Forum angst-und-panik.de
Angst vor Gewalt - Druckversion

+- Forum angst-und-panik.de (https://www.forum.angst-und-panik.de)
+-- Forum: Alles zum Thema Angst & Panik (https://www.forum.angst-und-panik.de/forumdisplay.php?fid=3)
+--- Forum: Rat & Tat (https://www.forum.angst-und-panik.de/forumdisplay.php?fid=5)
+--- Thema: Angst vor Gewalt (/showthread.php?tid=9211)



Angst vor Gewalt - Okliw - 21.09.2020

Hallo erstmal, ich relativ neu hier. Wollte aber schon mal anfangen. Ich bin grade nach Leipzig gezogen, gehe aber selten raus da ich eine gewisse Uhrangst habe. Habe auch Panik Attacken gehabt, mit Herzklopfen schwitzen war für mich keine schöne Zeit, habe aber durch die Erkrankung an mir Arbeiten müssen und mit Therapien und viel reflektieren sind viele Symptome weg. Aber ich möchte mich mich mit Menschen austauschen die ein Ähnlichen Leidensweg hinter sich haben. Denn ich habe manchmal das Gefühl das man falsch verstanden wird wenn man Anders ist. Oder man es nicht verstehen möchte, da es für ein selbst schon schwierig genug ist den Tag zu Ãœberstehen.

Um mal auf den Punkt zu kommen, es ist alls ob ich durch die Ereignisse meiner Kindheit eingeholt werde und ich keine Ressourcen für die jetzigen Probleme habe. Ich habe eigentlich gute Erfahrungen mit einer Therapie gemacht und habe viel erreicht. Aber jetzt ist es wirklich so als ich ob ich dagegen Machtlos bin. Da es ein Teil von mir ist und ich grade nichts dagegen tun kann. Ich habe keine Erziehung genossen, keine Eltern und nicht gewollt zu sein. Ich musste mir vieles im Leben erkämpfen.

Na ja, wollte auch nur ein bisschen von mir Preis geben und mich Vorstellen. Danke schon mal im Voraus


RE: Angst vor Gewalt - Gopi - 22.09.2020

Hi, was Du beschreibst, ist an sich typisch fuer die neurotische Angst, die irgendwo in der Mindheit angelegt wird. DAS Kind entwickelt dann allerhand KOmpensationsstrategien, um zu ueberleben (bei mir war das krankhafter Ehrgeiz, Bestaetigung durch andere). DAs geht alles eine Zeit lang gut, beim einen laenger, beim anderen kuerzer, vermutlich laueft es bei manchen auch nie aus dem Ruder. Aber mit zunehmenden Blessuren des "normalen" Lebens sinkt diese Kompensationsfaehigkeit , die Resourcen, das zu kompensieren, gehen zurueck und die Neurose bahnt sich ihren Weg. Die ANgst tritt ein in voellig banalen Situationen, oder getriggert durch was auch immer. Aber nicht mehr sinnvoll im dafuer vorgesehen Masse.
So war das , glaube ich , zumindest bei mir. Ich denke auch nicht, dass man sagen kann, ich habe ne Therapie gemacht, und gut ist. Dieses Paeckchen trage ich nun herum. Klar, kann bei vielen hier anders sein. Es hat ja jeder die Option , sich auch als Erwachsener noch zu entwickeln, nachzureifen und es so hinzubiegen. Bei mir ist das eine zaehe Materie, und ja, es kmmt in Wellen und uebermannt mich auch an und zu.....;-) ;.(

Leute , denen wir begegnen, sind scheinbar so souveraen und angstfrei, und ich komme mir manchmal wie ein Depp vor. Man kann es ja auh kaum einem sagen, weil Neurosen total mit Versagen behaftet sind. Wir sind sozusagen gefangen in der Wetl, die wir mitgeschaffen haben. Man weiss um die Gefahr, weil ja kaum eine Woche vergeht, wo nicht in den ueblichen Journalen vor Burnout Angst und Depression gewarnt wird. Dann wird alles Moegliche vorgeschlagen , um das zu vermeiden, um fit zu bleiben. ALso, ALLES, damit die Leistung nicht abfaellt. Leistung, Anerkennung, Geld, Zensuren, Noten, Exzellenz. Das zaehlt. Und wir werden nahezu von Kinheit an "gehackt" , um moeglichst viel Leisuntg abzuliefern. Hupps, jetzt schweife ich total ab...


