Wer hat damit Erfolg gehabt?
#1
Hallo,
die meisten von euch haben als Therapieform die Verhaltenstherapie gewählt und damit auch Erfolg gehabt.
Mir wurde das nie angeboten oder mich vor die Wahl gestellt, ich mache zur Zeit die zweite tiefenpsychologische Therapie.
Wer von euch hat auch mit so einer Therapie Erfolge erzielt?Neugier
LG Hummelchen
Zitieren
#2
Es verunsichert mich, daß die meisten halt eine Verhaltenstherapie gemacht haben,
und ich immer noch mittendrin hänge mit meiner Gesprächstherapie.
Okay ich darf nicht ungerecht sein, es ging mir schon wesentlich schlechter und die
Therapie hat mit Sicherheit auch einiges bewirkt.
Aber ich frage mich oft ob ich weiter wäre, wenn ich eine VT gemacht hätte. Und ob es
nicht Zeitverschwendung ist vielleicht noch Monate zu den Gesprächen zu gehen........
bin mal wieder am Grübeln was das Richtige ist.Kratz

LG Hummelchen
Zitieren
#3
Hey was meint ihr,

die Praxis meines Therapeuten ist direkt gegenüber von einem großen Kaufhaus. Und in solchen
Geschäften hab ich ja immer Probleme. Vielleicht könnte ich meinen Therapeuten (wie verstehen uns echt gut)
ja mal fragen, ob er mit mir eine Therapiestunde in so ein Kaufhaus gehen könnte.
Ich denke das wäre doch dann so ähnlich wie in der VT - und vielleicht könnte auch er - obwohl er eben
kein Verhaltenstherapeut ist - dadurch seine Schlüsse ziehen und mir besser helfen??? Oder ich könnte
besser beschreiben was los ist, wenn ich eben genau IN der Situation bin - und nicht erst 8 Tage später.....

Was haltet ihr davon?Kratz

LG Hummelchen
Zitieren
#4
Ich finde es gut, wenn du versuchst deine Therapie aktiv mitzugestalten - ob sich dein Therpeut schlußendlich auf deine Kaufhaus-Idee einläßt ist ungewiss, aber zumindest müsste er merken, wie sehr du unter deinen Angstattacken im Alltag leidest... da muss eine Lösung her, suche eine mit ihm zusammen und fange nicht an, an deiner Therapieform zu zweifeln, ok?!
Als es mir sehr schlecht ging habe ich ein dreiviertel Jahr eine VT gemacht (um einigermaßen stabil zu werden - wobei ich mit meinem Thera nicht in akute Situationen ging, sondern überwiegend Atem-Provokation gemacht habe), gleichzeitig habe ich Autogenes Training gelernt und habe dann an einer prismatischen Gruppentherapie teilgenommen. Mittlerweile nehme ich an einer tiefenpsycholgischen dynamischen Gruppe teil.
Diesen Weg gehe ich, weil ich merke, dass eine Entwicklung stattfand und immernoch stattfindet - es daaaauuuuert eben, gerade in der Tiefenpsychologie.
Zitieren
#5
Hallo Stinaa,

die Frage ist für mich, was ist besser? Zu lernen mit der Angst umzugehen durch eine VT - und somit nicht mehr
darunter zu leiden. Oder den Grund für die Angst zu finden durch Tiefenpsychologie, daran zu arbeiten und so die
Angst zu verlieren. Werde diese Frage auch morgen meinem Therapeuten stellen - bin mal gespannt wie er darauf
reagiert.
Wie auch immer, ich spüre auch bei mir eine Entwicklung. Ich fühl mich nicht mehr so sehr als Opfer, sondern ich sehe
jeden Tag, daß ich garnicht so hilflos bin, wie ich mich immer gefühlt habe. Viele Reaktionen meines Körpers und Kopfes
verstehe ich noch nicht - aber sie scheinen für mich nicht mehr so bedrohlich wie noch vor einiger Zeit.
Es geht vorwärts - und das ist grade das einzig wichtige für mich.

LG Hummelchen
Zitieren
#6
Hallo Sina,

es macht Mut sowas zu lesen. Da hier ja ganz wenig Antworten kommen, dachte ich schon es hat kaum jemand etwas positives über TPT (tiefenpsychologische Theapie, ich kürz das jetzt mal so ab) zu berichten. Und ich kam echt ins Schwanken, ob ich überhaupt weitermachen soll.
Aber nun arbeite ich schon solange an mir und meiner Vergangenheit, daß ich das jetzt auch zuende bringen will.
Mein Therapeut gibt mir ja auch schon Tips, wie ich mich verhalten soll in den schwierigen Situationen, der Schwerpunkt liegt allerdings darin, zu ergründen, woher das kommt und wie man die Gründe für die Angst ändern kann.
Gestern war eine sehr gute Stunde, er meinte ich sei auf dem richtigen Weg und solle nur aufpassen mich jetzt nicht
zu überfordern.

