Neu hier - Wie geht es euch mit der Krankheit
#1
Guten Tag,
ich bin neu hier und wollte mich gern mit euch austauschen. Ich leide seit mehreren Jahren an Depressionen und Ängsten.

seit 2010 habe ich mich dann dazu entschlossen es mit einem Medikament zu versuchen seitdem ich mich davor von ca 2000 - 2010 ohne medikamentöse Hilfe durchgekämpft habe.

ich bekam dann Citalopram 20mg verschrieben was auch sehr gut half. Endlich war ich wieder im Leben zurückgekehrt. Seitdem nehme ich dieses Medikament. Nun ist es so, dass ich das Gefühl habe, es wirkt nicht mehr so.

ich bin in einem tiefen Loch und kraftlos. Habe negative Gedanken, könnte nur schlafen, mich verkriechen usw. Ich bin jedoch alleinerziehend und berufstätig. War jetzt 1 Woche krank geschrieben.

Ich habe Angst zur Arbeit zu gehen. Aber ansich arbeite ich gern. Ich hab nur keine Kraft. Fühle mich unendlich schlapp.

Zudem habe ich eine SD-Unterfunktion. Nehme dagegen 50 mg L-Thyroxin.

Ich wünschte diese Krankheit Depressionen gäbe es nicht und ich könnte das Leben unbeschwert genießen.

Meine Freunde und Familie verstehen mich nicht. Sie meinen ich solle mich zusammenreißen, mich nicht einigeln, mich an meinem Kind erfreuen...

Es ist leichter gesagt als getan!

Wie geht es Euch damit?

Ich fühle mich unendlich allein. Wenn es mein Kind (11 J.) nicht gäbe, ich wüßte nicht, ob ich die Kraft hätte so weiterzuleben.
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#2
Willkommen im Forum, Sonnenschein! Ja, die Löcher sind tief in die wir da so rein fallen können, aber vergiss nie, das am Ende des Tunnels auch für dich die Sonne scheint!!! Hast du auch eine Therapie gemacht? ich wünsche dir einen regen Austausch hier, fühl dich wohl!
033
Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis. Aber wenn wir den Mut haben loszugehen, dann ist jedes Stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg über unsere Ängste, unsere Zweifel und Bedenken.
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#3
Hallo

auch von mir herzlich willkommen! Hier wirst du dich - da bin ich sicher - bald sehr wohlfühlen und auf eine Reihe lieber und verständnisvoller Menschen stoßen, die dir viele Hilfe geben können!

Meine Frage wäre aber auch als erstes in Richtung Therapie oder zumindest Psychiater gegangen. Nur mit Medikamenten wirst du dein problem, denn irgendetwas steckt "hinter" deinen Ängsten und Depressionen, nicht lösen können.
Es IST möglich, dass der Körper nach einigen Jahren der Einnahme eines ADs eine Art Gewöhnung entwickelt, es nicht mehr die Wirkung zeigt, wie es soll, und man wechseln muss. Es ist aber auch - und das halte ich für eher wahrscheinlich - möglich, dass dein Problem eben jetzt die ganze Zeit wunderbar "gedeckelt" unter dem Medikament war und wenn du bisher nicht die URSACHE, sondern nur die Symptome behandelt hast, wird es immer wieder nach vorne kommen.

Deshalb die Frage nach einer Therapie.

Im Moment geht es mir auch noch nicht gut, aber schon besser als vor einigen Wochen. Ich "leide" jetzt seit fast 20 Jahren an wiederkehrenden Depressionen und Ängsten, habe viel an Medikamenten geschluckt, aber auch viele Therapien gemacht und an mir gearbeitet. Auch wenn ich jetzt in dieser Phase das Gleiche sagen könnte wie du, kann ich genauso sagen, dass die Depressionen und Ängste mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin - und ich mit jeder durchgestandenen Phase der Angst und der Depression ein Stück gewachsen bin.........
Leb in der Vergangenheit, wenn du traurig sein willst. Leb in der Zukunft, wenn du ängstlich sein willst. Und wenn du glücklich sein willst, dann genieß den Moment.
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#4
Ja ich war in einer Tagesklinik, zur Kur, habe eine Verhaltenstherapie gemacht usw. Alles aufgearbeitet was es so gab. Gelernt mit den Ängsten umzugehen, sie nicht wegzudrängen, sondern sie wie ein Teil von mir zu sehen usw.
Aber manchmal denke ich, dass es vielleicht doch etwas organisches oder hormonelles sein könnte.

Ich leide auch unter starken prämenstruellen Beschwerden, auch an Eisen-, B12 und Vitamin D Mangel...
Ich habe gelesen, dass diese Mängel ebenfalls Auslöser von Depressionen und Angstzuständen sein können.

Ich war heute bei meiner Ärztin. Sie hat mir Venlafaxin 37,5 mg verschrieben. Ab morgen nehme ich diese. Abends soll ich aber weiterhin 20 mg Citalopram nehmen. Und nach 3 Tagen auf 75 mg das Venlafaxin erhöhen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Medikament? Hab so Angst vor den NW. Mittwoch hab ich auch noch ein wichtiges Vorstellungsgespräch. Ich hoffe, dass es mir nicht all zu schlecht geht.

Ach und ab November mache ich dann wieder eine Therapie, tiefenpsychologisch.
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#5
Ich hatte venlavaxin.
Mir hat es leider nicht geholfen.
Aber nebenwirkungen hatte ich davon keine.
Alle Gedanken und Gefühle
sind wie Wellen im Meer
und fallen dort in sich zurück


edition filou & sophie
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#6
Vielleicht wäre dann jetzt eher eine tiefenpsychologische Therapie geeignet. Meist hilft auch nicht nur eine Therapie, also 25 Std, sondern es braucht länger.
Was das AD anbelangt, es wird oft unter Trevilor angeboten.
Jeder reagiert anders. Du kannst es Supertalent vertragen und ein anderer leidet ohne Ende. Ich hatte davon Heißhungerattacken und das soll wirklich bei vielen sein.
Sollst du jetzt zwei ADs nehmen oder die r wird das andere abgesetzt? Wenn nicht, warum zwei?
Leb in der Vergangenheit, wenn du traurig sein willst. Leb in der Zukunft, wenn du ängstlich sein willst. Und wenn du glücklich sein willst, dann genieß den Moment.
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#7
Weil das Neue ja noch nicht gleich wirkt soll ich erst mal noch abends Citalopram 20 mg nehmen.

...also zum neuen AD
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