RE: Angst vor Gewalt - Okliw - 22.09.2020

Hallo Gobi
Danke für die die schnelle Rückmeldung. Ja das Feld ist groß. Ich Persönlich habe schon rausgefunden wo das alles her kommt. Dabei muss ich sagen das das erste Jetzt so Intensiv geworden ist nachdem ich mich denn meisten Dingen im Leben Positiv gestellt habe. Manche Sachen bei mir haben Jahre gedauert um damit einigermaßen klar zu kommen. Na ja, bei mir war es die nicht vorhandene Liebe der Erzeugergerrin und die Symbiosen in die sie mich als Kind gezwungen hat also Liebe nur dann zu bekommen wenn ich Pünktlich war Lieb und freundlich der Vater war garnich da. Hat früh die Kurve gekratzt, da meine Erzeugergerrin Alkohol abhängig war. War nur eine Zeit lang genervt das er mich nicht mitgenommen hat. Aber im Osten zur Wende hat der Vater nicht viel zu sagen gehabt. Dazu kommt das meine Erzeugergerrin mich immer eingesperrt hat im Zimmer als Kind. Und da beide nicht wirklich da waren, und ich auch oft schläge bezogen habe. Musste ich immer auf der Hut sein und das die ganze Zeit. Und da die Erziehung das Heim war und ich da auch immer auf Hut sein Musste. Hab ich gelernt zu Ãœberleben, und ich Gesichter lese meine Umgebung immer im Auge habe , dazu kommt das ich alles wahr nehme als Strategie natürlich. ADHS hat man vermutet. War aber nicht so.
Aber das Problem ist das ich kaum vertrauen zu mir habe und es Eigentlich nicht mehr notwendig ist so zu Sein. Aber dem ist so das nervt weil ich nicht Selbstbestimmt bin, meine Umwelt und die Uhragst bestimmt mein Leben und habe noch kein Weg gefunden sich dem zu Stellen, da ich mich Isoliere.

Da hast du recht das man sich manchmal wie ein Zombie vorkommt nur langsamer. Ich habe eine Zeit lang in Schleswig-Holstein gelebt, da ist man ein wenig toleranter aber eigentlich Problem ist das die meisten das nicht verstehen vollen. Wie sie schon gesagt haben das man ja selbst manches nicht versteht.

Und ja , so einfach ist das nicht. Zu sagen man hat Therapie gemacht und je ich bin geheilt. Ne leider nicht, wäre ja mal eine Abwechslung wenn es so gehen würde. Es ist aber ein langer Prozess an den man immer dran bleiben muss. Und irgendwann wird es aber auch besser man darf nur nicht aufgeben.


RE: Angst vor Gewalt - LoveYourself - 09.10.2020

Hey Okliw,

das Gefühl "anders" zu sein ist völlig normal. (Leider)
Die heutige Gesellschaft, vor allem im westlichen Bereich, hat mit der Zeit ihre "Norm" entwickelt.
Wenn du das aus der Reihe tanzt bist du gleich ein Sonderling oder "komisch"?

Natürlich schürt das die eigenen Selbstzweifel extrem mit denen man ja meist sowieso schon genug zu tun hat.

Man darf deshalb aber niemanden verurteilen wenn andere verwirrt und hilflos auf dich reagieren.
Im Gegenteil, ich bin über jeden Menschen dankbar der eben nicht checkt was in mir vorgeht.

Da das in der Regel bedeutet, das er diesen Mist nicht durchmachen musste. 
Du kannst z.B. über den Krieg Dokus und Bücher lesen soviel du willst, und dir vorstellen wie schlimm das gewesen sein muss.

