Citalopram - erste Einnahme
#1
Hallo. Ich habe heute Citalopram das erste Mal genommen (10mg). Nach einer halben Stunde hab ich mich wie auf Drogen gefühlt, irgendwie nicht richtig in der Welt, kennt das so jemand von euch? Mir war auch total kalt auf einmal, wäre am liebsten gegangen und hätte mich zuhause unter die Decke gelegt. Habe die Tablette heute auf der Arbeit genommen, was ich morgen natürlich nicht noch mal mache. Würde nur gerne wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es nochmal so heftig wirkt. Ich weiß, dass es erst einen gewissen Spiegel im Körper erreichen muss, das könnte nur problematisch werden, wenn ich erstmal für 2-3 Stunden "ausgeschaltet" bin. Ich weiß auch das man Geduld haben muss, hätte nur einfach bei einer so geringen Dosis nicht mit so einem Effekt gerechnet. Jeder Körper ist ja auch anders, aber vielleicht hat ja jmd von euch die gleichen Erfahrungen gemacht?!
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#2
Hallöchen; bei den ersten Einnahmen können immer wieder Verschlimmerungen eintreten; ich habe auch bereits zwei x das Citalopram bekommen; das neben sich stehen kenne ich, mir war auch verstärkt schwindelig.....ich habe es dann Abends genommen, dass die Nebenwirkungen sich nicht zu sehr auf meinen Alltag auswirken und habe es gut vertragen; vielleicht wäre das auch für dich eine Option..... grundsätzlich dauert es ca 2-3Wochen bis sich das mit den Medis eingependelt hat, also nicht verzagen; ansonsten würde ich nochmal mit meinem Arzt sprechen;
liebe Grüße Bonny
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#3
Hey danke erstmal für deinen Beitrag. Habe heute die zweite Tablette genommen, dieses mal mit weniger Nebenwirkungen als gestern, also immerhin schonmal ein kleiner Fortschritt. Werde sie auch jetzt immer erst nach der Arbeit nehmen. Hoffe das es weiterhin gut läuft und es sich schnell einpendelt. Habe nur gestern echt gedacht ich fall hinten rüber als die Tablette anfing zu wirken. Suche zur Zeit auch einen Therapeuten möchte sie nämlich auch nicht ewig nehmen. lg
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#4
Citalopram gehört zu den modernen Anti-Depressiva, der SSRI (Serotonin Wideraufnahmehemmer).
Serotonin ist ein körpereigenes Hormon, welches als Botenstoff für "Glücksgefühle" zuständig ist. Es bildet der Körper selbststätig, z.B. bei Sport.
Serorotonin dockt an sog. Neurotransmitter an und geben dort sozusagen ihren "Wirkstoff" an den Körper ab. Bei Menschen mit einer depressiven Störung, wird dieses Serotonin aus biochemischen Gründen zu schnell vom Neurotransmitter wieder abgegeben - so schnell, dass die natürliche Wirkung des Serotonins noch nicht zur Entfaltung gekommen ist.
Hier setzten diese SSRI an: Sie verhindern, dass das Serotonin zu schnell abgestoßen werden. Dadurch können diese länger und besser Wirkung und es wird ein Gleichgewicht wieder hergestellt.
Da diese Umtellung nicht von heute auf morgen passiert, ist es notwendig, die SSRI (wie vorgenannt Citalopram, aber auch Fluoxetin u.ä.) über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen zu nehmen. Erst dann kann beurteilt werden, ob diese beim jeweiligen Patienten die gewünschte Wirkung erzielen. 3 Wochen sind hierbei das minimum. Empfohlen wird eine Zeit von 4 - 6 Wochen. Wichtig ist - auch wenn es nervt: Wenn dieses Medikament nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat nicht aufzugeben. Der Körper eines jeden Menschen ist unterschiedlich - und ein anderes SSRI kann der Volltreffer sein und helfen. Auch wenns schwer ist, Geduld und nicht zu früh die Flinte ins Korn werfen.

