Depressionen und Ernährung
#1
Im Spiegel gibt es einen schönen Artikel dazu:
http://www.spiegel.de/gesundheit/psychol...55640.html

Mich würde interessieren welche Erfahrungen Ihr gemacht habt? Kann eine spezielle Ernährung helfen? Ich habe gelesen dass Lithiumreiches Wasser gut sein soll, aber auch das hat bei mir nix gebracht :-/
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#2
Mh... man sagt ja auch Schokolade macht glücklich ... ich denke nicht, dass eine bestimmte Ernährung Heilung bringt. Kann mir aber vorstellen, dass der Körper verschiedene Stoffe mehr verbraucht als sonst und es ihm gut tut diese vermehrt zu bekommen. Ist ja ähnlich wie im Winter wenn die Sonne fehlt, wer empfänglich dafür ist kann mit einer Lichttherapie gegensteuern. Aber Heilung? Ne.
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Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis. Aber wenn wir den Mut haben loszugehen, dann ist jedes Stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg über unsere Ängste, unsere Zweifel und Bedenken.
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#3
Hi Hummelchen, eine gute Ernährung ist definitiv immer richtig. Wenn man Mangel hat begünstigt das natürlich eine Depression und auch Ängste, ganz einfach weil man sich nicht wohlfühlt. Wenn man depressiv ist oder sonst viel am hirnen ist braucht man schon mehr Treibstoff zum denken, sonst kommt es noch mehr zu Aussetzern.
Depressionen führen wohl echt zu Stoffwechselstörungen im Gehirn. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch dadurch die Gefühle verrückt spielen oder einfach weg sind. Ich versuchte es durch mehr Proteine, Zink, B-Vitamine und Vitamin D, und meinte, dass es mir wieder besser ging. Vielleicht war es auch nur der Placebo-Effekt. Egal.

Licht hilft dabei immer. Also in meinen dunkelsten Phasen bin ich ins Solarium, und wenns nur die Wärme war, es hat gut getan.
Hast Du mal Deinen Vitamin D untersuchen lassen? Ich war an der unteren Grenze und hab kräftig nachgetankt und meine wieder ein sonnigeres Gemüt zu haben. Vielleicht bilde ich mir es auch nur ein, höchstwahrscheinlich hat sich irgendein Gedankenknoten in meinem Hirn gelöst.

Wenn dann muss man das von beiden Seiten angehen, aber Heilung nur durch Ernährung? Auch von mir ein Nein.

Maik
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#4
Das mit dem Vitamin D ist ein guter Tip, ein Danke von mir, das habe ich noch nicht gemacht (und ich hab schon fast alles versucht) und ja: Schokolade tut mir kurzfristig auch gut, aber ich lese immer wieder dass Idustriezucker pures Nervengift ist, ähnlich wie Kaffee, also futter ich Schockolade nur ganz selten (und das fällt echt schwer).

Ein (wissenschaftlicher) Blogeintrag zum Thema Depression und Ernährung findet sich hier:
http://www.theraping.de/wp/2014/03/depre...rnaehrung/

Ich denke aber, dass Ernährung nur ein kleiner Teil ist, der helfen kann. Eine Psychotherapie oder Medikamente helfen da wohl deutlich mehr.
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#5
Meine Ärztin meinte gerade Vitamin D wäre überflüssig. Man solle raus gehen . Die Sonne ( falls greifbar) täte dann ihr Werk. Schokolade soll ja gut sein gegen Depri. Allerdings schlägt die sich auf den Hüften nieder, was bei einigen zu neuer Depri führen kann.
 Es sind nicht die Dinge die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.
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#6
Nun ja, es soll von November bis April die Leistung der Sonne nicht ausreichen um überhaupt Vitamin D zu bilden. Und wer geht schon raus und zeigt mehr als das Gesicht und die Hände? Und die meisten hocken tagsüber in der Firma, Jalousien unten und Neonlicht an? Und wenn man raus kommt steht die Sonne auch schon wieder zu tief und hat auch wieder nicht genügend Leistung. Wer spaziert mittags eine Stunde in der Badehose rum?