Aber nur ein alter Kriegsveteran, wird es tatsächlich verstehen.

Lustigerweise hast du etwas erlebt das sehr auf mich zu trifft. 
Kein Vater, alki Mutter, keine Hoffnung, keine Hilfe. 

Und vorab, wenn man das so ließt was du schreibst, solltest du stolz auf dich sein was trotz diesem Mist aus dir geworden ist. 
Das du "Ja" zum Leben sagst, anstatt mit Hass und Apathie zu antworten. :-)

Bei einer Sache muss ich dir jedoch widersprechen. Das dass, ein langwieriger und schwerer Prozess sein muss.

Glaube ich habe über 10 Jahre mit gewissen Themen gekämpft. 
Das Problem irgendwann klar vor Augen gesehen, auch alles probiert aber nie eine Lösung gefunden.

Bis ich auf den einen Menschen traf, der mich verstand.
Und mir innerhalb weniger Tage/Wochen bei Problemen half, die selbst Therapeuten in 5 nicht geschafft haben :-)

Liebe Grüße
David


RE: Angst vor Gewalt - Okliw - 10.10.2020

Danke dir David für die Antwort.

Du sprichst mir aus der Seele, ich bin auch irgendwie stolz darauf was ich erreicht habe. Genauso wie du habe ich alles durch an Therapie oder wege die gegangen bin um mein Ziel zu erreichen. Die auch nicht immer einfach waren.

Na ja, bin weit gekommen. Du hast dass gut beschrieben mit den Veteranen und den Krieg. Haben die Leute den Angst vor uns weil wir ums selbst an besten kennen und Reflektiert sind um mit Sachen klar zu kommen die uns widerfahren sind. Oder klar kommen ?????

Das Problem das ich zu Zeit habe, das wie du es schon Beschrieben hattest, das ich zwar weiß wie und warum. Bin auch gut Reflektiert durch die Therapie und die Arbeit an mir Selbst. Aber ich weiß nicht weiter, das ist einfach wie ein Unsichtbares Band zwischen mir und meiner Mutter. Sie hat mich in der kurzen Zeit wo sie mich hatte Abhängig gemacht durch Symbiosen. Bis zu mein 6 Lebensjahr. Die einzige Aufmerksamkeit die ich bekommen habe ist wenn ich Lieb - Pünktlichkeit - Gehorsam. Andernfalls gab es Schläge oder ich wurde eingesperrt.

Aufrichtig lieb gab es nur ein Mal, als meine beiden Brüder mir das gaben. Als ich das merkte , wusste ich das dass was meine Erzeugergerrin mir gab nicht echt war.

Ich weiß einfach das es sehr wichtig für mich ist neue Wege zu gehen sich zu Lösen von der Unsichtbaren macht die meine Mutter noch über mich haben scheint. Ich weiß nicht ob du es verstehst was ich meine.

Du hast Unheimlich Glück gehabt, das du so jemanden gefunden hast der dich Versteht und dir geholfen hat. Ich benötige eigentlich auch einfach jemanden wo ich sein kann. So jemanden findet man nicht so einfach.

Ich versuche auch grade ganz andere Wege zu gehen, mein Altes Leben hinter mir zu lassen. Will auf ein Bio Bauernhof gehen um zu arbeiten und zu Helfen wo ich sein kann und wo man mich Respektieren wird.

Restauriere Möbel gibt nicht viel was ich nicht selbst reparieren könnte.

Bin dran , aber hab das Gefühl das dass der größte Schritt ist sich davon zu Lösen. Ich fühle mich einfach fremd bestimmt nicht wirklich frei. Deswegen isoliere ich mich, das schlimmste ist das ich dass weiß und ich einfach nicht raus kann. Mich befreien.

Na ja , ich habe das aber auch nur geschafft weil aufgeben für mich keine Option ist. Ich will einfach nur ein normales Leben führen können mehr nicht.