So ganz in meinem Innern bin ich auch der Meinung, die Wurzel des Übels muss weg, sonst werd ich auf Dauer
diese Ängste nicht los. Also weiter ran ans Eingemachte - und üben üben üben sich der Angst zu stellen - egal wie
eklig es wird.

LG Hummelchen
Zitieren
#7
Hallo Sina,

es wird sooft davon geredet die Angst zu akzeptieren oder anzunehmen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist die Angst doch sowas wie ein Warnzeichen der Seele,
daß irgendwas im Leben nicht richtig läuft.
Wenn also die Angst kommt, dann sollte ich doch nicht akzeptieren, daß sie da ist, sondern überlegen was
falsch läuft in meinem Leben,und das dann entsprechend zu ändern, damit die Angst wieder weggeht.
Ich krieg das mit dem Akzeptieren einfach nicht auf die Reihe.

LG Hummelchen
Zitieren
#8
Hallo liebes Hummelchen,

ich sehe es aber auch so und meine Therapeutin und Neurologe haben es mir bestätigt, das es nicht nur ein Warnzeichen der Seele.
Es gehören immer mehrere Faktoren dazu.
Meiner einer hatte halt von 2000 bis 2005 viel Pech gehabt und ich hatte auch mein übriges dazu getan und letztendlich bin ich explodiert und bin an A+P erkrankt.
Ich habe 2000 meinen Vater verloren, 2002 meine Mutter, 2003 1. Fehlgeburt, 2005 2.Fehlgeburt. Das waren einige Faktoren, aber ich habe mir, meinem Körper meiner Seele nicht wirklich Gutes getan und vor allem habe ich jahrelang den meisten Leuten versucht immer alles recht zu machen. All diese Komponenten trugen schließlich dazu bei.

Weißt Du, ich sehe meine Erkrankung als eine "Chance" für mich. Ich versuche jetzt viel bewußter zu leben und überlege länger bevor ich etwas beginne.Immer mit dem Hintergrund das es mir dabei gut geht, sprich ich stresse mich nicht mehr.
Was ich mit meiner Geschichte sagen wollte ist, setzt Dich nicht unter Druck und lass den Dingen seinen lauf. Mache für Dich klar, was Dir gut tut und was Du für Dich möchtest.
Ich hoffe, das ich es irgendwie verständlich rüber bringen konnte.
Drück Dich mal.
Zitieren
#9
Hallo zusammen,

wie sieht es heute bei euch aus?

Wie hummelchen auch, gab es bei mir nicht die Wahl nach Verhaltens- oder Tiefenpsychologie.
Ich wusste erst gar nicht, dass es da Unterschiede gibt. Ich hatte Glück, dass ich sofort nach der 1. Attacke einen Doc gefunden hab.
Das ist jetzt etwas über 3 Jahre her.
In dieser Zeit wurde eigentlich genau das ausgesprochen, was ich eigentlich immer gefühlt habe bzgl. Kindheit usw.
Es hat mir geholfen, zu wissen, warum ich so bin, wie ich bin.
Jetzt soll ich diese Woche mein Abschlussgespräch haben. Als wir das im Oktober beschlossen, war auch alles PRIMA. Dann kam der Absturz: Stress ohne Ende an der Arbeit, Weihnachten etc. bis heute.

Also ich weiss jetzt wer ich bin (heute ein AngsthaseSmile). Aber was hilft es mir? Mir geht es wieder schlecht und ich weiss nicht warum.
Wie lange hattet ihr eure Therapie? Habt ihr danach IMMER auch eine VT gemacht?
Wann wusstet ihr, dass ihr die Therapie nicht mehr braucht?

Ich bin total irritiert und verwirrt.

LG
Verena
Zitieren
#10
Huhu Chinook,

es hört sich so an, als ob bei dir Stress oft der Auslöser ist Neugier

Hast du Entspannungsübungen gelernt während deiner Therapie? Ich weiß nicht, ob das Bestandteil einer Tiefenpsychologischen ist Kratz. Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht, aber gemischt mit der Tiefenpsychologischen. Mir gehts heute blendend wie nie *smile*

Hast du mal drüber nachgedacht, nochmals eine Therapie anzufangen? Vielleicht doch eher in Richtung Verhaltenstherapie, damit du lernst, besser mit GEdanken und Stress umzugehen, und das nicht im Rahmen deiner Vergangenheit?
Zitieren
#11
Hallo Tarja,

Danke für deine superschnelle Antwort.
Du hast schon recht, meistens ist es Stress, der mich umhaut. Stress im Sinne von ZU VIELEN Aufgaben.
Ja, das Thema Entspannungsübungen hatten wir auch schon in den Thera-Stunden. Ich habe z.B. Progressive Muskelentspannung auf meinem Ipod. Aber ich komme immer nur bis zum rechten Arm. **Grins** Und damit fängt es ja an.
Ich schlafe immer ein. Ich weiß auch, die meisten werden jetzt sagen: "Ist doch prima." Ja sicher ist es prima, aber ich würde wahrscheinlich auch so einschlafen. TOI TOI TOI, Einschlafprobleme habe ich noch nicht gehabt.