Solarium reicht übrigens auch nicht wirklich. Und wer sich eincremt schützt sich nicht nur vor UV sondern auch vor Vitamin-D.

Ärzte wissen auch nicht alles. Vor hundert Jahren versuchten die noch mit Quecksilber Menschen zu heilen, von dem her finde ich es dreist jetzt zu behaupten wir wissen alles. In hundert Jahren lachen dann alle über uns...

Das mit der Schokolade stimmt nur bedingt. Man müsste Schokolade tafelweise verdrücken um genügend L-Tryptophan aufzunehmen. Das wohlige Gefühl kommt eher vom Zuckerflash, wenn der Blutzuckerspiegel hochgerissen wird, und die Bauchspeicheldrüse ihr Insulin auskotzt. Wir reagieren eh alle sehr stark auf den Blutzuckerspiegel. Jeder kennt das Gefühl wenn man unterzuckert ist. Dann meint man es geht wieder los. Isst man dann was wirds auf einmal besser.
Oder es liegt an dem "sündigen", wenn man die ach wie ungesunde Schokolade isst? Sich mal etwas gönnt?

Maik
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#7
Ich wollte keinen neuen Thread eröffnen, benutze diesen hier.
Leider haut mir das dunkle, miese Wetter extrem auf die Seele. Hat jemand Erfahrungen mit der Lichttherapie?
Es soll ja solche "Lampen" für Zuhause geben. Oder trifft einen der Schlag wenn man dann die Stromrechnung bekommt?
 Es sind nicht die Dinge die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.
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#8
Hi Lagonda,

auch mir geht das Wetter und die allmählich kürzer werdenden Tage auch, gelinde gesagt, so dermaßen auf den Sack!

Mir hat Lichttherapie gut getan. Also ich bin echt ins Solarium. So eine Therapielampe habe ich auch, soo viel Strom zieht die nicht. Und die hat man ja auch nicht den ganzen Tag an, sondern morgens zum Frühstück, Mittags vielleicht noch, aber Abends muss man probieren ob man noch schlafen kann.
In meiner Werkstatt "hatte" ich 10 Leuchtstoff-Röhren a 68 Watt mit ultragrellem Tageslicht, das war echt super, da konnte man basteln bis Mitternacht ohne müde zu sein. Erst am nächsten Morgen als es ans aufstehen ging war das doof. Gute Idee, ich muss die Röhren mal in meine neue Werkstatt machen.
Grübel, als ich in Korsika war und viel in der Sonne gings mir echt besser. Sogar die Muskelschmerzen waren weg, jetzt kommen sie wieder.

Sonnige Grüße, Maik
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#9
Danke für Deine Antwort. Muss man sich diese Lampe selbst kaufen, oder kann man die "verschrieben " bekommen, bzw. sich ausleihen?
Sobald die Sonne scheint geht's mir auch besser. Bei den trüben Tagen im Moment geht's mir eher elend.
 Es sind nicht die Dinge die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.
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#10
Ich bin auch der Meinung das eine gute Ernährung, Bewegung und Entspannung hilfreich sind.
Lichtherapie auch sehr gut, ausser bei Kopfschmerzen..
Wenn Botenstoffe im Gehirn fehlen, dann wird das wohl nur mit Medikamenten zu begegnen sein.
Auch wenn ich lieber darauf verzichten würde.

Alles Gute
Terry
http://www.panicblog.de
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#11
Hi Terry,

ich versuche es gerade auf der Schiene Ernährung. Sport, naja, wenn man halt immer zu kaputt ist macht man da nicht zu oft was. Entspannung wäre für mich auch wichtig, aber mit einem kleinen Kind daheim ist das schwer möglich. Gut schlafen ist auch sehr wichtig, und wenn das nicht klappen mag kann man da nachhelfen.