Lieben Gruß Okliw


RE: Angst vor Gewalt - LoveYourself - 10.10.2020

Puh, wo fang ich an.
Wie alt bist du denn und wie lange wohnst du mittlerweile alleine?

Ich würde nicht sagen das Menschen Angst vor uns haben. Manche sind einfach überfordert, reagieren mit Mitleid, Spott oder halten einen für schwach.

An der stelle, wie siehst du dich denn selbst diesbezüglich?

Die Schwierigkeit an Angsterkrankungen ist oftmals das unsere Angst meist irrational ist und deswegen schwer zu verstehen ist.

Stell dir vor du rennst durch die Stadt und ein Tiger jagt dich. Jeder würde natürlich verstehen das du Angst hast und würde es logischerweise nachvollziehen können.

Unsere Ängste beziehen sich aber auf Dinge, die für die meisten Menschen alltäglich und kein Problem darstellen.

Ich hatte mal Monatelang Angst vor Türklingeln. :-D
Meinst du ich könnte irgendjemanden nachvollziehbar erklären warum ich Todesangst bei dem Geräusch bekomme?

Du reparierst und restaurierst Möbel. Und ich nehme an du machst das gerne und entspannt dich evtl sogar.
Wenn ich jetzt sagen würde, dass sobald ich anfange etwas zu reparieren in Tränen ausbrechen würde.

Was würdest du dann denken? Smile

Das mit dem Band zu deiner Mutter verstehe ich. Das Hobby meiner Mutter war/ ist Suizid. Und das seit ich 8 bin.

Ich konnte nicht mehr abschalten und hab mich immer verantwortlich gefühlt. Und das ist Gift für deine Seele.
Bei dir klingt das ähnlich...

Ich stimme dir auf jeden Fall zu. Du bist schon seeeeeehr weit, selbstreflektiert und meiner Meinung nach auf dem richtigen Weg.
Du stellst dir nur die falschen Fragen und dir fehlt eine andere Perspektive um los lassen zu können.

Das kriegen wir aber hin Smile

Zwei Dinge noch.
Ja, solche Menschen findet man selten, aber wenn du möchtest bin ich gerne der Mensch der dir aus diesem Teufelskreis hilft, sowie mir ein guter Freund damals.

Und eines finde ich besonders wichtig.
Egal ob du tausende oder keinen Freund hast.
Eine Großfamilie oder nicht mal richtige Eltern.

Es sollte immer einen Menschen geben der dich liebt.
Und das bist du selbst. ☝️
Halt dir immer vor Augen das du ein unglaublich starker und guter Mensch bist.


RE: Angst vor Gewalt - Okliw - 20.10.2020

Hallo erstmal ,danke für die Antwort.
Ich habe jetzt schon 3 mal versucht zu antworten, mein Handy hat sich immer aufgehängt. Ist schon nervig.

Ich bin 41 Jahre alt.

Wie ich mich selbst sehe, ich weiß nicht. Wie du schon gesagt hast bin ich recht gut Reflektiert und habe schon viel über mich in Erfahrung bringen können. Musste ich irgendwie ja auch, durch Therapie und Jahre lange Gespräche und Nachforschungen.

Wie sehe ich das, ich glaube das die Menschen nicht wirklich gut aufgeklärt sind was gewisse Krankheits verläufe angeht. Davon mal abgesehen das es immer ein grund gibt warum wir so sind wie wir sind. Es gibt immer ein Auslöser. Und die meisten wollen es auch nicht wissen, weil es Ihnen Angst macht. Oder Sie müssten sich mit der eignen Vergangenheit auseinandersetzen oder Fehler einräumen.

Ich würde mit vielen Dingen besser umgehen können wenn meine Mutter sich mit mir auseinandergesetzt hätte. Ich musste mir das alles Hart erarbeiten. Ich habe vor 15 Jahre angefangen damit ich zumindest ein Ansatzweise normales Leben führen könnte oder kann.

Das mit der Türklinke kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Was auch sehr schwer gewesen sein muss. Da meine Ängste durch Jahre lange Symbiosen und Abhängigkeiten suggeriert wurde. Wie hast du es geschafft es zu bewältigen.