Oftmals lässt man die SSRI auch einschleichen, um Nebenwirkungen die anfangs immer wieder mal auftreten können, zu minimieren. Unter einschleichen versteht man, man beginnt mit der Mindestdosis und steigert diese nach Wochen langsam bis zur Zieldosis.
Es ist auch nicht selten, dass Menschen überhaupt keine Nebenwirkungen verspüren. Gerade Citalopram gehört zu den Nebenwirkungärmsten. Aber wie bereits erwähnt: Sicher vorraussagen lässt es sich nicht und eine optimae Wirkung entfaltet sich erst nach oben genannten 4 - 6 Wochen.
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#5
Ich nehme Citalopram jetzt schon seit 3 Wochen und kann noch keinerlei Besserung feststellen, leider! In der nächsten Woche habe ich einen Termin bei meiner Hausärztin, dann sind vier Wochen um. Sollte sich bis dahin nichts getan haben zweifle ich daran, ob überhaupt noch etwas passiert. Hatte und habe zum Teil immer noch mit den Nebenwirkungen schwer zu kämpfen und hoffe nicht, dass ich das alles umsonst durchgestanden habe. Wenn man solche Nebenwirkungen hat, Schwindel, Übelkeit, das Gefühl gleich umzukippen, totales Unwohlsein, wesentlich schlimmer Panik als zuvor etc. ist es nicht verwunderlich, dass es viele bereits in der Anfangsphase absetzen. Ich habe durchgehalten und hoffe einfach, dass es auch zur gewünschten Wirkung kommt. Ende der nächsten Woche habe ich dann einen Termin beim Therapeuten und hoffe, dass mir das wirklich weiterhilft, damit ich diese blöden Attacken endlich los werde. Ich hätte mich schon eher darum bemühen sollen, aber irgendwie habe ich mich alleine immer durchgekämpft, nur irgendwann wird es dann doch zu viel und man verliert die Kraft und die Lust daran.
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#6
Hallo Kathi,
Ich habe nun zwei mal Citalopram eingeschlichen, habe ebenfalls mit 10mg begonnen. Bei der ersten Einnahme habe ich mich ebenfalls wie auf Drogen gefühlt - allerdings war es bei mir etwas anders. Ich war wie in Watte gepackt, musste ständig lachen und hatte eine extrem lange Leitung. Beim zweiten einschleichen dachten meine Arbeitskollegen ich wäre auf Speed - Lachattacken und ich konnte nicht eine Sekunde still auf einer Stelle stehen. Ist also an sich nichts ungewöhnliches mit dem Citalopram. Bei mir ließ es jeweils bei der dritten Einnahme stark nach. Nach ca einer Wochen war alles easy und es ging mir besser. Es ist also das richtige Medikament für mich. Allerdings gehe ich auf wie ein Hefeteig :-( in Anbetracht dessen, dass ich mir unter der Einnahme von Citalopram nicht das Leben nehmen möchte nehme ich das jedoch billigend in Kauf.
Hast du die Dosis nochmal erhöht obwohl die Nebenwirkungen noch vorhanden waren?
Beachte dass in einigen Fällen auch erst nach 4-6 Wochen der Korper auf das Medikament eingependelt ist. Sollte dies nicht der Fall sein würde ich auf jeden Fall ausschleichen... es ist allerdings nicht einfach. Nur als Vorwarnung. Man fühlt sich krank. Doch ich hatte definitiv nicht das Bedürfnis trotz dessen eije Tablette zu nehmen. Ich war jedoch zu der Zeit krank geschrieben und war auch nicht darauf angewiesen fit zu sein. Würde ich jedem so empfehlen.

LG Monia
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#7
Hey,

ich kann dir nur raten, dass Citalopram langsam einzuschleichen. Du greifst damit in deinen Hirnstoffwechsel ein und das sollte laaaangsam geschehen. Ich selbst habe mit 2,5 mg angefangen und war nach Wochen/ Monaten bei 30 mg. Ich hatte KEINE für mich wahrnehmbare Nebenwirkungen! Also ich kann das Einschleichen nur allen ans Herz legen..ebenso das Ausschleichen!

Lg lila
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#8
Ich habe auch Citalopram bekommen, was das gleiche ist wie Cipralex. Allerdings gibt es bei Cipralex deutlich weniger Nebenwirkungen. Frag doch deinen Arzt ob du statt Citalopram Cipralex aufgeschrieben bekommst, da es weniger Nebenwirkungen hat.
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#9
Ich nehme dieses Teufels zeug seit 5 Jahren... momentan nehme ich am Tag 40mg. Letztes Jahr im Sommer habe ich das Medikament ganz spontan abgebrochen zu nehmen... danach ging es mir richtig schlecht...
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#10
Naja, das ist ziemlich logisch. Aus diesem Grund wird ja immer eindringlich geraten, ein Antidepressiva mit Hilfe eines Arztes langsam auszuschleichen und nicht abrupt abzusetzen.
Leb in der Vergangenheit, wenn du traurig sein willst. Leb in der Zukunft, wenn du ängstlich sein willst. Und wenn du glücklich sein willst, dann genieß den Moment.
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#11
Hallo, weiß nicht ob ich schon mitreden darf aber habe heute das erste mal citalopram 10mg eingenommen und muss sagen, dass ich fast keine NW hatte außer ein wenig müder wie sonst. Lebe inzwischen seit über 15 Jahren mit der Angst Panik Situation und habe mich geweigert Medikamente zu nehmen. Auch habe ich 2mal eine Verhaltenstherapie abgebrochen, obwohl es auch kleinwenig geholfen hatte. Nun nach über 15 Jahren habe ich diesen Schritt gewagt und werde euch schreiben was es bewirkt. Auch verreise ich seit ewigkeiten nicht mehr wegen dieser Krankheit. Ich hoffe das ich durch das Medikament endlich wieder verreisen kann und ich nicht permanent angespannt bin.Ich hoffe auch das ich insgesamt entspannter werde, und mich nicht über Kleinigkeiten schnell aufrege.
Bis bald
LG
Luigi
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#12
Hallo Luigi,

herzlich willkommen bei uns im Forum.
Sicher darfst du mitschreiben.
Gut, dass du uns deine Erfahrungen mit dem Medi miteilst.

