht alleine durch Gespräche oder Bücher
seine Ängste überwinden.
 Es sind nicht die Dinge die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.
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#10
(29.02.2016, 16:14)Lagonda schrieb: Es kommt natürlich auf die Art und Ausprägung der Angst an.
Aber bei den meisten Ängsten muss man (leider) die angstbesetzte Situation aufsuchen.
Wenn ich im vollen Einkaufzentrum unruhig werde,
und ich würde " flüchten"
wäre das für den Moment vielleicht hilfreich,
aber so überwindet man die Angst/ Unruhe nicht.
Ich vermute man kann nicht alleine durch Gespräche oder Bücher
seine Ängste überwinden.

Das Stimmt,
bei mir ist die Trennung auch noch ein Faktor,
da ich das Ganze noch nicht richtig Verarbeitet hab,das Stresst noch dazu.
Daher ist es echt momentan Hart für mich.
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#11
Ich denke man sollte sich vielleicht nicht gleich der größten Angst stellen.
Wichtig wäre es anzufangen, wenn auch erstmal klein und sich für das geschaffte zu loben.

Lerne dich wieder zu lieben und gib die die Zuneigung, die jetzt eben durch einen Partner fehlt.
Das braucht natürlich Zeit, aber es hilft schon viel, wenn man sein eigener Freund ist und sich nicht verachtet.
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#12
Vielleicht geht man die Angst zuerst an,
die einen am meisten am alltäglichen Leben hindert?
Wer täglich Bus fahren muss und nicht kann, sollte nicht zuerst lernen sich in ein volles Kino zu setzen
usw.
Man kann das auch erst in der Vorstellung machen,
also sich gedanklich in die Angst Situation begeben
nennt sich "Systematische Desensibilisierung"
 Es sind nicht die Dinge die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.
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#13
(29.02.2016, 18:03)BriniLe88 schrieb: Ich denke man sollte sich vielleicht nicht gleich der größten Angst stellen.
Wichtig wäre es anzufangen, wenn auch erstmal klein und sich für das geschaffte zu loben.

Lerne dich wieder zu lieben und gib die die Zuneigung, die jetzt eben durch einen Partner fehlt.
Das braucht natürlich Zeit, aber es hilft schon viel, wenn man sein eigener Freund ist und sich nicht verachtet.

da ist was Wahres Dran!
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#14
Ja so ist es, immer kleine Ziele setzen. Nach und nach alles angehen, dann wird es. Auch wenn es noch so schwer ist, stetiges Üben und die Angst lässt nach. Gib der Angst wenig Raum. Eines sollte man sich aber immer vor Augen halten, die A/P wird immer mal wieder in Extremsituationen durchkommen. Nur sollte man keine Angst vor der Angst haben. Man kann sie sehr flach halten und wirklich gut damit leben.
Ich hatte viele schlechte Jahre und ganz ehrlich, im Nachhinein kann ich mich an viele Sachen kaum erinnern, war immer irgendwie nicht richtig gedanklich da. Heute, nach harter Arbeit kann ich sagen, es geht mir gut. Habe ganz selten Probleme. Da muss schon richtig viel Stress auf Arbeit oder zu Hause anfallen ...
Und ich denke, das kann jeder schaffen, wenn es auch dauert. Man muss nur an sich glauben, sich selber lieben, seine positiven Seiten annehmen. Klar, mit Lob können wir nicht so richtig umgehen. Komplimente werden oft nicht angenommen. Aber auch das ist wichtig.
Lolli  
Unvollkommenheit ist das Individuelle, Einzigartige und Unverwechselbare.
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#15
Hallo!
Ich hab es nie gelernt allein zu sein, komme mir ohne Partner verloren vor. Habe totale Angst vor dem Alleinsein...
Morgens vor der Arbeit ist es am Schlimmsten, hätte gern jemanden, der mich versteht...
Nehme zur Zeit Quetiapin, Amineurin und im absoluten Notfall Tavor.
Mache eine Verhaltenstherapie und demnächst wohl auch einen Kurs zur Stressbewältigung.
Schleppe diese Probleme schon viele Jahre mit mir rum.
Noch hab ich keine Passende Hilfe gefunden, aber ein vertrauensvoller Therapeut ist viel wert.
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#16
Hallo

Du, ich habeir nach der Trennung von meinem Mann - besser gesagt,v umgekehrt - hab ich mir nie vorstellen können, allein zu leben. Mein ganzes Leben war jemand um mich herum, von dem ich auch quasi abhängig war.
Das war 2000. Es hat gedauert, ganz viel Angst und Nerven gekostet, aber ich hab es geschafft. Damals war ich 37, jetzt bin ich 52 und lebe immer noch allein.
Ich finde, man kann eine Menge Lebenserfahrung gewinnen, wenn man alleine lebt. Und es muss ja keineswegs für immer sein Smile
Leb in der Vergangenheit, wenn du traurig sein willst. Leb in der Zukunft, wenn du ängstlich sein willst. Und wenn du glücklich sein willst, dann genieß den Moment.
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#17
Von Thompson:

Hallo Leute,

es Strängt wirklich an, wenn man unterwegs ist,
und die Angst ist immer im Nacken, bzw, sie kommt immer mit.
es ist wirklich sehr Lange her das ich mal draußen war,ohne Angespannt zu sein,
das macht einen ganz schön zu schaffen.
Ich hoffe der Post ist kein Offtopic von mir ?
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#18
Die Angst ist doch aber ein Teil von uns allen. Sie wird immer dabei sein. Egal was wir tun oder machen.
Wichtig ist, ihr zu zeigen dass es dennoch geht und sich nicht beirren lassen.

Natürlich fällt das mit den vielen Symptomen schwer, daher sollte man auch nicht gleich mit der größten Angst anfangen.
Und natürlich ist es in Zeiten der Angst eher ein "überleben", aber genau das ist ja die Aufgabe der Angst: Schutz vor lebensgefährlichen Situationen, damit man überlebt.
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#19
Im Moment ist alles einfach nur eine grosse Katastrophe - ohne Medikamente geht gar nichts. Ich weiss nicht, wie ich das je durchstehen soll,
denn ich hab das schon mal durch und weiss, wie schwierig das ist. Würde gern in eine Selbsthilfegruppe gehen - wie finde ich sowas?
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#20
In Hameln gibt es eine über die Caritas und ich kenne eine von der Kirche oder AWO aus.
Musst du bei deinen örtlichen Stellen mal nachfragen
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