Ok , wenn ich restauriere oder Dinge in stand setze. Mich hat das eigentlich immer gestresst und ich habe extrem geschwitzt wenn ich das gemacht habe.. Hab mich selbst immer unter Druck gesetzt da ich immer schnell fertig sein muss. Auch eine Sache die ich durch meinen Mutter mitbekommen habe, ihre Art liebe zu geben war es wenn ich Pünktlich - Freundlich - Höflich - und ich habe immer geholfen und wenn es nicht schnell ging gab es Stress oder was hinter die Ohren. Ich war immer irgendwie fremd bestimmt. Und in der Geschichte ist halt auch das Problem.

Meine Mutter hat mich Abhängig gemacht und in Symbiosen gezwungen, sie hat mich eingesperrt wenn es mal grade nicht lief oder sie Besoffen war. Sie hat mir im Grunde keine guten Fähigkeiten auf den Weg gegeben oder mich erzogen. Was ich für mich rausgefunden habe ist zum Beispiel, das meine Mutter natürlich neu geheiratet hat auch mein Vater hat neu Geheiratet. Beide haben neue Kinder meine Geschwister, ich war der erste Versuch und nicht gewollt auf beiden Seiten nicht mehr. Da sie ja neue Kinder hatten, und mein Stiefvater hat mir das auch immer spüren lassen das ich nicht dazu gehöre. Natürlich wurde ich dan auch immer schwieriger , irgendwann habe ich mal geweint und meine Geschwister haben mich getröstet es war einfach echte Geschwister lieb , ab denn Zeitpunkt wusste ich das dass was meine Mutter mir immer gegeben hat keine Liebe gewesen ist. Ich war Ihr Projekt. Ab den Tag wurde ich noch schlimmer, ich wollte immer zu meinen Brüder zurück ob ich in der Schule war oder Später im Heim es gab einfach kein Heim was mich halten konnte. Ich bin immer abgehauen durch Nacht und Regen ⛈. Weil sie mir aufrichtig Liebe zukommen haben.

Ich habe mir in laufe der Jahre Dinge angeeignet die für mein Ãœberleben wichtig waren, ich nehme alles auf meine Umgebung im Gedanken die Mimik der Leute nur um mir Sicherheit zu geben. Damit mir nichts passiert, auch ein Geschenk meiner Mutter. Da sie immer unberechenbar war und ich immer auf der Hut sein musste. Na ja.

Ich habe viel der Dinge für mich Verarbeitet können, nur die eine Sache macht mir Schwierigkeiten. Was ich ja schon mal beschrieben habe, es war in meiner Kindheit wichtig oder in der Jugend Für leicht auch. Aber jetzt brauche ich den Schutz nicht mehr, da ich mich selbst schützen kann. Sie kann mir nichts mehr tun. Klingelt das verständlich.

Ja das stimme ich dir zu das dass Gift für die Seele und ist auch nicht wirklich gesund. Aber wie darf ich das verstehen, wenn ich Fragen darf. Hatte dich deine Mutter dafür verantwortlich gemacht das sie Selbstmordgefährdet war. Nur eine Frage.

Es ist sehr Nett das du dich da anbietest.


RE: Angst vor Gewalt - Okliw - 23.10.2020

Hallo Leute.
Ich melde mich mal wieder, ich weiß nicht ob es gut ist einfach mal drauf los zu schreiben. Natürlich hoffe immer auf ein Austausch, ist aber auch so gut wenn ich einfach mal schreibe. Ich mache das nicht oft und lese mir nicht alle Themen durch das würde die ganze Woche dauern. Ich glaube wenn es mir richtig gut gehen würde, würde ich auch mehr Helfen hier im Form. Was ich auch könnte, aber zu Zeit ist das schwierig.

Ich schreib mal,
wie die meisten lesen tue ich mich schwer einfach ein Abschluss zu finden um mit meine Vergangenheit abzuschließen, der Punkt ist das die Vergangenheit zu ein gehört, wie die Augen oder die Gefühle die man erleben musste. Positiv wie auch negative Erfahrungen.