So eine Entspannungs- und Stressverminderungstherapie wäre wahrscheinlich gut.
Wo gibt es so etwas, eine Therapie, die einen lehrt, sich nicht selbst unter Druck zu setzen? Ist das Verhaltentherapie?

LG
Verena
Zitieren
#12
Ich glaube schon, dass es Verhaltenstherapie ist. Aber ich denke, es kommt auch auf den Therapeut an ,-). Es gibt auch Stresskurse, die oft von Abendschulen angeboten werden etc., oder einfach mal den Tagesablauf überdenken, oder oder oder *lach.

Ich mache zur Zeit eine Weiterbildung zur Management Assistentin, und da lernt man viel über Organisation, Arbeitsmanamgent usw. und vieles davon hat mir im privaten Leben auch sehr geholfen. Einfach, um alles beser zu organisieren.
Zitieren
#13
[Von Sanne]

Hallo,
ich war gestern in einer neuen Selbsthilfegruppe,dort war eine Psychologin die mit Tiefenpsychologie arbeitet.Hat jemand von euch Erfahrung damit?
Sie hat keine Kassenzulassung(wäre bei mir ja sowieso egal,da ich keine Std mehr von der Kk bewilligt bekomme,hatte bereits 125),also müßte ich für 10 Doppel-Gruppenstunden 200Euro bezahlen.Bin unsicher.Was denkt ihr darüber?

Grüßle Sanne
----------------------------------------------------------------------
50 "Vertrauen Sie mir, ich weiss was ich tue !" 50
[Sledge Hammer]

Zitieren
#14
Hallo alle zusammen,

ich habe gelernt: den Erfolg muss man sich wohl erarbeiten!! In der letzten Stunde habe ich meinem Doc gesagt, dass ich keine AD mehr nehmen will, weil ich damit nicht LERNE. Ich will lernen mit meinen Ängsten umzugehen und mich "nicht hinter AD verstecken". Für mich war es ein Verstecken, weil die Ängste abgeschächt waren und mir nicht 100 % in den Hintern beißen konnten!
Jetzt können sie es und tun es auch. Aber ich will es eben so schaffen. Lange Rede,kurzer Sinn: ich habe das gesagt und mein Doc sagte daraufhin: Sie sind eine faule Sau. Sie müssen sich mit dem Thema beschäftigen! Werden sie Fachfrau für sich selbst Smile Ich finde es ja toll, wenn man so direkt ist und ich nehme es mit einem Lachen hin.
Ich will nur eben euch und mir sagen: Macht was für euch!! Sonst bleibt der Erfolg auf der Strecke!!

chinook
Zitieren
#15
Hallo
Habe ja auch schon einiges durch aber nix hat wirklich geholfen.Durch eine freundin die auch ap hatte bin ich erst drauf aufmerksam gemacht worden.
Sie sagt warum hast du noch keine tiefenpsychologie versucht.
Bei ihr hat es super geholfen und Sie ist beschwerde frei.
Also habe ich mich jetzt auch angemeldet und es geht in den nächsten wochen los.
Hoffe schon das das was bringt da vieles bei mir im kopf durcheinander ist .
Habe verhaltenterapie hinter mir aber ich will so nicht umbedingt mein rest des lebens verbringen wenn es noch diese möglichkeit gibt.
Ein versuch ist es wert.

Man wird sehen

Gruß
Kai
Zitieren
#16
hallo
ich habe eigentlich gute erfahrung gemacht.und ich muss sagen,wenn du jemanden hast der sich mit deinen symtomen bzw. mit deiner angst und panik auskennt, fühlst du dich gut und du kannst dich gut mit der person unterhalten.

ich habe seitdem keine panikattaken mehr bzw 1-2 mal in 3 monaten
Zitieren
#17
Hallo
ja da hast du recht das tut gut mit jemandem zu sprechen der das auch hatte .Das sind dann leute die wirklich wissen was in einem vorgeht.
Dann laß ich mich mal überraschen was die tiefenpsychologie bringt hoffe gute .

Schöne grüße
Kai
Zitieren
#18
hallo nochmal
ich wünsche dir alles gute und viel glück und hoffe das es dir besser geht.
lg nano
Zitieren
#19
http://www.forum.angst-und-panik.de/show...sychologie

Hier sind auch schon ein paar Meinungen dazu.
Lg Arielle1
**********************************************************
Verbiege dich nie um anderen zu gefallen, denn daran kannst du zerbrechen!

Wenn Du schon fällst, dann reiß Dich zusammen und steh auch wieder auf!
Zitieren
#20
Dank dir
werde auf jedenfall berichten wie es wirkt.
Kann aber noch ein zwei wochen dauern.

LG Kai
Zitieren