Das mit den Botenstoffen im Gehirn und Medikamente nehmen kann ich so nicht bestätigen. Also mir wurden auch immer SSRIs verschrieben, und mir gings damit dreckig! Liegt wohl einfach daran, dass es mehr Botenstoffe wie Serotonin im Hirn gibt um richtig zu funktionieren. Nur an die anderen kommt man schlecht ran, oder machen abhängig wie Benzos. Und der ganze Mist hat meistens mehr Nebenwirkungen wie dass sie was bringen. Oder die Dosis muss immer mehr erhöht werden, oder man braucht morgens was um fit zu sein, abends dann was anderes um schlafen zu können. Zudem finde ich es von Ärzten fahrlässig mit Medikamenten um sich zu schmeißen, ohne genau zu wissen was den Leuten fehlt, Antidepressiva sind keine Bonbons! Depressionen und Ängste sind keine Mangelerscheinung von Citalopram! Wenn das Zeug nicht anschlägt bekommt man entweder gesagt man muss mehr nehmen, oder man hat halt "das Richtige" noch nicht gefunden. Und so sucht man, und sucht...

Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema, und für mich sind Ängste und Depressionen mittlerweile Symptome und nicht die Ursache. Größte Ursache ist Stress, nur wenn man schon im Strudel drin ist dann stresst einem das noch mehr. Eine Panikattacke ist Stress pur, da ist man ja einen Tag total fertig. Auch das ständige Nachgrübeln frisst einem die ganzen Botenstoffe und ist dadurch am Limit.
Auch ständige Überlastung nimmt einem die Botenstoffe und man kommt aus dem Gleichgewicht. Das führt dann z.B. zu Nebennierenschwäche, was sich auch in Depressionen und Ängsten äußert. Zudem können auch unentdeckte Allergien zu diesen psychischen Wirkungen führen. Allergien sind Entzündungen, die das Immunsystem in Aufruhr versetzen, was purer Stress bedeutet. Zudem ist ein funktionierender Darm für die Psyche sehr wichtig.

Ich kann mittlerweile sagen das es bei mir besser wird. Zum einen, weil ich den dauernden Stress mit meiner Frau geklärt habe, zum anderen weil ich die Ernährung umgestellt habe, das saufen aufgehört, und endlich nach meinem Körper schaue, das er bekommt was er braucht. Meine Pilze im Darm bekam ich auch nur weil mein Immunsystem am Ende war. Das schlauchte mich noch zusätzlich.

soweit mal, Maik
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#12
Hi Maik,

wer heilt oder hilft hat Recht. Unterschiedliche Menschen und unterschihedliche Ansätze in vielerlei Hinsicht.
Wer nimmt schon gerne Gutelaune Bonbons, also ich nicht, aber wie schon gesagt ist alles unterschiedlich - hilfreich.

Die psychischen Erkrankungen gab es schon vor mind. > 100 Jahren und noch länger, nur es waren sehr wenige Informationen darüber vorhanden. Heute liegen viele Informationen und Behandlungsformen vor, nur welche die "Richtige" ist, naja läßt sich nicht sagen, nur soviel, jeder sollte aktiv in der jeweiligen Behandlung mitarbeiten, natürlich auch hier wieder auf unterschiedliche Art und Weise und das passt ja wieder zum Anfang meines Textes.

Bye
Terry
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#13
Finde diesen Thread wirklich sehr spannend. Werde mich mal einlesen und mir mal meine eigene Meinung darüber bilden.
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#14
Mehr Vitamine zu sich nehmen und mehr Bewegung und Sport. Es hilft immer Smile
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#15
Ja, den Artikel kannte ich auch schon. Guter Artikel...
Vom Mond aus betrachtet spielt das Ganze gar keine so große Rolle.
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