Ich wurde gefragt was ich Weihnachten mache, und ich sagte das ich alleine bin. Sie sagte ob das für mich in Ordnung ist. Ich schrieb das ich das nicht anders gewohnt bin, richtiges Weihnachten habe ich vor 15 Jahre gehabt. Ich habe so eine Große Familie, aber ich bin da nicht erwünscht. Da ich das schwarze Schaf 🐑 war. Und ich auch nicht teil der Familie war. Ich habe ein Teil meines Lebens mit Therapie verbringen müssen um das alles zu Verarbeiten zu können. Der Punkt ist das alle Ihr eigenes Leben führen und ich da kein Platz ist. Ich war oder bin sauer und Enttäuscht und das jetzt schon ein paar Jahre. Ich verstehe das aber auch jetzt, das es keine weg zurück gibt. Da ich die Vergangenheit nicht ändern kann.

Es ist alles ein Teil von mir, ich habe nur Schwierigkeiten das alles unter einen Hut zu bekommen alles in Einklang zu bringen. Damit mich die Angst nicht mehr so lähmt und ich frei sein kann. Und ich Selbstbestimmter bin.


RE: Angst vor Gewalt - LoveYourself - 27.10.2020

Hey Okliw,

wenn man das so liest, merkt man das du noch nicht so ganz im Reinen mit deiner Vergangenheit bist.
Bzw. noch etwas mehr als du es selbst vielleicht zugibst.

Deine Vergangenheit gehört in jedem Falle zu dir.
Was du daraus machst, ist aber allein deine Entscheidung.

Kannst/möchtest du damit abschließen?
Oder möchtest du diese aufarbeiten, gar "bereinigen".
(Ich kenne dein Verhältnis zu deiner Familie nicht, weshalb da die Frage ist ob das noch möglich wäre)

Falls das nicht möglich ist oder du deine Vergangenheit wirklich annehmen kannst,
lerne auch diesen Teil von dir zu lieben.

Mach dir deine Stärke und Beharrlichkeit bewusst die du hierbei erlangtest.
Das hört sich immer wie ein Slogan an, aber auch das Negative kann einen zum Positiven formen.

Menschen wie du, sind denke ich immer dankbarer bezogen auf das was man hat.
Auch die Kleinigkeiten die viele als selbstverständlich hinnehmen.

Man merkt auch das du auf jeden Fall liebevolle Menschen in deinem Leben haben möchtest.
Hier die Frage, bist du in einer Beziehung?
Auf der Suche?
Nicht interessiert.

Von mir auf jeden Fall ein großes Lob und Respekt für deinen Willen etwas zu ändern!

Liebe Grüße


RE: Angst vor Gewalt - Okliw - 29.10.2020

Hallo LoveYourself

Ja da magst du recht haben, bin ich im reinen mit meiner Vergangenheit ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich denke schon, ich habe über ein Jahrzehnt dafür gebraucht um mit mir ins reine zu kommen. Ich bin grade an ein Punkt wo ich zum Beispiel die Medikamente weg lasse, um wieder ein klaren Kopf zu bekommen. Ich habe sehr lange ein Deckel auf meine Probleme gehabt, na es war auch notwendig. Als ich entschlossen habe meine Probleme anzugehen und die ganzen Kisten in meinen Kopf aufzumachen war das als hätte man mir das Herz raus gerissen. Ich weiß nicht ob das Damals ein Fehler war wirklich alle Kisten aufzumachen heute hätte ich es nicht anders machen wollen. Ich kenne mich mittlerweile sehr gut, und kenne die Antworten auf all die Fragen zu meiner Vergangenheit. Sie hauen mich nicht mehr um , aber sie beeinflusst mich zu Zeit sehr stark, aber um deine Frage zu beantworten nein ich habe alles versucht um ins reine mit meinen Erzeugern zu kommen aber sie möchte es nicht. Sie müsste sich mit den Fehler der Vergangenheit auseinandersetzen und einräumen das sie Fehler gemacht haben. Ich habe gemerkt das die Familie die sie jetzt haben ihre ist und nicht meine. Sie haben alle eine neue Familie und ein neues Leben. Sie sind glücklich, selbst bei meinen Kindern hab ich immer wieder versucht ein Bezug zu bekommen. Ich musste es lernen Vater zu sein oder Verantwortung zu übernehmen was nicht immer einfach war da fast immer der neue Freund die Vater Rolle übernehmen sollte ich konnte es nicht. Es hat lange gedauert bis ich es einigermaßen verstanden habe was Vater sein bedeutet. Aber bis dahin sind Jahre vergangen und ich habe mein Ältesten Sohn nie kennengelernt.