Gruß
Karin
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#13
Hallo nochmal an meinem 5.ten Tag. Habe gerade meine 10mg citalopram eingenommen und habe ein bißchen Sodbrennen. Das passiert meistens direkt nach der einnahme und geht dann so in einer Stunde weg.Ein sehr leichtes Schwindelgefül gibt es auch. Der Arzt hat mir verschrieben, das ich direkt nach der einnahme von Citalopram noch 1mg Tavor nehmen soll damit ich die Nebenwirkungenin verringern. Habe aber bis jetzt keine gebraucht, obwohl ich weiss, das die in einer Panikattacke sehr gut helfen. Habe aber noch nie mehr als 2mg Tavor eingenommen. Die wirkt so erst nach ca 10min. Habe immer welche für den Notfall dabei.
So jetzt zu der positiven Bekenntnis.
Ich habe seit der Einnahme des Medikaments keine ständige Anspannung mehr und bin endlich mal wieder relativ entspannt. In der regel war es so, wenn ich einen wortlauten Streit mit Familie Freunden oderArbeitskollegen hatte kam Parallel fast immer eine Angstattacke und ich musste dann während des Wortgefechts mich zurückziehen und habe fast 1 Stunde gebraucht mich wieder zu beruhigen um einen Normalen Level zu erreichen. Jetzt muss ich sagen, bin ich zwar beim Streit auch aufgeregt, muss dazu allerdings sagen das ich mich sehr schnell wieder beruhige.
Nur nochmal zur Info, habe die Krankheit seit über 15 Jahren und habe Sie leider nicht behandeln lassen (Ich Idiot) und verreise auch seit dem nicht. Ich werde die Dosis langsamer erhöhen, wie der Arzt Sie mir verschrieben hat, denn ich nehme sonst nie Tabletten, nicht mal bei Kopfschmerzen.Will irgendwannmal wieder raus aus Berlin. Werde euch in einer Woche nochmal schreiben. Machts gut und Kopf hoch.

Bis bald euer Luigi.
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#14
Das hört sich doch schon mal gut an. Ich selber halte zwar für mich nichs von Chemischen Medikamenten aber jeder soll seinen Weg gehen wie er für sich am Besten ist. Und irgendwann wirst du auch wieder aus Berlin raus kommen , ganz bestimmt.
124
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#15
Hallo. Ich nehme Citalopram jetzt seit 23 Tagen. Hatte am ersten Tag mit 20mg angefangen und das hat erstmal ne mega Panikattacke ausgelöst, sodass ich zwei Tage zu Hause bleiben musste. Danach hab ich mit meinem Arzt erstmal auf eine halbe Tablette, also 10mg reduziert und das ging dann. Ich hab zwar immer noch ab und an mit den Nebenwirkungen zu kämpfen aber ich möchte daran glauben, dass mir das Mittel bei meiner Panik helfen wird. Seit Samstag nehme ich jetzt wieder eine ganze Tablette, also 20 mg und es funktioniert. Nur die Bahnfahrt zu meiner Mutter macht mir gerade etwas zu schaffen.
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#16
Hallo,
ich nehme seit gestern Citalopram. Habe danach gleich Kopfschmerzen bekommen. Was ich gerne wissen würde, kann ich zusätzlich noch mein Neurexan nehmen?
Lg
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#17
Hallo,
bin erst heute neu dazu gekommen und weiß daher noch nicht, wie das hier so funktioniert
und ob Dich meine Antwort erreicht.
Vorab beantwortet hat mir Neurexan Kopfschmerzen bereitet....
Bin seit gut 1 Jahr von der Thematik betroffen und könnte so einiges berichten.
Für mich stellt sich immer wieder die Frage, wer hat die Angststörung diagnostiziert
und womit begründet er das.
Im weiteren wollte ich in meinem Fall gern Ursachen für die Krankheit kennen.
Nachdem ich nun seit 02,01,2016 so einige Notaufnahmen - Ärzte und Therapeuten kennen gelernt habe,
ohne nach 3 verschiedenen Medikamenten und manch therapeutischen Gesprächen eine Besserung zu verspüren...
hab ich mich zurück gelehnt und nachgedacht.
Vorausgesetzt, dass ich mich hier weiter zurecht finden kann - würde ich mich freuen,
mich mit Betroffenen hier aus zu tauschen.
Würde mir wünschen, dass durch die Erfahrungen aller Betroffenen jeder einzelne für sich etwas
positives gewinnen könnte.
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