Aber jetzt kann ich nur Wiedergutmachung betreiben, aber selbst das möchte man nicht. Vergangenheit, ich habe mir das alles nicht ausgesucht, aber musste das in Angriff nehmen. Ich bin nicht sauer weil sie was gemacht haben was an einen Kind nicht wirklich schön war und mit den Trauma könnte ich auch noch umgehen. Viel schlimmer ist das was sie nicht gemacht haben. Mich auf das Leben vorzubereiten Liebe, Zuneigung ,Verantwortung ,Vater sein, mit Geld Umzugehen, zu Arbeiten, alles was man ein Kind geben sollte. Ich weiß das es kein muss ist aber es sollte so sein. In den 20 Jahren wo ich 4 Beziehung geführt und 4 Kinder habe ich. Ich habe alles verloren, trotz meiner Bemühungen nicht Alkoholiker oder völlig im System zu verschwinden oder kriminell zu werden. Ich weiß nicht ob der Preis dafür ist, aber schön fühlt sich das nicht an. Also was machen, die Vergangenheit ruhen lassen, versuche ich. Ich bin stolz darauf was ich erreicht habe, aber der Preis dafür war sehr sehr hoch. Auch auf Kosten meiner Kinder was mir sehr leid tut.

Was die Frage angeht, ob ich eine Beziehung möchte. Muss ich dazu sagen das ich schon Zeit 10 Jahre keine geführt habe, was auch ein Grund hat. Meine Liebe Mutter hat mich in Symbiosen und Abhängigkeiten gezwungen als Kind. Ich wollte immer meiner Mutter gerecht werden in einer Beziehung es besser mache. Als ich das gemerkt habe war das auch ein Schlag ins Gesicht , und als ich die Aufmerksamkeit von meiner Mutter nicht bekam, habe ich die Beziehung selbst sabotiert. Jetzt weiß ich das mehr dazu gehört, und verstehe das ganze.

Als ich das verstanden habe, war ich grade in einer Beziehung. Es war eine liebevolle Frau und sie hat mir sehr viel bedeutet. Ich stande grade am Anfang meines Weges und sie wusste das auch. Sie hatte selbst Therapie Erfahrung. Ich wusste damals einfach nicht was ich machen sollte, nehme ich sie mit auf dem Weg der vor mir lag. Steht sie das durch, ich wollte sie nicht damit reinziehen und ihr das auch nicht antun. Heute weiß ich, dass es Ihre Entscheidung hätte sein müssen. Ich habe Ihr die Entscheidung abgenommen und habe mich getrennt. Um sie zu schützen, auch bei meinen Kinder war das so. Ich wollte sie nur vor mir schützen, ich wusste es damals nicht besser. Wie den auch, ich wusste nicht was es bedeutet eine Beziehung zu führen oder Vater zu sein nichts davon. Heute sehe ich sehr viel Dinge anders, also auf die Frage hin ob ich eine Beziehung möchte ja möchte ich. Ich vertraue einfach nur nicht mehr so leicht den Menschen oder Frauen.

Ich persönlich würde sagen das es Zeit bräuchte um an mich ran zu kommen. Aber wenn man mich hat dann mit ganz Herzen.

Aber Danke für die Antwort und für die netten Worte.

Gruß Okliw